Samstag, 2. März 2013

Wieviele Tote sind den Preis wert, so zu leben?


Colin Todhunter
26. Ferbruar 2013


Als die frühere Außenministerin Madeleine Albright gefragt wurde, obe eine halbe Million tote irakische Kinder, die durch die US-Sanktionen zugrundegingen, es wert waren, den Versuch zum Sturz von Saddam Hussein zu machen, antwortete sie: Das war es wert.(1)

Fragt David Cameron oder Nicolas Sarkozy, ob die Zerstörung Libyens und all die Toten den Preis wert waren (für billiges Öl und für das Ebnen des Weges hinein nach Afrika für AFRICOMs – was sie niemals zugeben würden – sie ziehen es vor, sich hinter „humanitären Maßnahmen“ zu verstecken). Die Antwort wird nicht anders lauten. Bis heute hält Tony Blair seine illegale und unbegründete Entscheidung für richtig, sich auf die Seite von George Bush und seiner Neocon-Kumpel geschlagen und hunderttausende Tote in Irak verursacht zu haben.
Von Vietnam und Afghanistan bis Mali, Kongo und Syrien – unsere sogenannen gewählten Vertreter bringen nichts als Mord und Chaos in Länder der ganzen Welt mit ihren Armeen oder Terror-Stellvertreterarmeen – und sie sind beschützt von ihren Anwälten, Gerichten und den Medien. Ob es Terrorangriffe unter falscher Fahne in Westasien sind oder Drohnen-Angriffe mit ähnlichem Ausgang in Pakistan, so bedeuten Menschenleben für diese Politiker und ihre Sponsoren aus dem big business nichts. Für sie sind das Stehlen von Ressourcen, Anhäufung von Reichtum und Selbst-Beweihräucherung viel wichtiger.

Und viele von uns wissen das.

Denkt an all die Millionen, die weltweit auf die Straße gingen, um gegen die Entscheidung, den Irak zu invadieren, zu demonstrieren und an die Zehntausende, die an der Occupy-Bewegung teilnahmen. In der ganzen Welt erheben sich Gruppen von Menschen für die Rechte der Arbeiter, gegen die Kriege, den Landraub, genetisch veränderte Nahrungsmittel und vieles andere.

Aber es gibt aus jene, die wegschauen, die nicht aus der Ruhe gebracht werden wollen, die ihre Köpfe in den Sand stecken, wenn sie ihre Autos fahren, in ihre Handies sprecheen, ihre Kleider kaufen und ihren Schmuck tragen. Ob es um Öl geht, Baumwolle, Coltan oder Diamanten – irgendwo ist irgendjemand dafür getötet worden, damit die mächtigen Unternehmen die Ressourcen gewinnen und sich aneignen können für die Produkte, die an der Tankstelle oder im Laden gekauft werden.

Den Kopt in den Sand stecken oder wegschauen, indem man sich anschaut, wie Murdochs Millionäre bei den englischen Wahlen üble Tricks spielen oder sich X Factor anschaut oder irgendeinen anderen verblödenden Mist ist halt eine Frage des Geschmacks, sagen vielleicht manche. Es ist harmlos. Einfach Spaß. Sie sagen vielleicht auch, was denn dabei ist, wenn sie ihr hart verdientes Geld für Coca Cola, das neueste Handy-Spielzeug, das neueste Automodell, jene hübschen Baumwolljeans oder die exotische Nahrung im Supermarkt ausgeben. Es ist doch nicht so, dass sie Waffen verkaufen, Armut verbreiten oder einen Kriegstreiber-System von Konsumkapitalismus oder? Natürlich ist es so, aber sie sehen es nicht – genauer, sie wollen es nicht sehen.

Denkt an all die toten oder verarmten indischen Bauern (2), deren GMO-Baumwolle – die ihnen vom großen Agro-Business aufgeschwätzt wurde – und die in die Jeans 'Made in China' ging. Denkt an all das Land, dass die Multis an sich rissen, um die exotischen Früchte zu produzieren, während jene, die gepflanzt und geerntet haben, kaum etwas im Bauch haben. Wie Vandana Shiva sagt – es ist kein Zufall, dass die meisten Hungrigen der Welt jene sind, die in der Nahrungsmittelproduktion arbeiten! Denkt an das Chaos im Kongo, das im neuesten Handy steckt. Denkt an den GMO-Syrup, das Zertrampeln der Arbeiterreche oder die Erschöpfung/Verseuchung der Wasserressourcen in Ländern, wo Wasser knapp ist, weil es zur Produktion von spritzigen Getränken verwendet wird. Undsoweiter.

