Sonntag, 18. Dezember 2011

Rückgang des arktischen Eises setzt Schwaden von Methangas frei



von Steve Connor vom The Independent

am 14. Dezember 2011



Dramatische und nie dagewesene Schwaden von Methangas – ein 20-fach stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxyd – blubbern an die Oberfläche des arktischen Eismeers, wie Wissenschaftler bei einer eingehenden Untersuchung der Region festgestellt haben.
Das Ausmaß und Volumen der Gase hat den Chef des russischen Forschungsteams erstaunt, der den Meeresboden des ostsibirischem arktischen Schelfs vor der russischen Küste seit mehr als 20 Jahren untersucht.
In einem Exklusiv-Interview mit The Independent sagte Igor Semiletow vom Fernostzweig der Russischen Akademie der Wissenschaften, dass er niemals zuvor gesehen habe, dass Methangas in solchem Umfang und mit solchem Druck aus dem Meeresbett freigelassen wird.
Früher fanden wir fackelähnliche Strukturen wie diese hier, aber die hatten nur etwa 10 m im Durchmesser. Dies ist das erste Mal, dass wir ständig stark leckende Strukturen von mehr als 1000 m im Durchmesser finden. Es ist erstaunlich“, sagte Dr. Semiletow. „Ich war am meisten beeindruckt von dem Ausmaß und der hohen Dichte dieser Schwaden. Auf einem relativ kleinen Gebiet fanden wir mehr als 100, aber in größeren Gebieten muss es tausende davon geben.“
Wissenschaftler schätzen, dass hundert Millionen Tonnen von Methangas unter dem arktischen Permafrost eingeschlossen sind, der sich vom Festland über den Meeresboden in dem relativ seichten Meer des ostsibirischen arktischen Schelfs ausbreitet. Eine der größten Befürchtungen ist, dass beim Verschwinden des arktischen Meereseises im Sommer und den schnell steigenden Temperaturen in dem ganzen Gebiet, das den sibirischen Permafrost bereits zum Schmelzen bringt, das eingeschlossene Methangas plötzlich in die Atmosphäre entweicht und zu einem schnellen und ernsten Klimawandel führen wird.
Dr. Semiletows Team hat 2010 eine Studie veröffentlicht mit der Schätzung, dass die Methanemissionen aus jener Region bei etwa 8 Millionen Tonnen jährlich liegen, aber die neue Expedition legt nahe, dass dies eine erhebliche Unterschätzung des Phänomens ist.
Im Spätsommer hat das russische Forschungs-Schiff Academician Larentiew eine extensive Untersuchung von ca. 30 000 km² entlang der ostsibischen Küste durchgeführt. Die Wissenschaftler haben hochempfindliche Instrumente, sowohl seismische als auch akustische, eingesetzt, um die „Quellen“ der Schwaden, die vom Meeresgrund aufsteigen, zu messen.
In einem kleineren Gebiet fanden wir 100 kleinere Quellen, deren Schwaden direkt in die Atmosphäre entwichen“, sagte Dr. Semiletow. „Wir führten Messungen an 115 festen Punkten durch und fanden Methanfelder von phantastischer Größe – wie wir sie nie gesehen hatten. Manche Schwaden waren ein Kilometer im Durchmesser oder mehr und die Emissionen gingen direkt in die Atmosphäre. Und die Konzentration war 100mal höher als normal.“
Dr. Semiletow veröffentlichte seine Befunde zum ersten Mal in der vergangenen Woche beim Treffen der American Geophysical Union in San Francisco.

Quelle

Kommentare:

  1. tja.... vieleicht auch nicht...
    siehe hier:
    http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=einzelmeldung.php?nachrichtid=2078

    AntwortenLöschen
  2. Und warum saugen die das Zeugs nicht ein und nutzen es! Gratis Gas in rauen Mengen!

    AntwortenLöschen
  3. Mag sein, was dort geschieht. Das ist aber nicht von Menschen ausgelöst. Warm und Kaltzeiten gibt es seit zig Millionen Jahren. Also hört auf, auf diese Weise uns ein schlechtes Gewissen einzureden und uns das Geld aus dem Kreuz zu leiern. Man kanns schon nicht mehr hören, diese Katastrophen-Fuzzies.

    LG aus Berlin
    Jochen

    AntwortenLöschen
  4. Es gibt keinen Rückgang des arktischen Eises. Zumindest nicht nach den Messdaten geht. Wenn es nach der Propaganda und deren Wunschsimulationen der Klimaalarmisten geht dann ja.

    AntwortenLöschen
  5. Das arktische Eis erneuert sich jetzt wieder,es war doch gänzlich aufgeschmolzen. die Eisblöcke verschwinden dann in kleinere Volumen Wasser, was zum Absinken des Meeresspiegel führen müßte.
    Das entstehende Nordpolareis ist angeblich salzfrei, wie das denn, gibt es dort am Nordpol eine Süßwasser-Quelle ? wenn nicht, dann müßte es dort ununterbrochen regnen ,bzw. schneien.
    Irgendetwas ist hier nicht erklärlich...Wer antwortet mir Claus clspet@aol.com

    AntwortenLöschen