Freitag, 24. Mai 2013

Wieder eine gestohlene Wahl in Kenya


Als Ergänzung oder zur Begleitung solltet ihr den Text von André Vltchek lesen, den er mir heute zuschickte. Ein aktueller Bericht vom größten und schlimmsten Slum der Welt mitten in Nairobi.  André hat ja auch in Nairobi eine Wohnung und Thomas Mountain muss ja auch gerade dagewesen sein. Ein Wunder, dass sich die beiden noch nicht über den Weg gelaufen sind. Ich versuche, es einzufädeln, weil ich denke, dass sie sich sehr viel zu erzählen haben und vielleicht auch zu einem gemeinsamen Projekt finden. Wir werden sehen.



Thomas C. Mountain


21. Mai 2013


Dass sie gefixt war, wurde von Gottvater persönlich bestätigt, dem Sohn eines Kenyaners, Barack Obama, als er einen anderen Kenyaner, Uhuru Kenyatta, angeklagt wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ von den Lakaien der Pax Americana, dem Internationalen Strafgerichtshof, zur erfolgreich durchgeführten gestohlenen Wahl in Kenya gratulierte.

Wie bei jeder einzelnen Wahl in Kenya seit der Unabhängigkeit vor einem halben Jahrhundert, stahl die herrschende „La Familia“ die „freien, fairen und direkten“ Wahlen. „La Familia“ in Kenya bedeutet die Großfamilie der ethnischen Kikuyu-Minorität, die Kenya seit „Kenyas Gründer“ Jomo Kenyatta bis zu seinem Sohn Uhuru Kenyatta, dem Mann der Stunde der Pax Americana, beherrscht, der jetzige Chef der „la Familia“, die jetzt über eine Million Hektar von Kenyas bestem Land besitzt.
Die USA und ihre westlichen Vasallen sind am Horn von Afrika in stürmisches Wetter geraten, mit einem wackligen Äthiopien und Uganda, das unter der Belastung der Aufstandsbekämpfung zu zerbrechen droht, die von der AU (African Union) in Somalia geführt wird, die schon 25000 „Friedensbewahrer“ verschlungen hat und ein Ende ist nicht abzusehen.

Kenya hat mehr als eine Division seiner besten Truppen im Krieg gegen das somalische Volk in Südsomalia und zunehmend auch gegen kenyanische Somalis. Deswegen stand kein Abzug dieser Truppen zur Debatte wegen der ethnischen Gewalt beim vergangenen Wahlbetrug; und dies machte die Armee der „Opposition“ unter Führung von Raila Odinga auch klar, der vor aller Welt heulte und „Foul“ schrie, wieder einmal, nachdem die Wahlergebnisse bekannt gegeben wurden.

Kenyas Stabilität durfte nicht wegen einer Wahl-Lappalie verscherzt werden. Alles ging natürlich grundehrlich zu.

Die Wahlkommission zur Überwachung der Wahlen bestand aus handverlesenen Leuten der „La Familia“, ebenso jedes Mitglied des Höchsten Gerichtes und alle Generäle der Armee. So verlief alles nach Plan, und ein weiterer Vasall der Pax Americana wurde zum „Präsidenten“ eines weiteren afrikanischen Lehens gesalbt.

Afrika ist immer noch überwiegend eine tribale Gesellschaft und Kenya besonders. Der Tribalismus wird verantwortlich gemachtt für die regelmäßigen Eruptionen von Massenmord zwischen den ethnischen Gruppen. Und doch überwinden die Stämme Kenyas irgendwie diese starken Strukturen und geben stattdessen ihre Stimme der ethnischen Minorität der Kikuyus?

Es gibt Leute in den westlichen Medien, die uns erzählen wollen, dass es Kenya recht gut geht mit einer wachsenden Wirtschaft und einem besseren Leben für die Menschen in Kenya.

Glaubt ihnen nicht. Vielleicht braucht man sich nur einmal anschauen, wie das Leben für Millionen von Kenyanern in den von Krankheiten und Verbrechen verpesteten Slums der Hauptstadt Nairobi aussieht. Oder die ungezählten Tausende von Hungertoten jährlich, oder gar die zehntausende Opfer der großen Hungersnot, die Nordkenya vor ein oder zwei Jahren heimsuchte.

Seit ich zuletzt über „La Familia“ schrieb, hat die Regierung die Unabhängigkeitsbewegung in Mombasa verboten und hat ihre populären Führer tief, tief in den Untergrund getrieben oder in die Flucht nach Tansania, wo sie knappt den Todesschwadronen entronnen sind. Alles, was man damit auf lange Sicht erreichen wird, ist die Jugend Mombasas in die Arme der hardcore „Dschihadisten“ zu treiben, die seit langem von der Unausweichlichkeit des bewaffneten Kampfes für nationale Befreiung, in diesem Fall einer islamistischen, sprechen.

Unterdrückung erzeugt Widerstand, das ist ein Gesetz der Natur. Je mehr Kenyas „Familia“ das Volk von Mombasa unterdrückt, desto heißer wird das Feuer des Widerstands brennen. Solche Feuer können für eine Weile ausgetrampelt werden, aber sie werden unausweichlich erneut ausbrechen mit der einzigen Antwort, die „La Familia“ kennt: noch mehr eiserne Faust. Eine wirklich düstere Zukunft.

Kenya ist auch so ein afrikanischer Sklave des IWF, dem es irgendwie immer gelingt, dem Bankrott zu entkommen durch ein weiteres „Not-Darlehen“ von dem IWF. Die Regierung von Kenya hat jetzt ca. 50 Minister, die es schaffen, das halbe Staatsbudget zu verschlingen, während Millionen an Unterernährung, verseuchtem Trinkwasser und ohne Gesundheitsfürsorge leiden.

Während die Nahrungsmittelpreise ständig steigen, verlangt der IWF noch mehr Streichung von Subsidien für Nahrrungsmittel. Er sollte Internationaleer Elends Fond genannt werden. Die Kenyaner sind nur eins von vielen afrikanischen Völkern, die unter der IWF-Knechtschaft leiden.

Aber keine Angst. „Die Demokratie hat in Kenya triumphiert“ und es war die Wahl des Volkes. Wirklich?


Quelle - källa - source

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