Mittwoch, 27. November 2013

Venezuelas Opposition startet landesweite Proteste


Jetzt hat der Hohlkopf Henrique Capriles mit den Protesten begonnen, die er mit seinen US-Freunden geplant hat (siehe den Artikel von Nil Nikandrow vom 15. 11) . Begonnen hat alles mit der Knappheit an grundlegenden Nahrungsmitteln, was von der Oligarchie bewusst provoziert worden ist. Dies führt uns deutlich vor Augen, was bedeutende Persönlichkeiten – wie etwa Vandana Shiva - seit langem predigen: Nahrungsmittelsicherheit und -souveränität. Das kann man in der Tat Hugo Chávez zur Last legen, dass er zwar eine Ladenkette mit deutlich reduzierten Preisen aufbaute, aber keine Nahrungssicherheit noch Souveränität. Denn die Läden waren letztlich von den großen Importeuren der Oligarchie abhängig, die gediehen, weil die Nahrungsmittelindustrie des Landes völlig unzureichend ist. Dies hätte also eine Priorität von Chávez sein müssen. Ein zweiter Fehler ist gewesen, dass er viel zu human mit der Oligarchie umgegangen ist. Er meinte wohl, sie durch das Beispiel 'bessern' zu können. Ein fataler Irrtum. Auf tausend vielleicht einen. Der Rest bleibt wie er ist. Zerfressen von der Wut, dass sie die unumschränkte Macht verloren haben und den Verlust der Milliarden Dollar aus der Erdölindustrie, die sie über Jahrzehnte in die eigene Tasche wirtschafteten.

Chávez hat nicht einmal all die Kanaillen, die am Putsch gegen ihn beteiligt gewesen sind, angerührt. Er ließ sie laufen. Glaubte er, sie würden dankbar sein? Die Geschichte liefert unzählige Beispiele für die Rachsucht der herrschenden Klassen. Haiti ist eins der jüngsten Beispiele. Frankreich und England haben sich an dem armen Land gerächt für die schmachvollen Niederlagen, die sie vor 200 Jahren durch Toussaint l'Ouverture erlitten haben, den ehemaligen Sklaven, großen Feldherrren, Staatsmann und Philosophen, an dem sich schon der kleine Kretin
Napoleon gerächt hat. Die Deutschen rächen sich an Jugoslawien, Griechenland, weil ihre große Armee von der zerlumpten kommunistischen Guerilla besiegt wurde. Der Adel in Frankreich, der ein paar tausend seiner schlimmsten Ganoven verloren hat, schlachtete 30 000 Proletarier ab. So sieht der Humanismus der Herrschenden aus.

Unser famoser Adel, der vor fast 100 Jahren von der Sozialdemokratie, diesen elenden Verrätern gerettet wurde, hat zusammen mit Hitler auch diese 'Genossen' ins KZ geworfen, die glaubten, Dank erwarten zu können. Und nach dem Fall der DDR kam der Lumpenadel aus seinen Löchern gekrochen, stieß alle Gesetze um und holte sich „seinen Besitz“ zurück.

In China, in Albanien, Griechenland – überall melden die abgedankten Könige und Adelsmänner ihre Ansprüche an. Diese Mörder, Folterer, Leuteschinder und Diebe wagen es, Ansprüche anzumelden. Oh ja, das können sie, weil jeder arme Teufel stolz darauf ist, wenn er einem Herrn Grafen die Hand reichen darf. Jede Firma stellt gerne einen Adelsmann an, auch wenn er nicht bis drei zählen kann, denn das ist gut für das Renommee.

Ich weiß nicht, wie man diesem Problem beikommen kann. Sie alle bis aufs siebte Glied ausrotten, wie es die Bibel vorschreibt, ist ja wohl nicht das Wahre. Die humanste Methode hat Mao angewandt, als er den Kaiser umerziehen ließ. Der wählte den Beruf des Gärtners und schien mit der Zeit eingesehen zu haben, was er für ein Parasitenleben geführt hat. Könnte man das mit tausenden und aber tausenden machen? Wie hoch wäre die Erfolgsrate?

