Dies ist praktisch die Fortsetzung des gestrigen Artikels und
birgt eine echte Überraschung. Trump lud Tulsi Gabbard zu einem
Gespräch über Syrien, Al Qaida und Außenpolitik ein. Ihr erinnert
euch, dass ich seit 2015 mehrmals auf diese bemerkenswerte Frau
verwiesen habe, die Hawai im Kongress vertritt und immer wieder
schärfstens die Syrienpolitik Obamas angegriffen hat und vor allem
vor einer no-fly-zone warnte, was einen Krieg mit Russland und
vielleicht gar einen Atomkrieg bedeuten könnte. Lest ihre Sätze und
dann überlegt mal, wieso nicht EIN EINZIGER WESTLICHER
Staatsmann/frau so etwas über die Lippen brachte. Nun ja, wir wissen
es, weil sie alle miteinander ein extrem feiges Lumpengesindel sind.
Und noch etwas ist an Tulsi Gabbard bemerkenswert. Auch sie ist
eine Indigene. Wieso kommen die fortschrittlichsten Gedanken in der
heutigen Welt von Indigenen? Ob Evo Morales aus Bolivien, die
indigenen Völker, die jetzt am Sioux Standing Rock kämpfen, die
Dalits und Adivasis in Indien oder Tulsi Gabbard aus Hawai.
Vielleicht zeigt nichts besser unsere Verdorbenheit und Verkommenheit
im Denken und Handeln an, das im großen und ganzen nur auf
Zerstörung und Vernichtung ausgerichtet ist.
![]() |
| Präsident-elect Trump und Irak-Veteranin Tulsi Gabbard |
Tulsi Gabbard zu Trump: Das Kriegsgetrommel meiden!
Sarah Westwood
22. November 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die demokratische Kongress-Abgeordnete für Hawai Tulsi Gabbard sagt, dass sie und der gewählte Präsident Trump bei ihrem Treffen am Montag Syrien und den Kampf gegen den Islamischen Staat diskutiert haben und sie ihn anflehte, den Konflikt in Syrien nicht zu verstärken.
„Ich hielt es für wichtig, die Gelegenheit zu ergreifen, mich mit Trump zu treffen, bevor das Kriegsgetrommel der Neocons uns in eine Kriegseskalation zum Sturz der syrischen Regierung zieht – ein Krieg, der bereits hunderttausende Menschenleben kostete und Millionen Menschen zur Flucht zwang, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen,“ sagte Gabbard in einer Erklärung nach ihrem Treffen mit Trump.
„Obwohl die Regeln politischer Schicklichkeit verlangt hätten, mich einem Treffen mit Trump zu verweigern, habe ich jedoch niemals und werde niemals mit amerikanischen und syrischen Leben spielen,“ sagte Gabbard.
Die progressive Frau aus Hawai wird gerüchteweise für die Kabinett-Posten eines UN-Botschafters oder Sekretärin für Angelegenheiten der Kriegsveteranen gehandelt. Gabbard, die eine der wenigen Demokraten war, die Bernie Sanders statt Hillary unterstützte, sagte, sie warnte Trump vor den Gefahren, eine no-fly-zone in Syrien einzurichten und ermutigte ihn, die Beendigung der US-Absichten, Bashar al-Assad zu stürzen, zu erwägen.
