Samstag, 12. April 2014

Was Putin wirklich zur EU sagte - verhandelt oder ...

The Saker

Donnerstag, den 4. April 2014
Der russische Bär in der Ecke?
Ich habe heute früh schon den Brief aufgelegt, den Putin an die Staatschefs der 18 Länder schickte, die Gas von Russland kaufen, aber ich hatte nicht die Zeit, einen Kommentar dazu zu schreiben; ich tue es jetzt.

Meiner Meinung nach antwortet Russland auf den bevorstehenden Angriff der neo-Nazis auf die östliche Ukraine und auf die PACE-Entscheidung, die im Grunde ein Schlag ins Gesicht Russlands ist. Putin hat lediglich die erste von mehreren Waffen vorgestellt, die Russland in Reserve hat: Energie und Geld. Im Grunde sagt er dem Westen, "entweder setzt ihr ruhig hin, schluckt eure dumme PACE-Entscheidung und kommt, um mit uns zu verhandeln oder ihr werdet sehr bald eine Menge Kummer haben". Mit dem Vorwand, über Gas zu verhandeln, zwingt er Europa über die Zukunft der ukrainischen Ökonomie zu verhandeln und das wiederum heißt, über die politische Zukunft Europas zu verhandeln. Im Kern sagt Putin mit seiner Botschaft der EU: stimmt der Föderalisierung der Ukraine zu oder verliert 30 % eurer Energie-Lieferungen. Verknüpft damit ist: man muß einen Preis bezahlen, um die Hure der USA zu sein.
Die EU muss jetzt SEHR vorsichtig sein, da Russland offenbar bereit ist, auf eine größere Krise zu reagieren: Putin hat seiner Regierung gesagt, dass alle Lieferungen von der Ukraine wahrscheinlich gestoppt werden. Es gibt zwei Ebenen dieser Botschaft: eine geringere, in der er dem russischen MIC [bedeutet wohl Military Industrial Complex - derlei Abkürzungen sollte man eigentlich erklären. D. Ü.], dass er sich darauf vorbereiten muss, im Inland das zu produzieren, was er bislang billig von der Ukraine erhalten hat. Das hat jeder bemerkt, aber das ist nicht der wichtige Teil. Der wichtige Teil ist, dass er den Ukrainern sagte, "erwartet einen totalen Abbruch aller Verträge und Abkommen zwischen dem, was von eurer Industrie noch übrig ist und uns".

Im Grunde könnte das sehr gut der Totdesstoß für den letzten und einzigen Sektor der ukrainsischen Industrie sein, der profitabel war. Putin wird beobachten, was in den nächsten Tagen passiert (scharfes Vorgehen oder nicht) und er wird beobachten, was vom Westen kommt (Verhandlungen oder nicht). Aber wenn die Freaks in Kiew und die Clowns im Westen nicht sehr schnell ihn ernst nehmen werden und endlich an den Verhandlungstisch kommen, wird Putin alles dicht machen, was von der ukrainischen Ökonomie noch übrig ist. Das wird eine sofortige Panik der Rating Agenturen und Märkte hervorrufen und die Ukraine wird bankrott sein.

Aber da erwarte ich eine sehr kräftige Reaktion der westlichen Banker und Ökonomen, die, da bin ich ziemlich sicher, die Botschaft sehr gut verstehen werden, und sie werden eine Menge Druck auf die politischen Führer in der EU ausüben und selbst in der USA, die sich vielleicht sicher glaubt vor einer Krise in Europa, aber wenn man sich anschaut, wie stark die USA in Europa investiert haben, wird man sehen, dass dem nicht so ist. Es gibt auch ein sehr reales Risiko eines Domino-Effektes für das übrige Europa, wenn eins seines schwächsten Glieder - die sogenannten PIGS - schlapp machen. Frankreich ist im Grunde bankrott, so dass das Risiko von einer russischen Aktion beim Gas wirklich ernst für alle westlichen Ökonomien ist.

Man soll sich nicht täuschen: eine ökonomische Krise in Europa in Gang zu setzen, ist keineswegs im Interesse Russlands. Tatsächlich wäre es sehr schlecht für das Land, aber wenn es das ist, was notwendig ist, dann kann man sicher sein, dass Russland es tut. Im Augenblick ist die Haltung des Westens zur Ukraine simpel: keinerlei Verhandlungen und volle Unterstützung der Nazis an der Macht. Das ist nicht etwas, das Russland akzeptieren kann, wenn es nicht in den nationalen Selbstmord einwilligt. Indem man diese maximalistische, und ehrlich gesagt, irrsinnige Stellung bezieht, drängt man den sprichwörtlichen "russischen Bären" in eine Ecke und die einzige Wahl, die dieser Bär jetzt sieht, ist mit Klauen und Fängen wieder herauszukommen. Ich kann mir keine dümmere Politik vorstellen gegenüber irgendeinem freien Tier, geschweige denn einem Bären.


