Sonntag, 6. November 2011

Libyen: „Rebellen“ säubern die Bevölkerung während der Widerstand wächst


Dank an mavera.


Während die westliche Welt versucht, sich ein Bild eines „neuen demokratischen Libyen“ zu machen, gedeiht der Rassismus in Bengasi. Das ist inzwischen eine offizielle Ideologie unter Extremisten geworden, die jetzt das Land lenken. Die Behörden in Bengasi haben den schwarzen Bewohnern ein Ultimatum gestellt (das sich besonders gegen die Leute aus dem Tschad richtet), die Stadt vor dem 11. September zu verlassen. Danach drohen sie mit Hinrichtung aller, die nicht weg sind. Und das sind keine leeren Worte. Die Rebellen haben bei sehr vielen Anlässen gezeigt, wie sie schwarzhäutige Menschen behandeln.

In einem Kommuniqué, das kürzlich die Internationale Organisation für Migration herausgab, hieß es, dass 200 000 Afrikaner aus 19 Ländern aus Libyen geflohen sind. Diese Menschen lebten und arbeiteten in Libyen vor dem Krieg. Experten glauben, dass die wirkliche Zahl noch höher ist, da der Report nur auf die von der IOM registrierten Personen verweist. Schwarzafrikaner sind geflohen und fliehen aus den Gebieten, die von dem jetzigen Regime kontrolliert werden. Die Zahl der Flüchtlinge wächst weiterhin.

Die Afrikanische Union protestiert gegen die Verfolgung von Schwarzen, die von dem „demokratischen“ Regime in Libyen verübt wird. Während die westliche Welt glaubt, dass alles in dem „freien Libyen“ ruhig ist.
Hinrichtung von Schwarzen in Tripolis

Gleichzeitig geht der Widerstand weiter. Er wird heute von Muammar Gaddafis Sohn Saif al Islam geführt. Trotz massiver Unterdrückung durch verschiedene militante islamistische Gruppen wächst der Widerstand des Volkes im westlichen Teil Libyens. Unterirdische militärische Gruppen bauen sukzessiv eine Organisation auf und knüpfen Kontakte untereinander. In Tripolis und den Vororten fungiert eine Kampfeinheit „Saif“, die in kleinere Einheiten eingeteilt ist.
Saif mit Touaregs


Aus dem Schwedischen von Einar Schlereth

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