Samstag, 10. Dezember 2011

Lateinamerikanische Integration


von Sun Hongbo
am 5. Dezember 2011


Die Bildung der CELAC spiegelt den wachsenden Einfluss der Region beim Trend zu einer Multi-Polaisierung der Welt wider.

Die offizielle Schaffung der Community of Latin American and Caribbean States (CELAC) auf dem dritten lateinamerikanischen Gipfel am 2. Dezember ist ein bahnbrechendes Ereignis für die Region.
Mit einer Anzahl von aufstrebenden Ökonomien und einem wachsenden Einfluss im globalen Angelegenheiten ist sie nicht mehr eine traditionell periphere Region; CELAC spiegelt die Anstrengungen der Region wider zu einer vertieften lateinamerikanischen Integration wider und ihren zunehmenden Einfluss als eine wichtige Kraft im Trend zur Mulipolarisierung der internationalen politischen und ökonomischen Landschaft.
Dank der reichen Ressourcen der Region, ihrem enormen Entwicklungspotential und steigendem internationalem Status, haben die Großmächte die strategische Position von Lateinamerika seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise neu überdacht. Die Hauptziel ist es, strategisch seltene Ressourcen und Märkte an sich zu reissen und zu versuchen, die Unterstützung der lateinamerikanischen Länder in globalen Fragen zu gewinnsen und zu sicher, wie Klimawechsel und die Reform des internationalen Finanzsystems.
Die Gründung der CELAC ist ein großer Durchbruch bei der regionalen Integration und wird helfen, Missverständnisse, Differenzen und Spannungen zu lösen und ihre Fähigkeit stärken, ausländische Einmischung in die Region zu verhindern.

CELAC wird die Rolle eines „regionalen Sprechers“ übernehmen bei Ministergesprächen auf wichtigen internationalen Foren, laut der Caracas-Erklärung, die auf Gipfel des neuen Blocks unterzeichnet wurde.
Indem sie ihre eigenen Kommunikations- und Koordinationsmechanismen errichten, werden die lateinamerikanischen und karibischen Länder fähig sein, den regionalen Dialog und Kooperation zu verstärken sowie ihre Stimme und ihren Einfluss in globalen Angelegenheiten; und sie werden fähig sein, neue Entwicklungs- Wege zu erforschen, Differenzen und Reibungen in der Region beizulegen und auf neue Herausforderungen zu reagieren, die durch die rapide Veränderung der internationalen Landschaft auftauchen.
Als eine regionale Organisation unter Ausschluss der USA kann die CELAC eine Alternative zur Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) werden, die von Washington dominiert wird. Die meisten lateinamerikanischen Länder wollen dem überwältigenden US-Einfluss entkommen oder ihn zumindest vermindern.
Besonders durch das Entstehen der LA-Linken ist eine Welle der „Beseitigung der Amerikanisierung“ in allen Bereichen gewachsen, von der Ideologie bis zur Ökonomie, Finanzen, Handel, Sicherheit und Diplomatie. Die US-geförderte „Freihandelzone der beiden Amerikas“ ist gescheitert und die Bemühungen der Obama-Verwaltung, ihre LA-Politik neu zu gestalten hat wenig erreicht.
Die Kooperation innerhalb der Region kann der Gruppe helfen, die internationale ökonomische Krise kollektiv anzugehen und komplementäre Kooperation in Handel, Energie, Landwirtschaft, sozialer Entwicklung, Finanzen, Infrastruktur, Klimawechsel und anderen Bereichen zu fördern.
Doch die Operation und Entwicklung der CELAC hat noch viel zu überwinden.
Die Mitglieder haben noch keinen vollständigen Konsens über die Anordnung der Funktion erreicht und der operativen Rahmen steht auch noch zur Debatte, einschließlich der Richtung der Technisierung, die Quelle der Finanzierung und wie man mit anderen sub-regionalen Organisationen Koordination eingeht.
Die Einmischung äußerer Kräfte, Handels-Protektionismus innerhalb Lateinamerikas und territoriale Streitigkeiten sind auch potentielle Hindernisse für die künftige Entwicklung der CELAC.
Außerdem haben die großen regionalen Länder unterschiedliche Prioritäten für die regionale Integration. Brasilien betrachtet die Mercosur und die Union Südamerikanischer Länder als wichtig, während Mexiko, das im Rahmen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens operiert, stark vom Handel mit den USA abhängig ist.
Dennoch steht die Schaffung der CELAC in Übereinstimmung mit den allgemeinen Interessen Lateinamerikas.
China hat aktiv seine Beziehung mit LA entwickelt und ist bereit, den Dialog zu stärken, die Konsultation und Kooperation mit relevanten Organisationen in verschiedenen Bereichen. China hat auf Ministerebene einen Dialogmechanismus mit der Rio-Gruppe errichtet und ist Beobachter beim LA-Parlament, der Wirtschaftskommission für LA bei der UNO und der Lateinamerikanischen Integrations-Vereinigung.
Die Beziehungen zwischen China und LA bewegen sich ständig von der bilateralen hin auf die globale Ebene und gegenseitiger Kontakt und Kooperation wird ständig verbessert.
China erwartet eine stete und gesunde Entwicklung der CELAC und hofft, dass sie eine starke Plattform für chinesisch-lateinamerikanische regionale Dialoge und Kooperation in der Zukunft sein wird.

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