Ich will hier die wesentlichen Punkte aus seinem langen Artikel, auf denen sein Optimismus basiert, kurz zusammenfassen und wiedergeben.
Meyssan fasst kurz zusammen, mit welchem enormen Aufwand Terrorbanden von dem Westen zusammengestellt, ausgerüstet und finanziert wurden, um Syrien zu destablisieren.
Regierungsgegner, ein wirres Gemisch, das 'Freie Syrische Armee' genannt wird. |
Noch lächerlicher sei es, wenn die Westmedien sklavisch die Meldungen einer Dependance der syrischen Bruderschaft übernehmen, dem Syrian Observatory of Human Rights [die sich als Würstchenbude in London entpuppt hat, wie ich hier geschrieben habe.] Rhetorisch fragt er, seit wann die Fundamentalisten Freunde der Menschenrechte seien.
Aber man verwandelte ganz einfach die Terroristen in Demokraten, indem der
"Syrische Nationalrat" gegründet wurde, mit einem Sorbonne Professor an der Spitze und einer ehemaligen Maitresse des Chefs des DGSE [franz. Auslands-
Geheimdienst] als Sprecherin. Aus dem Emir von Katar und dem saudischen König, den absoluten Monarchen wurden glühende Verfechter der Revolution und Demokratie. Und aus Frankreich, England und den USA, die gerade mal in Libyen 160 000 Menschen umgebracht haben, wurden Philanthropen. Das alles wurde dann von den Mainstreammedien publikumswirksam aufbereitetet.
Doch die Masquerade wurde durch das Doppelveto von Russland und China am 4. Februar 2012 beendet.
Al-Assad begrüßt den russischen Außenminister Lawrow |
Am folgenden Tag informierte das US-Außenministerium die syrische Opposition im Exil, dass sie nicht mehr auf amerikanische Hilfe zählen könnte. Als diese merkte, dass sie betrogen worden sei, hat man sich sogar an Israel um Hilfe gewandt.
Die libanesische Armee bei Operationen im Norden des Landes. |
[Zu ergänzen wäre die Einnahme der Hochburg der Reaktion in Homs, wo weitere 700 Gefangene gemacht wurden, worüber auch Meyssan noch keine genaueren Angaben hatte.]
Somit hätten der Libanon und Syrien ihre Souveränität auf ihrem gesamten Territorium wiederhergestellt.
So weit Meyssan. So gerne ich seinen Optimismus teilen möchte, zögere ich, ihm voll und ganz zuzustimmen. Ich misstraue zutiefst den USRAEL/NATO Mächten, aber im Augenblick noch mehr den Hysterikern in den Golfstaaten, Saudiarabien und Israel. Was wäre, wenn die im Alleingang losschlügen und auf den lieben Gott und - natürlich - auf die USA vertrauten? Könnte diese es zulassen, dass ihre "Brüder" Prügel beziehen?
Auf jeden Fall - auch wenn sich der Westen jetzt mit eingekniffenem Schwanz still und leise zurückzieht und tut, als wäre nichts gewesen - so ist damit die Gefahr für Syriens Regierung nicht vorüber. Zu lange schon ist ihr Sturz in Washington geplant. Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
@Alle & Einar
AntwortenLöschenDer Artikel von ThieryMeyssan steht seit dem 14.02.2012 auf Voltairenet "Das Ende der Kriegsparty im Nahen Osten "
MfG Teuguan
Moin Einar,
AntwortenLöschender Link voltaire.net ist falsch - besser ist voltairenet.org
Ansonsten: lehrreich und spannend zugleich!
lg
es gab in Lybien einen Befehl (allerdings erst nach der Ermordung Gaddafis, und damit zu spät) - keine Gefangenen.
AntwortenLöschenWenn Assad dies jetzt nicht umsetzt, wird er auf Dauer doch noch verlieren. Wenn er dies allerdings umsetzt, jetzt, nach der Rückeroberung von Homs und den Basen, wird er der Nato und den "freiwilligen" Einsatzkräften zeigen, daß ihr Preis ebenso hoch wie seiner ist.
Der zweite Schritt, nach der Sicherung des eigenen Territoriums wäre allerdings (und dies wäre auch für uns fatal) dem Agressor entgegenzutreten und auf seinem Territorium zu begegnen (das fängt mit Kopfgeldprämien für diverse Journalisten, Politikern etc. an) und würde im Extremfall mit dem Zusammenbruch unserer "Zivilisation" enden.
Ja stimmt - viel interessanter ist es was sie mit den verbliebenen Gefangenen machen, und ich rede hier von syrischem Ratten-Ragout.
AntwortenLöschenjeder vom syrischem Ratten-Ragout hat Anspruch auf die heimatliche Scholle: 2x1m, ca. 1,80 tief.
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