Samstag, 17. Dezember 2011

Teil III Debatte zu Wissenschaft und Technik


Bezug nehmend auf seine Vorredner formuliert Prof. Dr. Dr. Ernst Woit seine Eingangsthese:

„Wir haben davon auszugehen, dass jeder Fortschritt in Wissenschaft und Technik nicht nur die Produktivität menschlicher Arbeit zu steigern vermag, sondern auch die destruktiven Möglichkeiten menschlichen Handelns erhöht, wie sich das vor allem in der Entwicklung der Waffentechnik zeigt.“ [Redetext S. 1]

Engels hatte am Schluss des Deutsch-Französischen Krieges vermutet, dass es keine Weiterentwicklung der Mordwerkzeuge mehr gäbe und Kriege nun undurchführbar geworden wären. Darin hatte sich Engels geirrt.

„Mit den Kernwaffen hat der Mensch schließlich ein Waffensystem entwickelt, durch dessen Einsatz die Menschheit selbst ausgelöscht werden kann.“ [Redetext S. 1]

Es gibt keine Grenze zwischen der Entwicklung des wissenschaftlich-technischen Erkenntnisstandes, keine Grenze zu den Produktivkräften hin, aber auch nicht zu den Destruktivkräften wie den waffentechnischen Entwicklungen. Eine militaristische Politik führt zur unumschränkten waffentechnischen Nutzung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. Es ist eine „… nüchterne Erkenntnis, dass es weltweit nur einen global bedeutsamen Militarismus gibt: den der USA und ihrer NATO-Verbündeten“ [Redetext S. 1] ‒ hebt Woit hervor.

Er zitiert den US-amerikanischen Politikwissenschaftler Chalmers Johnson, der einschätzte: „Die Vereinigten Staaten sind nicht das, was sie zu sein vorgeben, sie sind in Wahrheit ein militärischer Moloch, der sich die Welt unterwerfen will.“ [Zitiert nach: Ch. Johnson – Der Selbstmord der amerikanischen Demokratie. München 2003, S. 10]

Viele Beispiele, wie den chemischen Krieg in Vietnam oder den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki usw., wie auch die Kriege gegen Jugoslawien, den Irak, gegen Libyen und die neuerlichen Kriegsplanungen und Androhungen gegen Syrien und gegen den Iran, lassen Woit zu der Schlussfolgerung kommen, dass die USA und die NATO nach dem Sieg im Kalten Krieg als Nächstes die erreichten Erfolge des antikolonialen Befreiungskampfes rückgängig machen wollen. „Dieser Militarismus kann deshalb als Hightech-Militarismus bezeichnet werden, da er buchstäblich die gesamte heute verfügbare Hochtechnologie für seine Kriegführung zu nutzen versucht. …In den Planungsstäben der Großmächte erlebt die Atombombe eine strategische Renaissance.“ [Redetext S. 3]

Einem Kernwaffeneinsatz und seiner Wahrscheinlichkeit ist die Menschheit erneut wieder ernsthaft ausgesetzt.

Neue Methoden der Kriegführung sind bereits Realität. Diese nennen sich: „Shock and awe“-Strategie. Erstmals fand sie in Jugoslawien erfolgreiche Anwendung. Kein Toter aufseiten der Angreifer. Totalzerstörungen, vor allem der Infrastruktur, unter Inkaufnahme der Tötung auch von Zivilisten aufseiten der Angegriffenen.

Die Schockwirkung nach den beiden Atombombenabwürfen in Japan wird als Vorbild ausgewertet und angewendet.

Physische Zerstörung von funktionsfähiger Infrastruktur, Unterbindung jeglicher Kontrolle aller lebenswichtigen Nachrichten und Austauschwege, psychische Zerrüttung im nationalen Maßstab sollen die absolute Überlegenheit gegenüber dem Feind sichern.

„… höchst aufschlussreich ist, dass die Luftstreitkräfte der USA erstmalig im Jahr 2001 ein großes Manöver durchführten, dessen Szenarium von einem Konflikt zwischen den USA und China im Jahr 2017 (!) ausging.“ [Redetext S. 4]

Dieses Manöver wurde von 250 perfekt ausgerüsteten Hightech-Kriegern unter Einsatz höchst entwickelter Militärtechnik durchgeführt. „Von besonderer Bedeutung ist“, so der Referent, „dass der US-Imperialismus seinen Militarismus immer perfekter als einen neuen Söldner-Militarismus entwickelt.“ [Redetext S. 5]

Unter diesen Söldnern befinden sich bezahlte Freiwillige aus den USA, aber auch aus anderen Ländern und von Angehörigen privater Militärfirmen usw.

