Gestern legte ich die Horror-Story aus Fukushima auf, heute
die Horror-Story über das Wasser. Ihr braucht doch nur die Namen der
Beteiligten zu lesen, das reicht, um Übelkeit zu erzeugen. Allein
schon Coca Cola, Nestlé, die überall mit Prozessen überhäuft
werden (Indien, Afrika etc.), weil sie das Grundwasser erschöpfen,
die Umwelt verseuchen und wesentlichen Anteil an der Fettsucht haben,
wodurch die Gesundheit von zig-Millionen Menschen zerstört wird.
Wenn wir nicht alle ein Bewusstsein für Wasser entwickeln, wird das
Ende der Menschheit noch schneller kommen, als ich es ohnehin
befürchte. Denn ich glaube nicht, dass die Welt so viel Bewusstsein
entwickeln wird, wie die Indios in Bolivien, die die Schlacht gegen
die Multis gewonnen haben.
WASSER IST LEBEN – Sie stehlen unsere
Existenzgrundlage und wir merken es nicht einmal
Peter König
24. März 2019
Update des Autors: Heute (24.Mätz 2019) ist der Weltwassertag – und die Situation ist viel schlimmer geworden
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Heute ist Jair Bolsonaro der brasilianische Präsident, der von
Washington eingesetzt wurde, ein Faschist ohne Respekt vor dem
menschlichen Leben, solange es nicht sein eigenes oder das seiner
Gefährten ist, und noch weniger Respekt vor der Umwelt, dem schönen
Planeten Erde, der uns alles Leben gibt.
Unter seiner Führung wird nicht nur Wasser privatisiert, sondern
ganz Amazonien steht zur Disposition - das sagt Bolsonaro und will
sicherstellen, dass die Firmendiebe es verstehen. Regenwald kann
wahllos abgeholzt und zerstört werden, Wasser kann beschlagnahmt und
privatisiert werden, von großen Wasser-Unternehmen zum Nachteil der
Menschen – und letztlich des Lebens der Menschen.Was Nestlé und Coca Cola vor einem Jahr auf der "gefälschten" Wasserkonferenz in Brasilia hinter verschlossenen Türen "verhandelt" haben, war also erst der Anfang – der Ausverkauf des Guarani Aquifers, des weltweit größten unterirdischen Süßwasserspeichers. Es soll genügend Wasser enthalten, um jeden Menschen in den nächsten 200 Jahren mit 100 Litern Wasser pro Person zu versorgen - einschließlich des prognostizierten Bevölkerungswachstums.
Sobald die riesigen Wasserkonzerne - Veolia, Suez (Französisch), ITT Corporation (US), United Utilities (UK) und andere – diese unterirdischen Wasserreservoirs in die Hände bekommen, im Falle der Guarani liegen mehr als 70% Brasilien zugrunde – ist die Weltwasserversorgung zum Scheitern verurteilt.
Bleiben Sie wachsam und stoppen Sie diesen straflosen Diebstahl eines öffentlichen Gutes, unserem wertvollsten Element zum Überleben – WASSER.
* * *
Heute, am 22. März 2018, findet der Weltwassertag statt. Es ist auch die Woche, in der das 8. Weltwasserforum (WWF-8) vom 18. bis 23. März 2018 in Brasilia tagt. Es ist kein Zufall, dass Brasilien für diesen edlen WWF ausgewählt wurde – das Wasser-Äquivalent zu den politischen und korporativen Eliten, die beim WEF - World Economic Forum in Davos vertreten waren. Die beiden sind eng miteinander verbunden und verwoben, wie wir sehen werden.
Der WWF wird vom Weltwasserrat organisiert, nur eine weitere Zwischenschicht, um Verwirrung zu stiften, wer wer im Zirkus der Wassereliten ist, die versuchen, eine lebenswichtige Lebensquelle zu kontrollieren - Süßwasser. Der WWF ist stolz auf ein ehrenwertes Leitbild:
"Sensibilisierung, Aufbau eines politischen Engagements und Einleitung von Maßnahmen in kritischen Wasserfragen auf allen Ebenen, Erleichterung der effizienten Erhaltung, des Schutzes, der Entwicklung, der Planung, des Managements und der Nutzung von Wasser in all seinen Dimensionen auf einer ökologisch nachhaltigen Grundlage zum Wohle aller Menschen".
Da haben wir es. Nestlé, Coca Cola, PepsiCo, Dow Chemicals und andere transnationale Unternehmen mit starken Wasserinteressen, Veolia, Suez (Französisch), Thames (Großbritannien), Bechtel (USA), Petrobras und viele andere schließen sich der Weltbank, der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), verschiedenen UN-Gremien und vielen multi- und bilateralen Gebern, so genannten Entwicklungsinstitutionen, sowie Dutzenden weiteren ultraliberalen Organisationen, NGOs und Unternehmen an, die sich für das Wohl der Menschheit einsetzen; zum Wohle von Hunderten von Millionen Menschen, denen durch einen Ansturm der Wasserprivatisierung (Organisatoren und Unterstützer des WWF) erschwingliches Trinkwasser vorenthalten wird.