30. November 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
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| UN-Auszeichnung Eritreas für beispielhaften Kampf gegen die Malaria |
Seit über 10 Jahren gewinnt Eritrea, ein kleines Land in Ostafrika, den Malaria-Krieg ohne Impfungen, obwohl noch viel Arbeit zu tun bleibt. Seit 2005 habe ich den Rückgang der Malaria-Sterblichkeit hier in Eritrea verfolgt und eine stetige Verminderung um 70-80% festgestellt, etwas, was beinahe unbekannt ist in Afrika und dem Rest der 3. Welt über so einen langen Zeitraum.
Eritreas Siege im Malaria-Krieg haben die altmodischen Barfußärzte gewonnen, indem sie mit Insektiziden behandelte Moskitonetze im Malaria-Gürtel des Landes verteilten und unterhielten.
Viele Länder haben Millionen mit Insektiziden behandelte Moskitonetze verteilt, die von der Weltbank (zu 51% im Besitz der USA) geschenkt wurden, nur um festzustellen, dass die Netze innerhalb von 3 Monaten mehr als die Hälfte ihrer Effektivität verlieren. Wenn ihr jemals unter einem Moskitonetz für längere Zeit geschlafen habt, werdet ihr bemerken, dass früher oder später ein Loch im Netz ist oder ihr das Netz im Schlaf berührt. Es braucht nur ein paar Minuten, bis die gemeinen Viecher der Spezies Aegypti das riechen und durch das Loch kommen oder durch das Netz hindurch stechen und voilá, schon habt ihr die Malaria. Nur behandelte Netze können durch das Insektizid verhüten, dass die Moskitos dem Netz zu nahe kommen.
