Aber statt ein Gerichtsurteil zu erhalten bekam er den Nobel-Friedenspreis. Man muss heute also ein richtig großer Kriegsverbrecher sein, um den Nobel-Friedenspreis zu erhalten. Auch nach seiner offiziellen Karriere blieb Kissinger sehr aktiv. Er gründete eine Consulting-Firma, die einige der größten Unternehmen der Welt berät. Und zu diesen "Firmen" gehört auch das US-Außenministerium und das Präsidentenbüro, die nach wie vor seine irren Ratschläge erhalten - for cash, versteht sich. Sein Hauptanliegen ist nach wie vor das Einhämmern in Studenten- und Politikerschädel: die US-Außergewöhnlichkeit, die ein Anrecht auf die Weltherrschaft hat.
Am Ende fragt Abby, wieso sein Auftritt so geheim gehalten wurde. Die Antwort ist, dass bei Ankündigung von Kissingers Auftritt, die Studenten ihn aus der Stadt gejagt hätten. Er sollte den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen, meint Abby, denn er verdient nichts weniger.