Es ist eine im umfangreichsten Sinne global wirkende Militarisierung im Gange, sodass festgestellt werden muss, dass die Abhängigkeit der Streitkräfte von den Hightech-Waffensystemen dazu führt, dass die US-Armee ohne privatisierte Bereiche von Wissenschaft und Technik für Kriegszwecke und ohne das dazugehörige Wissenschafts- und Technikpersonal nicht mehr operationsfähig wäre. So wird auch das Problem des Überschusses von hoch qualifizierten Militärs gelöst. Sie leisten heute, beginnend bei 500 $ am Tage, private Söldner-Kriegsdienste.

Der Redner betont, dass das nichts mehr mit „Landesverteidigung“ zu tun hat. Die Kriegsziele tragen interventionistischen und neokolonialistischen Charakter. Wehrpflicht wird durch Personaleinkauf für die Streitkräfte ersetzt.

Der Referent zieht hier Parallelen zur Bundeswehr-Reform in Deutschland.

„Es gibt noch eine wesentliche personelle Seite dieser Verwandlung der Bundeswehr in eine Söldner-Armee, das ist ihr politisch-ideologisches Selbstverständnis.“ [Redebeitrag S. 7] Er zitiert Verteidigungsminister Demaiziére, der seine Berufsarmee „demokratische Krieger“ nennt. Sie sei gekennzeichnet durch eine „klare Distanz gegenüber der Zivilgesellschaft sowie durch ein hohes Maß an Professionalität.“ [nach W.Koep-Kerstin: Reform und Neuausrichtung der Bundeswehr. In: MITTEILUNGEN der Humanistischen Union e.V. vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative, Berlin, Nr. 213 v. 11.7.2011, S. 2]

Woit schließt seinen Gedanken mit der Feststellung, dass es sich hier: „durch die Herausbildung eines gefährlichen Hightech-Militarismus um eine für weltweite neokoloniale Aggressionskriege bestimmte Söldnerarmee“ [Redetext S. 8] handelt.



Helmut Dunkhase greift aus dem ganzen Komplex der Zukunftsforschung ein wichtiges Thema heraus - nämlich das „innerste Geheimnis der Produktionsweise“. Er vergleicht die bestehende mit einer kommunistischen Produktionsweise. Marx’ Gedanken aufgreifend, zitiert er ihn, dass nämlich das „innerste Geheimnis“ einer Produktionsweise, in der „spezifischen ökonomischen Form, in der unbezahlte Mehrarbeit aus den unmittelbaren Produzenten ausgepumpt wird“, besteht. Hier sei nach Marx „die verborgene Grundlage der ganzen gesellschaftlichen Konstruktion“ zu finden. [MEW Bd. 25, Seite 799 f]

Dunkhase schlussfolgert, „das innerste Geheimnis der kommunistischen Produktionsweise besteht in der Notwendigkeit der zentralen Aneignung des Mehrprodukts, codiert über einen Plan, der auf der Totalität der Gesellschaft operiert. Damit stellt sich das Problem der Rationalität auf neue Weise.“ [Redebeitrag S. 1] In der kapitalistischen Marktwirtschaft herrscht Anarchie. Jedoch ordnet das Wertgesetz wie mit unsichtbarer Hand, dass nicht nur und nicht vollständiges Chaos die ökonomische Rationalität beherrscht. In dieser Produktionsweise sind die Akteure nicht wirklich Subjekt ihres Tuns.

Um zum Maß des individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit zu gelangen, braucht es die Berechnung der Arbeitszeit.

Um den Unterschied der kapitalistischen Produktionsweise zu einer kommunistischen diesbezüglich zu charakterisieren, zitiert Dunkhase Friedrich Engels: „Sobald die Gesellschaft sich in den Besitz der Produktionsmittel setzt und sie in unmittelbare Vergesellschaftung zur Produktion verwendet, wird die Arbeit eines jeden, wie verschieden auch ihr spezifisch nützlicher Charakter sei, von vornherein und direkt gesellschaftliche Arbeit.

