Donnerstag, 17. Mai 2012

Somalia wird wieder kolonisiert – mit afrikanischer Hilfe


Die wahre Größe Somalias - der graue Teil istOgaden
von Glen Ford
9. Mai 2012


Seit mindestens 2006 ist Somalia im Zentrum der US-Bemühungen zur militärischen Beherrschung Afrikas gewesen, wobei andere afrikanischen Staaten Schlange standen, um bei dem blutigen, neokolonialen Fest mitzuhelfen. Sierra Leone ist das neueste. „Soldaten aus Sierra Leone sind das neueste Rädchen bei der imperialen Wiedereroberung Afrikas geworden, mit Somalia als Basis.“

„Washingtons Aktionen sind so kalkuliert sicherzustellen, dass ein starkes Somalia niemals mehr entsteht.“

Mit großen Fanfarenstößen der internationalen Medien hat das westafrikanische Land Sierra Leone 850 Soldaten zu den Streitkräften der Afrikanischen Union (AU) entsandt. In Wirklichkeit sind sie ein Rädchen bei der Wiederoberung Afrikas geworden.

Nach der US-unterstützten Invasion Somalias durch Äthiopien 2006 haben Washington und seine europäischen Alliierten mitsamt den alten
Somalier wird von AMISOM-Soldaten gefilzt

Kolonialmächten Italien und England ein Marionettenregime in der Hauptstadt Mogadischu installiert und gleichzeitig Puntland und Somaliland ermutigt, sich abzuspalten. Die Hauptstadt ist von der AMISOM, der Militärstreitmacht der AU in Somalia, besetzt worden, die von der UNO bezahlt werden die praktischerweise eine Verlängerung der US-Außenpolitik auf dem Kontinent geworden ist. Die größten Kontingente der AMISOM kommen aus den US-Marionetten-Staaten Uganda und Burundi, und befehligt werden sie von einem Ugander. Ein weiteres Kontingent kommt aus Somalias Nachbar im Norden Dschibouti, ein winziges Land, das kaum mehr ist als eine Militärbasis von Frankreich und den USA.  Dschibouti ist das Hauptzentrum der Operationen für die AFRICOM, das US-AFRIKA-Kommando.

Obwohl die Amerikaner ständig Lippenbekenntnisse für die Idee einer permanenten nationalen somalischen Regierung und die territoriale Integrität des Landes abgeben un, sind die Aktionen Washingtons so berechnet, dass kein starker somalischer Staat mehr entsteht. Große Gebiete des Landes sind von Somalias historischen Feinden Äthiopien und Kenya besetzt. Die Ogaden-Region Äthiopiens ist hauptsächlich von einem Volk mit somalischem Ursprung bevölkert, gegen das Äthiopien einen brutalen Krieg zur Aufstandsbekämpfung führt. Teile Nordkenyas sind ebenfalls von ethnischen Somalis bewohnt. Sowohl Äthiopien als auch Kenya sehen ein intaktes und vereintes Somalia als gegen ihre Interessen gerichtet an. Aber diese Länder zusammen mit Uganda haben die USA mit den Worten eines somalischen Analytikers den Krieg gegen die islamistische Shabaab als „Unterauftrag“ weitergegeben, was laut USA ein Teil ihres Krieges gegen den Terror ist.

„Erdölgesellschaften haben auch ein Interesse an einer schwachen somalischen Regierung und haben bereits Operationen in den abtrünnigen Regionen Puntland und Somaliland begonnen.“

Von Kenya und Äthiopien wird erwartet, dass sie das, was ei als ihre eigenen nationalen Interessen nennen, weiterhin verfolgen, nämlich große Teile Somalias unter ihre direkte oder indirekte Kontrolle zu bringen, wobei sie ihre Verpflichtungen gegenüber ihren US-Herren erfüllen. Insbesondere Äthiopien hat seine äußerste Verachtung für somalische Zivilisten unter ihrer Kontrolle zur Schau gestellt. Sie bezahlen ihre eigenen Warlords und kriminellen Gangs. Und von Kenya glauben die Somalis, dass sie ihr Öl wollen.
Die wahren Absichten der Amis
Aber die Wahrheit ist, dass die Leute, die letzten Endes das Öl bekommen werden, die multinationalen Erdölunternehmen sein werden, die von den USA und den europäischen Alliierten bevorzugt werden. In der nationalen Hauptstadt Mogadishu diktiert  die international Gemeinschaft – das heisst die USA und ihre Alliierten – die Niederschrift einer neuen somalischen Verfassung, eine  die effektiv das Land in drei Territorien aufteilt: Puntland, Somaliland und das südliche Zentrale Somalia. Dieselben internationalen Aufpasser haben gewarnt, dass alle „Störenfriede“ dieser neuen Ordnung aufs Härteste bestraft werden. Wir sehen also, dass die Rekolonialisierung Afrikas gut in Gange gekommen ist – mit der begeisterten Kollaboration anderer Afrikaner.

Siehe hierzu ergänzend diesen Artikel.

Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Nice article. The left in Sweden doesn´t want to talk about Somalia because the resistance is islamistic. Its very sad.

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  2. Fuuuck!!! Fuhuuck!!!

    Free Somalia! !!!!

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