Besser den Mund halten und nicht dran denken!

Ich kenne jemanden in England, der einen relativ gut bezahlten Posten in dem indischen Unternehmen Tata innehat (es baut Autos in England). Als ich ihm von dem indischen Regierungsbericht von 2009 erzählte, der vom Ministerium für Landwirtschaftsentwicklung erstellt wurde, in dem Unternehmen wie Tata und Essar beschuldigt werden, das Land von Indigenen an sich gerissen zu haben, was einer der größten Landdiebstähle der Weltgeschichte war, da wandte er sich an jemand anderen und sagte – um mir bewusst eins auszuwischen: „Und was soll ich dagegen wohl machen?“ Er hat weder Schulden noch Verantwortung für eine Familie. Und er arbeitet immer noch für Tata.

Ob man Dinge in Billig – oder Edelgeschäften kauft (3) oder Unternehmen (4), die immer wieder überführt wurden, Arbeiter im Ausland auszubeuten und ihre eigenen Bestimmungen einführen, egal ob mit Behauptungen wie 'ethische Standards' oder 'soziale Unternehmensverantwortung' oder sonst einem medien-wirksamem Schlagwort oder ob man für ein kriminelles Unternehmen arbeitet, das GMO-Artikel vertreibt oder imperialistische Kriege unterstützt, indem es beteiligt ist an 'Think-tanks' wie dem Brooking Institute, Chatham House, der Trilateralen Kommsission oder dem Rat für Auslandsbeziehungen – es gibt viele Leute, die nur zu glücklich sind, dabei zu sein. Und die Rechtfertigung – ich muss essen, Kleider kaufen, Geld verdienen.

Das müssen wir alle. Aber es geht darum, wie weit wir bereit sind, Kompromisse einzugehen und wie lange wir schweigen wollen. Andernfalls sind wir auch Komplizen, die die scheinbaren Verdienste des internationalen Kapitalismus rechtfertigen und eine Mentalität, die meint, dass der Tod zahlloser Kinder viel weniger wert ist, als ein sehr profitables Fass mit billigem Öl.




1) http://www.youtube.com/watch?v=R0WDCYcUJ4o
2) http://www.globalresearch.ca/genetic-engineering-and-the-gmo-industry-corporate-hijacking-of-food-and-agriiculture/5317339
3) http://www.morningstaronline.co.uk/news/content/view/full/100816
4) http://www.deccanherald.com/content/84283/a-bitter-taste-us-mr.html


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Die Seite scheint bei den Geschäftemachern und wer weiß was das soll in den Verteiler gekommen zu sein, denn das ist ja nicht überall so, dass die Kommentarfunktion zugespamt wird, mit Dingen, die hier völlig nutzlos sind außer eben dem Zuspamen falls gewollt.

    Vielleicht müsste man für eine begrenzte Zeit die Kommentarfunktion für "Anonym" reduzieren, also das absolut anonyme raus nehmen, indem nur Name + E-Mail zugelassen wird außer den anderen wie z.B. vorhandene Accounts bei Google usw.
    Es hat doch jeder eine E-Mail, der hier Kommentare abgibt. Das automatische Zuspamen geht vielleicht nur über die Funktion "Anonym", denn sonst hätten fast alle das Problem. Und wenn man nichts tut, kann es noch schlimmer werden.

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  2. Tja, ich habe jetzt überall gesucht, aber so eine Funktion 'nur für Mitglieder' nicht gefunden. Und 'Anonym' steht ja hier unten in der Liste. Kann man nicht einzeln wegnehmen. Muss mal mit einem Experten sprechen. Im übrigen werden Artikel völlig wahllos zugemüllt. Habe heute fast 3000 Spam-Kommentare gelöscht. Die Zeit würde ich gerne sparen. Man muss aber wahrscheinlich noch dankbar sein, dass man keine Viren, Würmer und Trojaner reingeworfen bekommt. Hahaha.

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