Freitag, 15. November 2013

Venezuela steht demonstratives Blutvergießen bevor


Nil Nikandrov
13. November 2013


Es gibt keinen Zweifel, dass nach und nach bewusst eine Konspiration gegen die bolivarianische Regierung umgesetzt wird. Die Ereignisse in Venezuela erinnern sehr an das Szenario der Schwächung, Bloßstellung und des schließlichen Sturzes der Regierung von Salvador Allende in Chile 1973.

Konstanter Mangel an Grundnahrungsmitteln, Strom- und Wasser-Unterbrechungen, das Zunehmen von Straßengewalt sowie Korruptionsskandale und unkontrollierte Inflation beeinflussen das Denken der Venezolaner.

Der Präsident der Nationalversammlung Diosdado Cabello hat offen die radikale Opposition der Planung einer schleichenden Konspiration angeklagt: „Die Ereignisse von April 2002 wiederholen sich und dieselben Akteure spielen die Hauptrollen.“

Cabello erklärte, dass die rechten Kräfte im Lande planen, die Macht zu ergreifen und die Erfolge der bolivarianischen Revolution zerstören wollen:

„Sie wollen zurück zur Gesetzlosigkeit der Vierten Republik, den politischen Verfolgungen, Morden, des vollständigen Verschwindens der Gegner, den Diktaten des Neoliberalismus und der ständigen Gewalt.“ Laut Cabello sind die unternehmerischen Kreise direkt in die Konspiration verwickelt, versuchen aber „im Hintergrund zu bleiben“.


Es gibt ständige Gewaltandrohungen gegen Funktionäre der Regierung und Mitglieder der herrschenden PSUV-Partei.

Die bevorstehenden Kommunalwahlen am 8. Dezember werden ein ernster Test für die Regierung und eine Demonstration dafür, wie stark die Bevölkerung sie wirklich unterstützt.

Wenn die Wahlergebnisse zeigen, dass die Opposition führende Positionen gewinnt, wird ihr Druck auf die Regierung bedeutend zunehmen.

Diosdado Cabello hat eine solche Möglichkeit nicht ausgeschlossen und warnte die Konspiratoren mit der einzig möglichen Antwort: „Wenn sie den ersten Schritt tun, werden wir keine Zeit mit Nachdenken verschwenden. Unsere Antwort wird vernichtend sein: das Volk, die Armee und die Regierung werden gemeinsam den Faschismus zurückschlagen.“

Die Verschwörung wird vor allem durch die Kanäle der CIA und des Geheimdienstes der US-Armee geplant. Das Internet Journal 'Caracola.com' berichtete über eins ihrer Zentren der Destabilisierung und ihr geplantes Programm im September dieses Jahres. Das Zentrum operiert in Cucuta, einer kolumbianischen Stadt nahe der Grenze zu Venezuela.

Die Führer der drei subersiven Organisationen – Centro de Pensameniento Primero Colombia, FTI Consulting und Fundación Internationalismo Democrático (ein kolumbianischer Thinktank, FTI = ein US-Thinktank und ein venezolanischer) – treffen sich dort regelmäßig.

An der Spitze dieser Organisationen steht der frühere Präsident Kolumbiens Alvaro Uribe, der Mitte der 1980-er Jahre von der CIA rekrutiert wurde durch Informationen über seinen Drogenhandel.

Im Juni dieses Jahres entwickelten diese Organisationen einen strategischen Venezuela-Plan mit dem Ziel, Henrique Capriles als de facto Präsidenten zu unterstützen, dessen Sieg in den vergangenen Wahlen angeblich „gestohlen“ wurde.

Mit dem Slogan „Wir sind die beste Alternative“ will die Opposition versuchen, das Ziel zu erreichen „zur wahren Demokratie in Venezuela zurückzukehren“, die vor 14 Jahren verloren ging (durch die Schuld von Chávez und seiner Anhänger).

Tagtägliche Probleme sind für die Konspiratoren nötig, um Straßenproteste zu erzeugen, an denen Studenten, Intellektuelle und andere Teil der Bevölkerung teilnehmen sollen. Auch in der Armee wird aktiv gearbeitet, um die Autorität der Regierung zu untergraben.