Die in einem Produkt steckende Menge gesellschaftlicher Arbeit braucht dann nicht erst auf einem Umweg festgestellt zu werden; die tägliche Erfahrung zeigt direkt an, wie viel davon im Durchschnitt nötig ist. [..] Es kann ihr also nicht einfallen, die in den Produkten niedergelegten Arbeitsquanta, die sie alsdann direkt und absolut kennt, noch fernerhin in einem nur relativen, schwankenden, unzulänglichen, früher als Notbehelf unvermeidlichen Maß, in einem dritten Produkt auszudrücken und nicht in ihrem natürlichen, adäquaten, absoluten Maß, der Zeit.

Die Gesellschaft schreibt also unter obigen Voraussetzungen den Produkten auch keine Werte zu. [..] Allerdings wird auch dann die Gesellschaft wissen müssen, wie viel Arbeit jeder Gebrauchsgegenstand zu seiner Herstellung bedarf. Sie wird den Produktionsplan einzurichten haben nach den Produktionsmitteln, wozu besonders auch die Arbeitskräfte gehören. Die Nutzeffekte der verschiedenen Gebrauchsgegenstände, abgewogen untereinander und gegenüber den zu ihrer Herstellung nötigen Arbeitsmengen, werden den Plan schließlich bestimmen. Die Leute machen alles sehr einfach ab ohne Dazwischenkunft des viel berühmten Werts.“ [MEW 20, S. 288]

Der Referent schlussfolgert: „Das, was bisher spontan, hinter dem Rücken der Agierenden für eine gewisse Rationalität sorgte, muss nun durch den subjektiven Faktor gelöst werden. Es muss alles vorher ausgerechnet werden.“ [Redetext S. 1] Eine Arbeitszeitrechnung im umfassenden Sinne für eine künftige sozialistische Gesellschaft ist erst möglich geworden, nachdem Berechnungen für das Gesamtsystem einer Ökonomie durch IT möglich geworden sind.

Die Entwicklungen in der Computertechnik waren hierfür erforderlich geworden. „Es war kein Zufall, dass es bis Anfang der 1980er Jahre kaum empirische Untersuchungen zu ökonomischen Gesetzen wie etwa dem Wertgesetz gab. Dafür waren die zu verarbeitenden Datenmengen viel zu groß. Durch die Entwicklung der Rechentechnik war man nun in der Lage, sowohl empirisch gegebene Daten von bisher ungeahntem Ausmaß zu analysieren als auch Simulationen von großen Systemen mit gezielt eingegebenen Daten durchzuführen.“ [Redetext S. 2]

„Wichtigstes Hilfsmittel für die Organisierung der kommunistischen Produktion ist die Input-Output-Analyse. In Input-Output-Tabellen lassen sich die Verflechtung einer Volkswirtschaft erfassen und bearbeiten. Sie sind heute ein verbreitetes Instrument in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und ihr Ursprung geht bis in die Vorbereitungen des ersten Fünfjahrplans (1928-1932) zurück. Statt der normaler Weise ausgewiesenen 58 Produktionsbereiche und der zumeist, aber keineswegs ausschließlich verwendeten monetären Größen muss man sich eine Anzahl von Produkten im 10-Millionen-Bereich und in Arbeitszeiten vorstellen.“ [Redetext S. 3]

Zur Lösung solcher Probleme sind leistungsfähige Rechner erforderlich und auch neue wissenschaftlich definierte Rechenverfahren. Man denke allein an die ökonomischen Verflechtungen einer Volkswirtschaft oder an die Gleichgewichtsanforderungen zwischen Nachfrage und Angebot usw.

Der Referent kommt zum Fazit: „Was die materiell-technische Seite betrifft, könnten wir hier, in unserem Land, sofort anfangen mit der Planwirtschaft – wenn da nicht noch diese Kleinigkeit im Weg stünde: die kleine parasitäre Schicht der Shareholder und Banker samt ihren Speichelleckern an allen wichtigen Posten der Gesellschaft.“ [Redetext S. 4]



Prof. Dr. Kolditz, Mitglied der Leibniz-Sozietät Berlin, hat seinen Beitrag schriftlich an die Konferenz übermittelt, da ihm die persönliche Teilnahme nicht möglich war.

