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Samstag, 25. Oktober 2014

2 Videos: Kissinger lässt die Puppen tanzen & ehem. CIA-Mann Ray McGovern nennt die Schuldigen am Ukraine-Krieg

Heute sah ich mir 2 Videos an, die sich sehr schön ergänzen. Als erstes präsentiert die fabelhafte Abby Martin von Russia Today in den USA einen sauberen Herrn, der es jetzt vorzieht, insgeheim aufzutreten. Es handelt sich um Henry Kissinger, der an der Yale Universität eine Rede hielt, die geheim bleiben sollte, es jedoch nicht lange blieb, weil da irgendjemand zum Glück wieder einmal nicht dicht halten konnte. Abby listet zuerst seine "Verdienste" unter Nixon und Ford auf und bei der Gelegenheit internationales Recht ohne Ende gebrochen zu haben, u. a. in Chile, Zypern, Indonesien, wofür er in Den Haag vor Gericht gestellt werden sollte. Ferner nennt sie die ungeheuren Bombardierungen von Vietnam, Kambodscha und Laos, für die Kissinger unter Nixon der Hauptverantwortliche war.

Aber statt ein Gerichtsurteil zu erhalten bekam er den Nobel-Friedenspreis. Man muss heute also ein richtig großer Kriegsverbrecher sein, um den Nobel-Friedenspreis zu erhalten. Auch nach seiner offiziellen Karriere blieb Kissinger sehr aktiv. Er gründete eine Consulting-Firma, die einige der größten Unternehmen der Welt berät. Und zu diesen "Firmen" gehört auch das US-Außenministerium und das Präsidentenbüro, die nach wie vor seine irren Ratschläge erhalten - for cash, versteht sich. Sein Hauptanliegen ist nach wie vor das Einhämmern in Studenten- und Politikerschädel: die US-Außergewöhnlichkeit, die ein Anrecht auf die Weltherrschaft hat.

Am Ende fragt Abby, wieso sein Auftritt so geheim gehalten wurde. Die Antwort ist, dass bei Ankündigung von Kissingers Auftritt, die Studenten ihn aus der Stadt gejagt hätten. Er sollte den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen, meint Abby, denn er verdient nichts weniger.