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Samstag, 10. März 2012

Syrien: Die Journalisten Kämpfer von Baba Amr


Diesen Artikel würde ich gerne übersetzen, doch ist es unmöglich, weil er erstens 10 Seiten lang ist und ich zum anderen morgen früh um 3 Uhr raus muss, um meine Fähre nach Sassnitz um 7.45 Uhr zu erreichen.
Jan Myrdal und ich werden zuerst in Berlin und dann auf der Buchmesse in Leipzig zu unseren jeweiligen Büchern sprechen (Myrdal 'Roter Stern über Indien' und ich als Herausgeber und Übersetzer von Arundhati Roys 'Wanderung mit den Genossen', beide im Zambon Verlag, Frankfurt a. Main erschienen). Für den Blog werde ich also nicht so viel Zeit in den folgenden 12 Tagen haben.
Hier werde ich also nur eine Zusammenfassung ohne die Videos (das Original am besten daneben legen, so dass man die Fotos und Videos verfolgen kann) dieses wirklich äußerst wichtigen Berichts geben.
***


von Thierry Meyssan
am 7. März 2012
Voltaire Network

Ist das harte Durchgreifen in Baba Amr die größte politische Maskerade seit 9/11? Dies will Thierry Meyssan in einer exklusiven, mehrteiligen Serie beweisen, die vom Voltaire Network zusammen mit den relevanten Videos veröffentlicht wurde. In diesem ersten Teil konzentriert er sich auf das Entkommen der westlichen Journalisten und macht deutlich, dass einige von ihnen in der „Freien Syrischen Armee" eingebettet waren.



Die sogenannte Freie Syrische Armee (FSA) hatte Ende 2011 die Millionenstadt Homs, Zentrum der Erölindustrie Syriens eingenommen. Am 9. Februar 2012 stürmte die reguläre syrische Armee Homs und kesselte die FSA auf einem ca. 40 ha großes Gebiet ein. Als alle Mittlungsversuche scheiterten, nahmen die loyalen Streitkräfte am 27. Februar diesen Stützpunkt der vom Westen finanzierten und bewaffneten zumeist ausländischen Söldner ein.
Foto: Luftaufnahme von dem „Unabhängigen Islamischen Emirat Baba Amr“. Westliche Medien nahmen die dicken Rauchwolken als Beweis für Luftwaffenangriffe.
Die Mainstreammedien (MSM) verheimlichten die grausame Existenz des „Emirats“ und verbreiteten eine Story von Revolution und Unterdrückung. Zentrale Medien waren Al Dschasira (Katar), Al-Arabiya (Saudiarabien), France 24 (Frankreich), BBC (England) und CNN (USA), koordiniert von israelischen Journalisten.
Die öffentliche Meinung fragt sich natürlich, was sie glauben soll. Wir werden versuchen, Schlüsselelemente zusammenzustellen, damit die Menschen sich eine eigene Meinung bilden können.
Die in Baba Amr eingeschlossenen westlichen Journalisten legten tränentriefende Videos im Internet auf. Zwei schienen verwundet. Frankreich schickte Beamte, um mit den Rebellen zu verhandeln. Russland bot auch seine Dienste an.
Ich nahm an diesen Bemühungen teil zusammen mit dem Internationalen Roten Kreuz und dem Syrischen Roten Halbmond. Ein Franzose lehnte eine Möglichkeit herauszukommen ab. Dann scheiterten alle Verhandlungen.
Geheimdienstagenten verschiedener westlicher Staaten konnten feststellen, dass die syrischen Behörden ihr Bestes taten und dass das Hindernis die FSA war.
Was für eine Überraschung, als wir feststellten, dass drei Journalisten sowohl die Rebellen- als auch die Armeelinien durchbrochen hatten und im Libanon auftauchten.