13. Juli 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Dass Venezuelas faschistisch-gesinnte Oligarchie mit dem US-Imperialismus konspiriert, um die demokratisch gewählte Regierung von Nicolas Maduro zu stürzen, scheint in den USA wenige zu bekümmern.
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| 1. Mai Demo in Caracas |
Dies Herangehen erlaubt den Linken eine kühle emotionale Distanziertheit zum Schicksal der Armen in Venezuela und saubere Hände zu behalten, die ansonsten nur beschmutzt würden, wenn man sich in den chaotischen, wahren Klassenkampf stürzt, aus dem die venezolanische Revolutio besteht.
Eine „Hol-beide-der-Teufel“-Analyse unterschlägt die Rolle der US-Regierung in Kollaboration mit den Oligarchen Venezuelas. Die jahrzehntelangen Verbrechen des Imperialismus gegen Venezuela werden gebilligt und begünstigt durch das Schweigen der Linken oder durch trübe Analysen, die die Handlungen der Gesetzesübertreter minimieren und negative Aufmerksamkeit auf das Opfer im Augenblick des Angriffs richten.
Jede Analyse einer früheren kolonialen Kolonie, die nicht mit dem Kampf um die Selbstbestimmung gegen den Imperialismus beginnt, ist tot geboren, da der x-Faktor des Imperialismus immer die dominante Variable in der venezolanischen Gleichung gewesen ist, wie die Bücher von Eva Gollinger und anderen gründlich erklärt haben, und auch die fortlaufende Intervention in Lateinamerika durch eine endlose Reihe von US-Präsidenten.
Die von Venezuela initiierte anti-imperialistische Bewegung war stark genug, dass ein neues Gravitationszentrum geschaffen wurde, das den größten Teil Lateinamerikas aus dem Griff der US-Herrschaft zum ersten Mal in beinahe hundert Jahren befreite. Diese historische Errungenschaft wird von den meisten US-Linken minimiert, die gleichgültig oder unaufgeklärt über die revolutionäre Bedeutung der Selbstbestimmung unterdrückter Länder und auch für die unterdrückten Völker innerhalb der USA sind.