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. WIEDER MAL EI WUNDERBARER KOMMENTAR VON IHNEN. DANKE

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  2. Die usa/CoL spielen Basketball...
    Dummerweise ist die EU der Ball.

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  3. "Aber da erwarte ich eine sehr kräftige Reaktion der westlichen Banker und Ökonomen ..."
    Bänker und Ökonomen sehen die maximale Ausbeutung aller Systeme vor, um im Wettbewerb der Todsünde der Gier, die zugleich auch andere Menschen entwürdigt, den maximalem Profit auch selbst mit der Vernichtung von Leben und Eigentum anderer herauszuschlagen.

    "Ich kann mir keine dümmere Politik vorstellen ..." Wir haben gar Politiker/innen die alternativlos das bewerkstelligen was ihnen von Bänkern und Lobbyisten eingetrichtert wurde. Einem Papagei könnte man Intelligenz unterstellen, aber wir haben studierte Doktoren (z.T. copy/paste) etc. im Bundestag.
    Nicht nur auf die CDU/CSU sondern auch in der SPD, Grünen und der FDP trifft wohl unter den vielen Juristen im BT auch folgendes zu, welches ein kleiner Teil der Medien etc. erkannt hatte:
    "Mainzer Mediedisput doku 2010
    "Mit Schirm, Charme und Melone Richtung Abgrund"
    S. 132 "... Die besten Aussichten auf ein politisches Spitzenamt hat heute, wer ... Das ist nicht ganz neu. Schon 1976 hatte der CDU-Chefstratege und Wahlkampfexperte Peter Radunski gefordert: „Nicht interne Kompetenz, sondern außenwirksame Ausstrahlung muß die Entsendung von Unionspolitikern zu Fernsehrunden und Fernsehveranstaltungen aller Art bestimmen.“5
    [...]
    5) Zit. n.: Thomas Mergel: Propaganda nach Hitler. Eine Kulturgeschichte des Wahlkampfs in der Bundesrepublik, Göttingen 2010, S. 199f."
    Quelle: Mainzer Mediedisput doku_2010
    http://www.mediendisput.de/downloads/doku_2010.pdf

    Was will man von solchen Politikern und ihren Richtern halten, wo Menschenrechtsverletzungen und Willkür wie vor 1945 bei der Judenverfolgung und heute unter Hartz IV wieder vergleichbar sind(?):
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006132.html Rn. 126 - 144

    Auch dieses Päckchen ist die Würde von Richtern, Staatsanwälten, Politikern, der Lobby von Allianz - Deutsche Bank - VW etc.. und den anderen durch Spenden der Lobby an ihren Unterdrückerparteien der christlichen CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP.

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  4. Das was nicht verstanden wird:
    1. Diejenigen die die Richtung angeben sind nicht dumm, nur die Mitläufer sind das.
    2. Diejenigen die die Richtung an geben WOLLEN diesen neuen Krieg und steuern genau darauf zu.

    Wenn man verstanden hat, das genau DAS geschieht was von ihnen geplant wird entsteht die Frage warum sie das wollen. Antwort darauf findet sich in den Schriften eines Hernn B. der davon ausgeht, dass die Weltbevölkerung reduziert werden muss, entweder durch Seuchen, Hungersnöte, Kriege oder Genfood.
    Und in den Ansichten gewisser Kreise die ein Arnagedon wollen, weil erst danach der Messias kommen kann.
    Denkt mal darüber nach und sucht in dieser Richtung.

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  5. Es war von vorneherein klar, daß eine gewisse Abhängigkeit von Ernergielieferungen von Rußland, zu Problemen führen könnte. Das die EU nun aber solche Probleme selbst iniziiert, wer hätte das gedacht. Sie habe die Lage, in dem sie auf die reziproke Abhängigkeit von Rußland setzten, total falsch eingeschätzt. Eine Provokation Rußlands ist es allemal und dazu noch eine völlig unnöte und dumme. Das war eine Aktion um Rußland auf Distanz zum westl. Europa zu halten. Es könnte ja so etwas wie Freundschaft entstehen. Sie Reden von Frieden und Freundschaft. Wollen tun sie es nicht. Und übrigens, schon gemerkt? Immer wenn sich irgendwo eine Initiative gegen den US Dollar entwickelt, entsteht massiver Streit. Mal sehen wie´s diesmal ausgeht.

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  6. Es wird Krieg geben....
    Als "Zeichen" des Kriegsjahres wird sein, ein Winter der kein Winter ist, ein zeitiges Frühjahr und im April stehen die Kühe im hohen Gras..
    Im September wirds lustig, da kommt der Russe aber vorher bricht bei uns schon alles zusammen.

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