Dienstag, 8. November 2011

Kommentar von Dennis South zu "Libyens Befreiungsfront organisiert sich im Sahel"

Ich veröffentliche den Kommentar von Dennis South, weil er haargenau meine Gedanken und Empfindungen wiedergibt, die ich bei der Übersetzung von Lambs Artikel hatte, vor allem was die Wahlen angeht. Da dachte ich an das Experiment, das die Befreiungsbewegung FARC in Kolumbien machte: sie stellte sich zu Wahlen auf und da wurden Tausende ihrer Repräsentanten ermordet. Der gleich Verrat wurde auch an den Naxaliten  in Andhra Pradesh begangen.
Und auf eine Vereinigung Nordafrikas wage ich gar nicht zu hoffen - so wünschenswert sie auch wäre. Der Artikel 'Libyens Befreiungsfront organisiert sich im Sahel' von Franklin Lamb liegt hier.

Kommentar von Dennis South:


Natürlich ist die LLF am besten geeignet, über den einzuschlagenden Weg zu entscheiden. Ich bin nur über den Weg der Wahlen verwundert. Was kümmern Wahlen die Al Qaida? Was kümmern Wahlen die Ratten? Was kümmern Wahlen die europäischen und amerikanischen Herren des TNC? Die halten ja nicht einmal ehrliche Wahlen in ihren eigenen Ländern. Sie benutzen verschiedene Tricks, wie z. B. Computer-Sabotage an den Wahlmaschinen, um die Wahlen von Kandidaten zu stehlen, die nicht der Tagesordnung der Multis folgen.

Wahlen? Welche internationale Organisation wird von Al Qaida und den Ratten respektiert werden? Wie können Wahlen gehalten werden, wenn die Ratten zweifellos jeden killen werden, der „verdächtigt“ wird, für die libysche Jamahiriya zu sein?
Ich verstehe natürlich, dass die Überlegung der LLF es ist, nicht „undemokratisch“ zu erscheinen. Aber die LLF würden am besten hierauf hören: Die Herren der TNC, i. e. die USA und Europa, werden nicht für faire Wahlen einstehen. Sie werden alles tun, um sicher zu gehen, dass die Ratten gewählt werden.

Sie haben alles getan, um sicher zu stellen, dass die Ratten Libyen aufgezwungen wurden, einschließlich der Ermordung von 90 000 Libyern, der Zerstörung der ganzen libyschen Infrastruktur, der Zerstörung von Sirte, der Ermordung zahhloser Schwarzer von Tawerga, der Vergewaltigung von Frauen, des Abwurfs von Bomben nonstop über 8 Monate. Und jetzt sollen wir wirklich glauben, dass Wahlen in Libyen fair sein werden?
Ich frage mich, welche „Wahlen“ Mao gehalten hat. Die Libyer müssen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Aber die Chinesen gewannen ihre Befreiung, indem sie physisch Tschiang Kai-tschek aus China rauswarfen und auf die Insel Taiwan abdrängten. Die Vietnamesen gewannen ihre Befreiung, indem sie die USA militärisch aus Vietnam warfen.
Es ist immer extrem schwierig, am Rande zu stehen, in einem bequemen Sessel zu sitzen, und „schlaue Sprüche zu klopfen“, was die Libyer tun sollten. Aber ich kann nicht anders, als meine Meinung kund zu tun, auf der Basis der Realität, die wir 8 Monate lang gesehen haben. Wahlen wurden bereits vor vielen Monaten von der Jamahiriya gefordert. Jene Wahlaufrufe wurden von den Ratten und den nördlichen Ländern ignoriert, weil es für sie nicht um Wahlen geht. Für sie ist das einzige Argument die Gewalt. Nichts anderes. Sie kontrollieren vermittels der Gewalt ihrer Waffen und sonst nichts.
Gott verzeih mr, wenn ich Unrecht habe, wenn ich zur Vorsicht rate. Aber Europa und die Vereinigten Staaten werden von Gangstern geführt. Ihre Regierungen sind keine legitimen Regierungen. Keineswegs. Ihre Regierungen sind kriminelle Unternehmen, von Strolchen geführt.
Natürlich ist es Sache der LLF. Aber was ist, wenn die LLF die Wahlen verliert auf Grund von Betrug? Präsident Bush „gewann“ eine Wahlen durch reinen Betrug und das ist jetzt allgemein bekannt. Wenn die US-Regierung Betrug an 365 000 000 US-Bürgern begeht, was glaubt die LLF, dass die USA sich um 5 oder 6 Millionen Libyer kümmert? Nicht die Bohne.
Es ist Zeit zu träumen und es ist Zeit, den Traum wahr werden zu lassen, besonders durch die Jugend. Es wird keine Sicherheit für Libyen geben, bevor sich Nordafrika vereint, trotz der philosophischen, religiösen, rassischen, ethischen und Stammesdifferenzen.
Die Einheit Nordafrikas sticht die sogenannten „Wahlen“ aus, an einem Ort, wo es Teufel gibt. Ich hoffe, dass die Sahara-Einheit diskutiert wird in der LLF als politische und militärische Option
Die nördlichen Ländern spielen hart auf hart. Die nördlichen Länder geben einen Scheißdreck auf Demokratie. Das muss verstanden werden. Vielleicht war der einzige Platz auf Erden, wo man was auf Demokratie gab, die libysche Jamahiriya.
Das langfristige Ziel? Einheit. Das kurzfristige Ziel? Einheit. Totale Einheit. Es gibt keine Wahl. Und ihre Verwirklichung muss jetzt beginnen, muss aufrechterhalten und gestärkt werden bis zu ihrer Vollendung. Ich nehme an, dass sie jetzt damit beginnen.
Die nördlichen Länder machen es ganz deutlich, worauf sie aus sind. Der Begriff von der „Souveränität“ der nordafrikanischen Länder muss ersetzt werden mit dem Begriff von der nordafrikanischen Union. Der Regel sollte sein: Wenn du einen angreifst, greifst du alle an. Wenn du Libyen angreifst, greifst du auch Ägypten an und Ägypten wird an der Seite von Libyen stehen.
Wir alle wissen, wie Muammar Gaddafi die Araber für ihre heimtückische Uneinigkeit geißelte. Muammar hörte nie auf, auf diese Einheit zu hoffen. Über diese Einheit muss bald „in den Straßen“ Nordafrikas gesprochen werden; unter den Zelten Nordafrikas. Die Reden müssen um Folgendes gehen: Nordafrikanische Einheit und Unabhängigkeit. Aufeinander vertrauen; auf Afrika; auf die sozialistischen Länder Südamerikas. Es ist an der Zeit – jetzt!

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