18. Juli 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
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| anti-Zuma-Demonstration |
Der Opportunismus war grell sichtbar. Die Weißen kamen zum ersten Mal in der Geschichte Südafrikas in großer Menge, um gegen irgendetwas zu protestieren. Wie viele farbige Menschen trocken bemerkten, kamen sie auf die Straße, um gegen die Herabstufung Südafrikas (SA) auf ‚junk Status‘ zu protestieren, weil ihre Geldbeutel getroffen wurden. Fragen wurden in allem Ernst gestellt: Wo waren die Weißen bei den Protesten gegen das Sharpeville Massaker 1960, wo 69 Schwarze getötet wurden und wo waren sie, wenn die Polizei und die Armee 1976-77 die Schwarzen zu hunderten mordeten. Warum protestierten sie nicht gegen die Morde in der Haft und die schiefe Ökonomie, wo die weißen Südafrikaner den höchsten Lebensstandard in der Welt hatten, während die Schwarzen in den Reservaten und Townships hungers starben. Warum marschierten sie nicht, um gegen die Menschenrechts-Verbrechen der Apartheid zu protestieren? Ja, es gab winzige Proteste der Black Sash der weißen Frauen und eine Handvoll Weiße in der Kommunistischen Partei. Wenn also jetzt Fragen über ihre Motivation gestellt werden, kann man nur sehr skeptisch sein. Doch diese passive Vergangenheit kann Weiße nicht ausschließen, sich den Reihen der demokratischen Kräfte anzuschließen, um den status quo herauszufordern.
