Samstag, 3. September 2011

Cynthia McKinneys Brief vom 1. September zu Libyen


Ich bin voller Bewunderung für diese tapfere und aufrechte Frau, die unentwegt und in aller Schärfe die imperiale Politik ihres Landes bekämpft, die vor Wochen die DIGNITY Delegation nach Libyen leitete mit einem Dutzend Journalisten, um die Wahrheit direkt aus Libyen zu berichten, und die anschließend durch die ganzen Vereinigten Staaten reiste, um Dutzende Vorträge zu halten. Hier eine leicht gekürzte Fassung ihres Briefes:


Heute, am Jahrestag des Sturzes von König Idris in Libyen, trafen sich die neo-kolonialen Mächte in Frankreich, um mit ihrem Projekt der Neu-Aufteilung Afrikas fortzufahren. Diese Umstände stimmen viele von uns traurig.
Ich hatte vergangene Nacht einen Traum. Ich befand mich mitten in einem Kampf – einem Straßenkampf, Haus um Haus. Ich denke, ich vearbeitete, was der typische Libyer fühlt und gefühlt hat in den vergangenen 6 Monaten.
In meinen Unterhaltungen mit Mitgliedern der DIGNITY Delegation wurde eins deutlich: Wir sind alle traumatisiert von dem, was den liebenswerten Menschen in Libyen geschieht. Aber denkt, wenn wir uns schon so fühlen, wie müssen sie sich fühlen? Terrorisiert und viel schlimmer.
Als die DIGNITY Journalistendelegation dort war, konnten wir schon die Auswirkungen der Bombardierungen auf die Patienten in den Krankenhäusern sehen, Kinder, die versuchten zu verstehen, was geschah, Frauen, die versuchten, ihre Familien zu trösten, Männer, die versuchten, mit ihren normalen Aktivitäten fortzufahren, Ladeninhaber, die versuchten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, trotz der Kämpfe und Bombardements rund umher. Schwarze Libyer, die sich durch ihre Mitbürger bedroht fühlten, und dann die Fremden, die in das Land geströmt waren, um sich auf die Seite der NATO zu stellen und sich offen brüsteten,, schwarzhäutige Libyer getötet zu haben (die 50-60% der Bevölkerung ausmachen laut einem Libyer, der uns begleitete und nun in sein Land zurückkehrte, und nicht 30 %, wie von interessierter Seite in der Presse geschrieben wird) und nicht-libysche Afrikaner.


Im ganzen Land, in beinahe 30 Orten, konnte ich die wahren Patrioten dieses Landes treffen, die täglich für Gerechtigkeit und Frieden in ihren eigenen Gemeinden kämpfen. An manchen Orten gilt der Kampf der Polizeibrutalität; an anderen Plätzen gilt er der niederdrückenden Verzweiflung, die durch den Polizeistaat und die Armut verursacht werden. Überall wurden Gerechtigkeit und Würde durch die Budgetprioritäten jener, die gewählt wurden, um uns zu vertreten, auf den Hackklotz gelegt, aber die Kriegsgewinne wurden außen vor gelassen. Diese Politik darf nicht weitergehen.


… ich sah mit eigenen Augen, dass die Leute von der dürren Nevada-Wüste bis zum üppigen Shenandoahtal in diesem Lande Frieden wollen. Sie wollen vertreten sein und sind krank und müde vom Krieg ...

Aber wir in diesem Lande, die diese Kriege bezahlen, sind am besten geeignet, sie zu stoppen.

Und Hut ab vor Thierry Meyssan, Mahdi Darius, Lizzie Phelan und anderen, die uns mit minütlichen Berichten und ungefilterten Informationen aus Libyen beliefern. Sie sind jetzt wieder sicher zuhause, glücklicherweise.
Die besten Informationsquellen aus und über Libyen sind die Chats und Tweets, die die Sendungen dieser libyschen Sender begleiten und dann kann man noch zu Mathaba gehen, um sie zu kontrollieren:

1.  http://www.ustream.tv/channel/ilibya-tv
2.  http://support-libya.c.la/
3.  http://www.mathaba.net/

Mathaba funktioniert wie Wikileaks und berichtet aus der ganzen Welt und direkt aus Libyen. … Außerdem haben mich die Texte von Stephen Lendman sehr bewegt. Ich werde sie weiter lesen und ich empfehle sie euch allen. Er sagte mir, dass auch er, seit dies angefangen hat, nicht viel Schlaf gefunden hat.

Über die gegenwärtige Situation vor Ort siehe hier.

Über die Wahrheit über Libyens gegenwärtige Jamahiriya soziale und wirtschaftliche System siehe hier.

Wie lange werden die US-Steuerzahler zulassen, das unsere Steuergelder benutzt werden, um libysche Kinder zum Weinen zu bringen? Libysche Kinder weinen jetzt wie die palästinensischen Kinder. Tripolis sieht jetzt aus wie Gaza. Unschuldige Libyer sind jetzt wie die Palästinenser. Weinend. Traumatisiert. Terrorisiert. Kämpfend gegen die Besatzung. Schaut euch dies an und weint.
Und dann lest dies, um die Rolle der USA zu verstehen. Die Übersetzung dieses Artikels kommt mit meiner nächsten Post.
Und hört euch an, wie jemand, der behauptet Libyer zu sein, dazu einlädt, diese Art Tod und Verderben über sein eigenes Land zu bringen.

Und hier weitere Links:
http://dignity.ning.com/
http://www.enduswars.org
http://www.livestream.com/dignity
http://www.twitter.com/dignityaction
http://www.myspace.com/dignityaction
http://www.myspace.com/runcynthiarun
http://www.twitter.com/cynthiamckinney
http://www.facebook.com/CynthiaMcKinney
http://www.youtube.com/runcynthiarun

Schweigen ist die tödlichste Massenvernichtungswaffe .

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