Teil des Strategischen Plans ist es, die Armee zu ermutigen, „die demokratischen Freiheiten zu verteidigen“ und sie darauf vorzubereiten, unabhängig zu handeln inmitten von Krisenereignissen und unkontrollierbaren sozialen Konflikten.

Der Plan umfasst auch Aufrufe an die Medien und Kooperation mit ausländischen Journalisten. Die Opposition befürwortet die Normalisierung der Beziehungen zu den USA, um die Behauptungen der Regierung, dass Washington sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt, zu neutralisieren.

Die Aktionen des US-Geheimdienstes und der Führer der Opposition werden nicht allein durch das Operations-Zentrum in Cucuta koordiniert.

Die Konspiratoren benutzen auch die CIA und DIA Stationen in Curaçao, Aruba und Bonaire in der Dominikanischen Republik, Panama und anderen Ländern in Mittelamerika, um Instruktionen zu erhalten.

Der bolivarianische Geheimdienst hat mehrere Treffen zwischen Mitgliedern der Opposition und Vertretern extremistischer Gruppen aus der kubanischen Emigranten-Gemeinde in Miami und den Chefs kolumbianischer para-militärischer Organisationen (AUC) aufgezeichnet; diese Gruppen werden benutzt in dem Strategischen Venezuela Plan, um einen Bürgerkrieg zu starten.

Laut Einschätzung einiger Analytiker in Venezuela wäre Washington nicht erfreut, dass die Friedensgespräche zwischen der Regierung Kolumbiens und der Guerilla-Führung der FARC wirklich zu einem Ende des 50 Jahre andauernden bewaffneten Konfliktes führten; das würde die Aussichten auf Beibehaltung der US-Militärbasen in Kolumbien (zumindest der meisten) zweifelhaft machen. Deswegen sucht das Pentagon nach Backup-Optionen.

Eine solche Option wäre, die Basen nach Venezuela verlegen zu können, wenn es der Opposition gelänge, die Situation in Venezuela zu einem Punkt zu bringen mit bewaffneten Zusammenstößen und Blutvergießen. Genau das soll das Ergebnis des Strategischen Venezuela Plans sein.

Eine indirekte Bestätigung, dass der US-Geheimdienst eine abrupte Verschlechterung der Situation im Lande vorbereitet, ist die Verstärkung der US- Missionen mit Personal, das in Afghanistan, Irak, Libyen etc. diente.

Immer häufiger sind Amerikaner in journalistische Aktivitäten nahe militärischer Einrichtungen wie Flugplätzen, Häfen, Radarstationen und Kommandozentren verwickelt und werden verhaftet.

Der jüngste Fall war die Verhaftung von Jim Wyss, ein Korrespondent des Miami Herald in Kolumbien, wo er eine Serie von Treffen mit Personen der venezolanischen Konterspionage in San Cristobal hatte.

Es geht um die Schaffung von Bedingungen direkter militärischer Intervention in Venezuela und die Koordinierung der zeitlichen Abfolge, womit sich die Opposition bei geheimen Treffen mit „Gesandten von Barack Obamas“ beschäftigte. Der US- Präsident, dessen Image zuhause und im Ausland katastrophal gelitten hat, erwägt mehrere Notoptionen, die ihn wenigstens teilweise in den Augen seiner Mitbürger rehabilitieren würden.

Ein „kleiner, siegreicher Krieg“ in Venezuela, ein Land mit einem „diktatorischem, quasi marxistischem Regime“, sieht sehr verlockend aus. Der Energie-Aspekt eines hypothetischen Sieges – die Wiederherstellung der dominanten Position der USA im venezolanischen Ölsektor – wird immer von US-Geheimdienstlern bei ihren Kontakten mit den Konspiratoren erwähnt.

Es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass keiner von ihnen den Amerikanern diesen Dienst versagen würde, kämen sie an die Macht.

