Es ist eine tiefe Genugtuung für mich, dass es doch eine Menge Menschen gibt, die sich von der maßlosen Hetze der Medien und Politiker nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern ihre Menschlichkeit bewahrt haben. Und typisch ist, dass dann die Hetzer schockiert sind, genau wie über große anti-Kriegs-Demonstrationen. Beides jagt den Herrschenden einen höllischen Schrecken ein, denn dies könnten Keime für Widerstand sein, der eines Tages nicht mehr zu kontrollieren ist. Das Elend ist nur, dass weit und breit nicht der Ansatz zu einer koordinierten, revolutionären Führung vorhanden ist. Denn alles, was sich in der Nachkriegszeit als Opposition oder als links ausgab, erwies sich stets als eine Bande von Rosstäuschern und gekauften Marionetten der herrschenden Eliten. Das hat natürlich das Misstrauen des Volkes gegen jede Art von Organisation enorm vertieft. Verständlich, aber ein Fehler, wenn man darauf verzichtet, einen neuen Anlauf zu nehmen.
Peter Schwarz28. August 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die schreckliche Behandlung der Flüchtlinge, die über den Balkan und Italien in den vergangenen Wochen Schutz in Zentraleuropa suchten, zeigt das brutale und unmenschliche Gesicht des europäischen Kapitalismus. Verzweifelte Menschen, die um ihr Leben fürchten, und aus den vom Krieg zerstörten Gebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas fliehen, erwartet ein bitteres Schicksal.
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| Ist das die Lösung? |
Gerade gestern sind zwei Boote mit bis zu 500 Flüchtlingen vor der Küste Lybiens gesunken; man fürchtet, dass hunderte tot sind. Unter ihnen waren Flüchtlinge aus Syrien, Bangladesch und verschiedenen afrikanischen Ländern, laut Medienberichten.
Dies kam nach der Entdeckung von 50 syrischen Leichen in einem LKW auf einer österreichischen Autobahn. Sie waren unterwegs erstickt. Das geparkte Fahrzeug wurde von einem Arbeiter gefunden, der eine Brühe aus Blut und Fleisch aus dem Wagen laufen sah.