Würden wir zu einer wahren humanen Gesellschaft finden, eine Gesellschaft, wo die Fähigkeiten aller Menschen, das ganze Potential des Menschseins entwickelt würde, wo Ausbeutung und Unterdrückung verpönt und verabscheut wären, dann könnte es durchaus gelingen. Aber das ist wohl nur ein Traum. Ein ebensolcher Traum, wie Chávez hatte, dass aus Kanaillen anständige Menschen werden würden.

Venezuelas Opposition startet landesweite Proteste


Nach dieser Einleitung oder Abschweifung zurück zu dem Artikel, den VIVIAN SEQUERA für AP geschrieben hat: „Venezuelas Opposition startet landesweite Proteste“.

Der Capriles jagt also tausende Menschen auf die Straße wegen der ökonomischen Krise, die er und seine Kumpane verursacht haben, nach demselben Rezept, das 1973 zum Sturz Allendes in Chile verwendet wurde. Er hat Rache geschworen, weil Maduro ihm angeblich seine Wahl gestohlen hat. Obwohl das venezolanische Wahlsystem selbst nach Aussagen von Jimmy Carter das sauberste und sicherste der Welt ist. Trotzdem hat Cariles nur schlappe 5000 Leute zusammen bekommen.

Das liegt natürlich, wie die Vivian weiß, an der Einschüchterung durch die Regierung und weil, wie sie sagt, gegen den schwachen und weniger populären Gegner zu kämpfen so hoffnungslos sei. Oh, wie bitte? Hat Capriles etwa Mitleid? Na so was.

Warum versuchte Capriles dann, seine Anhänger durch die Nachricht aufzuputschen, dass einer seiner engsten Mitarbeiter verprügelt und verhaftet worden sei? Und warum droht er jetzt schon, wenn Maduro und seine Partei die Kommunalwahlen im Dezember gewinnen, werde es noch mehr Rabbatz geben?

Dann interviewt Vivian eine Hausfrau, eine Lehrerin, die wohl nicht zu den ärmsten gehört, und lässt sie über die hohen Preise jammern. Natürlich erwähnt sie mit keinem Wort, dass schon mehrere Lager gefunden wurden, wo die Bourgeoisie massenweise Nahrungsmittel hortete, um die Preise hoch zu treiben.

Sie berichtet allerdings, dass Maduro seine Anhänger aufforderte, die Proteste zu ignorieren und stattdessen sich den Beamten anzuschließen, die eine landesweite Wirtschaftsprüfung von Einzelhändlern vornehmen, um sicherzustellen, dass sie sich an die neuen Regeln für Höchstpreise und Gewinne halten.

Maduro hat bereits vor zwei Wochen die Armee angewiesen, Kettenläden für Kühlschränke, Fernsehapparate und sonstiges zu besetzen und die Besitzer aufzufordern, die Preise zu senken. Er werde, sagte Maduro, die Kontrollen von Geschäften verschärfen, die er beschuldigte, die Konsumenten auszunehmen und die Wirtschaft zu sabotieren. Außerdem habe man zwei Männer verhaftet, die zur Aufgabe hatten, Demonstranten zu Gewalt anzustiften und dann die Regierung dafür verantwortlich zu machen.

Ja wirklich? Wo gibt’s denn so was? Tja, die ältesten und faulsten Tricks, sie funktionieren immer noch, wenn das rechte Klima geschaffen wird.


Kommentare:

  1. Erst kommt das essen, dann kommt die Moral...?

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  2. Es wird sich wohl immer rächen die Bourgeoisie nicht zu enteignen.Dieses Pack wird sich jeglicher sozialer Veränderung organisiert entgegenstellen.Man kann keine Revolution anfangen u.auf halben Wege aufhören in dem Glauben die Bourgeoisie würde ihre Niderlage erkennen u.sich dem neuen sozialen u.politischen Konzept unterordnen.
    Die Geschichte ist voller Beispiele.Soziale Gerechtigkeit kann man nicht erreichen wenn die Produktionsmittel in privater Hand bleiben,

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