Ein für die Menschheit Existenz bestimmendes Problem ist die Energiefrage. Auf diesem Gebiet ist es geradezu verboten, Naturgesetze zu missachten. Zukunftsforschung heißt hier tolerante Haltung zu den Forschungsergebnissen mit vielfältigen Resultaten. Profitinteressen, reaktionäre Aneignung von Forschungsergebnissen usw. sind auf diesem Gebiet so gefährlich, weil die mit dieser Thematik Beschäftigten einen existenziellen Einfluss auf das Leben und Überleben der Menschheit haben.

Er weist uns darauf hin, dass auch seine Schlussfolgerungen nur eine Wahrscheinlichkeitsaussage sein können: „Es handelt sich dabei um das Ineinandergreifen zahlreicher nichtlinearer Vorgänge, die einen hochkomplexen Charakter der aufeinanderfolgenden Ereignisse hervorrufen. Das gesamte System unterliegt der Charakteristik deterministisch chaotischer Abläufe, deren Ergebnisvoraussage umso unsicherer wird, je weiter sie in der Zukunft liegt.“ [Redetext S. 1)

In einer umfangreichen Analyse von Energiebedarf und Ressourcen unter Beachtung der wahrscheinlichen Entwicklung der Weltbevölkerung und des Anwachsens des Energiebedarfs wird in dem vorliegenden Beitrag ein realistisches, aber auch optimistisches Bild der Zukunft auf diesem Gebiet skizziert.

Die Gefahren und Risiken können sich durchaus auch als aus falschem Einsatz der vorhandenen Wissenschaftskapazitäten für die Forschung ergeben.

Kolditz weist auf die Gefahr von Einseitigkeiten aus ökonomischen oder anderen Interessen hin. „Die Menschheit benötigt Energie in Industrieeinrichtungen, in verschiedenen Institutionen, im Wohnbereich und wird auch nicht bereit sein, auf Mobilität zu verzichten.“ [Redetext S. 6] Alternativen zu Öl, Gas und Kohle müssen gefunden werden. Wasserstoff ist aus Wasser zu gewinnen. „Wirklich zukunftsfähig wäre nur die Zersetzung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff z. B. durch Elektrolyse. Wasserstoff kann anstelle von Öl, Gas oder Kohle als Primärenergiequelle in festen Einrichtungen oder auch in Fahrzeugen genutzt werden. Wasserstoff betriebene Autos werden bereits erprobt“ [Redetext S. 6,7] usw.

Kolditz verweist darauf, dass das Voranschreiten der globalen Entwicklung einen ausreichenden territorialen Bedeckungsgrad mit Energieerzeugung aufweisen muss. Der unmittelbare Bedarf muss steuerbar sein.

Für die Energieleitungen fordert er, eine Minimierung anzustreben und eine entsprechend Standortwahl zu beachten.

„Diese gewaltige Aufgabe kann nicht im Mikromaßstab bewältigt werden und erfordert noch immense Forschungsanstrengungen.

Weltweit gibt es viele nützliche Forschungen. Sie sind wichtig für den Erkenntnisfortschritt und die Erweiterung unseres Wissens. Jedoch muss diejenige Forschung oberste Priorität haben, die die dringendsten Menschheitsprobleme, nämlich Energieerzeugung und Klimawandel und alle damit zusammenhängenden Probleme betreffen.  Der große Energiebedarf der Zukunft verlangt den Einsatz hochwirksamer Verfahren mit konzentrierter, steuerbarer Energieerzeugung.“ [Redetext S. 7]

Es wird darauf verwiesen, dass solche Prozesse, wie sie in Sternen und der Sonne ablaufen, erforscht und nutzbar gemacht werden müssen. Diese bestehen in der Verschmelzung von Wasserstoffkernen zu Helium. Dabei werden große Energiemengen freigesetzt. Als zerstörerisch bezeichnet er die Anwendung dieser Erkenntnisse und Prozesse ausschließlich nur in Wasserstoffbomben. Das Ziel der Kernfusionsforschung muss es aber sein, „den Prozess der Wasserstoffkernverschmelzung auf der Erde zur Energieerzeugung ablaufen zu lassen.“ [Redetext S. 7]

Es gibt solche Forschungen neben der EU auch in Russland, Japan und Südkorea. In Deutschland findet solche Forschung zurzeit in Garching und Greifswald statt.

