Sonntag, 18. September 2011

Weltweit gibt's 1000 US-Militärbasen - wer ist bedroht? Die USA

Ein erschöpfender und sehr langer Artikel auf Englisch über die weltweiten US-Militärbasen ist hier zu finden.
Nichtsdestoweniger haben die USA die Chutzpah zu diesem Coup:
Washington listet die BRICS-Länder als eine „Bedrohung für die nationale Sicherheit“

 von Igor Lewkow
am 12. September 2011

Die BRIC-Länder, zu denen Brasilien, Russland, Indien und China gehören, sind als jene aufgelistet worden, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit für die USA darstellen, neben dem Terrorismus, Cyberattacken und den Nuklear-Programmen von Iran und Nordkorea. Verteidigungsminister Leon Panetta drängte Washington, den Planeten vor den Versuchen dieser Länder zu schützen, die globale Stabilität zu zerstören.
Der US-Entwicklungsplan, der im vergangenen Jahr gebilligt wurde, sagte nichts über irgenwelche Drohungen von Russland oder China. Ende August dieses Jahres warnte das Pentagon den Kongress, dass in neun Jahren China eine ebenso starke Armee wie die USA haben könnte. Chinas starke Investitionen in seinen militär-industriellen Komplex wird es befähigen, ein militärisches Potential aufzubauen, das die Stärkebalance in der Region brechen könnte, sagten Berichte vom Pentagon. Betreffs Russland brauchte das Pentagon nicht auszuführen, warum es eine Bedrohung darstelle, weil Russland das einzige Land der Welt ist, dessen strategisches nukleares Potential dem amerikanischen vergleichbar ist.
Die neuesten Daten enthüllen jedoch, dass die USA an der Spitze der Liste mit hohren Militär-Ausgaben liegen. Die Pentagon-Injektionen in den militär-industriellen Komplex betragen 40% der gesamten Militärausgaben anderer Länder im vergangenen Jahr. Da Investitionen in neue Waffen Geld kosten, können die US-Sorgen auch der ökonomischen Macht der BRIC-Gruppe geschuldet sein, die jetzt BRICS sind, nachdem Südafrika dazugestoßen ist. BRICS bewiesen ein schnelles ökonomisches Wachstum inmitten der finanziellen Krise.
Aber dass Leon Panetta nicht der einzige US-Spitzenbeamte ist, der jüngst diese Art von Erklärung abgegeben hat, kann sein Bericht als ein weiterer Schachzug von Washingtons Falken angesehen werden. Umso mehr, als die US-Russland Beziehungen von einem Neustart gekennzeichnet sind und die beiden Länder sich von der Rhetorik des Kalten Krieges entfernt haben. Jedoch sagte die Außenministerin Hillary Clinton vor ein paar Tagen, dass die USA der Führer sind und die anderen die Gefolgschaft. Aus eben diesem Grund sieht Washington oft eine Drohung, wo es keine gibt, sagte der Direktor des Social and Political Research Center Vladimir Yevseev in einem Interview mit dem Korrespondenten von Voice of Russia.
„Es ist entmutigend, dass die Vereinigten Staaten fortfährt, Stabilität als eine unipolare Welt anzusehen, wo sie die dominierende Stellung einnehmen. Wenn man sich als Führer fühlt, wird es immer jemanden geben, von dem man glaubt, er fordere dich heraus. Unterdessen gibt es eine große Zahl von wirklichen Drohungen, dir durch gemeinsame Anstrengunge angegangen werden müssen.“
Die Realität ist, dass die Welt in die 'post-amerikanische' Ära eingetreten ist und das muss Washington einsehen. Andrei Volodin, Direktor des Oriental Research Center an der russischen Diplomaten-Akademie des Auslandsministeriums kommentiert:
„In dieser neuen Ära werden die USA eine weitaus geringere Rolle spielen als zuvor. Washington wird nicht mehr das Recht genießen, die Regeln aufzustellen in den finanziellen, militärischen und politischen Bereichen. Russland und eine Anzahl anderer europäischer Länder entgleiten nach und nach der Kontrolle der USA.“
Politiker in den USA haben alle Arten von Erklärungen lange vor den anstehenden Wahlen zur Präsidentschaft. Die Gegner von Präsident Obama, von denen es einige gibt, haben jede Gelegenheit genutzt, ihre Ansicht kundzutun.
In den Tagen des britischen Imperiums verfolgten die Kolonisatoren sogenannte zivilisierende Missionen. Später wurde die Mission neu in „Demokratisierung“ umbenannt. Aber es ist nun mal so, dass es eine ganze Reihe von Zivilisationen auf der Welt gibt, und sie ergänzen sich ganz gut, wenn sie nicht durcheinander gebracht werden.
Das Original liegt hier


1000 Militärbasen - eine ungeheure Macht (und Verschleuderung von  anderswo dringend benötigten Ressourcen) - und indem nun auch die BRICS-Länder schon fast der 'Axis of Evil' zugerechnet werden, ist praktisch die ganze Welt  eine Bedrohung für die USA. Die 160 oder 170 übrigen Länder zählen ja nicht, das ist nur Unkraut, das bei Bedarf weggebombt wird.
Na, und was wollen die USA wohl gegen die BRICS-Länder unternehmen. Zum großen ATOMAREN SCHLAG ausholen oder was? Sabotage, Zersetzung, Bio- Kriegführung, Medienhetze mit Verleumdung, ein bißchen killing und Entführungen, das machen sie ja ohnehin überall und immer, aber wird das ausreichen? Kaum. Also eschatologischer Entscheidungskampf - Armageddon, wofür es ja in den USA genügend Anhänger gibt.

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