Nil Nikandrov ist Mitarbeiter des unabhängigen russischen Thinktanks 'Strategic Culture Foundation'

Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. " In den vergangenen Monaten berichteten die venezolanische Staatsmedien über Mangel von einer Anzahl Grundnahrungsmitteln wie Zucker, Milch, Öl, Butter und Mehl. Darüberhinaus gab es Berichte, dass große Mengen dieser Güter konfisziert wurden in Warenlagern, die Geschäftsleuten der Opposition gehören und von Schmuggel über die kolumbianische Grenze."
    http://einarschlereth.blogspot.se/2013/11/us-dokument-enthullt-plan-zur.html

    Wie viel Millionen Tonnen an Lebensmittel könnte China und die BRICS etc. mal eben locker machen, um denen die gegen die Menschenrechte verstoßen mal das gar aus zu bereiten?

    Es fehlt zudem eine Alternative – alternativlose zinslose – Good-Bank zum IWF.

    AntwortenLöschen
  2. Kolumbien:
    "Nestlé in Erklärungsnot

    Protestmail des AKI an den Nestle-Manager Paul Bulcke

    Sehr geehrter Herr Bulcke,

    Ende September 2010 hatte ich einen Mailkontakt mit ihren Kollegen Hartmut Grahmann und Achim Drews. Ich hatte mich in einem Protestschreiben an Herrn Grahmann gewandt, weil Kollegen der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal uns darüber unterrichtet hatten, dass sie von Paramilitärs in direktem zeitlichen Zusammenhang mit Tarifverhandlungen, die Sinaltrainal mit Ihrer Unternehmenstochter führte, mit dem Tode bedroht wurden. Die beiden Manager antworteten mir damals:

    "Wir haben Ihre Nachricht zu Drohungen gegen Gewerkschaftsfunktionäre in Kolumbien mit Sorge zur Kenntnis genommen. .... ", "...
    Nun ist das eingetreten, was wir befürchteten, und für dessen Eintreten sie keine Verantwortung übernehmen wollten. Jetzt ist ein Repräsentant der Gewerkschaft ermordet worden. Und dieser Mord steht in einem direkten zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit dem Hungerstreik, den Mitglieder der Sinaltrainal führen, damit ein Geamtarbeitsvertrag, der mit Nestle zustande kam, auch eingehalten wird. ..."
    Quelle: http://archiv.labournet.de/igm-akint.berlin/aktuelles.htm

    Weihnachtsmänner im Angebot. "Wir lieben Lebensmittel", aber keine die durch Mord; Ausbeutung und Unterdrückung in Verbindung mit Nestle stehen!
    Nestle Weihnachtsmänner aus dem Angebot, gibt es nicht nur bei Edeka; coop; Aldi; Lidl u,s,w,.

    Machen Nestle Weihnachtsmänner & Co wirklich alle Kinder froh?

    Schweizer Staatsanwälte arbeiten effizient an der Verschleppung der Klagen! Für Nestle?
    Siehe: http://www.ecchr.de/index.php/home_de.html

    Die sollten sich das noch einmal überlegen, denn auch Weihnachten 2014 steht vor der Tür wenn Tepco dieses noch zulässt:
    Ist das alles mit der AEMR Art. 30 vereinbar?
    Siehe:
    "Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung vorzunehmen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat."
    http://www.unric.org/de/menschenrechte/16
    Verbrechen gegen die Menschlichkeit verjähren nicht. Ob das auch in der Schweiz und auch für Nestle´s Unternehmenstochter / Zulieferer gilt?

    Oder hilft Nestle gar dabei/indirekt die Weihnachtsmänner aus dem souveränen Staat Venezuela auszuplündern?

    Nestle sollte sich mal den Satz überlegt durch den Kopf gehen lassen: "Die Unterdrückung meiner Zulieferer ist zugleich die Unterdrückung der Würde von Nestle; der Schweiz; der Staatsanwälte und die globalen Kunden von Nestle, wie Edeka; coop; Aldi; Lidl u.s.w."

    Weitere Angebote zu Weihnachten: Weihnachtsmänner im Blutrotem Kostüm - 0,01 Euro.

    AntwortenLöschen