„Ich gehe davon aus, dass die Radioaktivität eine fundamentale Eigenschaft der Materie darstellt, deren Einfluss auf die Evolution von erheblichem Ausmaß ist. Darüber hinaus existiert der Einfluss der kosmischen Strahlung ebenfalls kontinuierlich von alters her.

Die Radioaktivität begleitet uns ständig. Allein von der natürlichen Radioaktivität des Isotops 40K her erfährt der Organismus eines 70 kg schweren Menschen ständig radioaktive Einwirkungen von etwa 5500 Becquerel, die neben vielen anderen radioaktiven Vorgängen und der kosmischen Strahlung ohne Weiteres verkraftet werden. Radioaktivität ist also ständig gegenwärtig und lässt sich nicht auf Null reduzieren. Eine zu hohe Dosis ist natürlich für den Organismus schädlich, wie es auch allgemein für Einflüsse auf ein System zutrifft.“ [Redetext S. 2]

Kolditz weist darauf hin, dass es in großen Teilen der Bevölkerung sehr erhebliche Unterschiede in ihrer Vorstellung und in ihrer Einstellung über bzw. zur Kernenergie gibt. Bekannte Störfälle, aber auch die verbrecherischen Atombombenabwürfe über Japan als Menschenexperimente sind dafür hinreichend verständliche Gründe.

Unter Bedingungen höchstmöglicher, objektiver wissenschaftlicher Leistungen und durch neue Fortschritte der Technik, hält es Kolditz für möglich, dass die mit höchster Sicherheit ausgestatteten Kernspaltanlagen als Energielieferanten eine notwendige Überbrückung bis zur schließlichen Nutzung der Kernfusion darstellen.

„Natürlich ist die Kernenergie im Verbund mit anderen Gewinnungsmöglichkeiten von Energie zu sehen. Die Verwendung von Erdwärme ist in diesem Zusammenhang am wenigsten problematisch ebenso wie die Wasserenergie an geeigneten Standorten. Umständlicher wird es mit Wind- und Sonnenenergie wegen des unregelmäßigen Anfalls und der Schwierigkeit der Energiespeicherung.

Die Erhöhung der Netzkapazität zur Ausgleichslieferung an Gebiete mit geringerem Energieaufkommen ist eine notwendige Maßnahme, die mit dem Einsatz dieser Energiegewinnung verbunden ist. Je komplizierter und umfangreicher aber die Netzgestaltung ausfällt, umso größer ist die Gefahr von Netzschwingungen und drohendem Energieausfall mit Netzzusammenbrüchen. Daher müssen steuerbare leistungsfähige Grundlastkraftwerke auch bei stark ausgebauten Netzen vorhanden sein. Diese Kraftwerke müssen in der Energierohstoffbelieferung zukunftsfähig sein. Die Rohstoffquellen für diese Kraftwerke (Gas und Kohle) versiegen wesentlich früher als die Rohstoffquellen für die Kernspaltanlagen.“ [Redetext S. 2, 3]

Seine Gedankenkette schließt er mit folgendem Fazit ab: „Abschließend will ich auf eine Gegebenheit hinweisen, die nun einmal Realität ist. Atomsprengköpfe sind in einer hohen Anzahl erzeugt worden, die die Möglichkeit der mehrfachen Vernichtung der Erde in sich trägt. Sie werden ständig auf Einsatzfähigkeit gehalten und erneuert. Es wäre ein Segen für die Menschheit, solche Aggregate in Kernspaltanlagen umzusetzen und der Energieerzeugung dienstbar zu machen.“ [Redetext S. 3]



Wie der Leser sich überzeugen kann, war die Konferenz in Dresden erfolgreich, weil sie uns umfangreiche Erkenntnisse für unser eigenes Weltbild unsere weltanschauliche Aufklärung vermittelt.

Einen zusätzlichen Gewinn brachte die Konferenz durch die vielen Diskussionsbeiträge, Anfragen, Antworten und Standpunkte, die für die vorliegende Information noch nicht ausgewertet werden konnten.

Wir werden die interessanten Gedanken in einer Publikation veröffentlichen, um sie einem breiteren Kreis von Interessenten zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf die Verwirklichung dieser Ankündigung noch einer umfangreichen Fleißarbeit durch Herausgeber und Mitgestalter.

Quelle

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