Man merkt, wie vorsichtig ägyptische Journalisten sich ausdrücken
müssen, wenn sie wunde Punkte ansprechen. Aber zwischen den Zeilen
kann man ja lesen, dass die Wirtschaft in den vergangenen 3 Jahren
völlig in den Keller gerutscht ist. Aber natürlich kein Wort von
den Milliarden, die Sisi von den Saudis zur Unterstützung erhalten
hat, die wahrscheinlich umgehend in die Schweiz entschwunden sind.
Kein Wort auch, wie es der Masse der Bevölkerung geht, nur Gerede,
wie schlimm es den Geschäftsleuten geht. Und auch kein Wort, dass
die größten Geschäftsleute die Generäle selbst sind, die sich
unter Mubarak alle einträglichen Geschäftszweige unter den Nagel
gerissen haben. Die Ökonomie ist ja für jeden Staatschef die
Nagelprobe. Und wenn sich Sisi nicht bald etwas einfallen lässt,
dann wird er nicht lange überleben, höchstens mit noch größerer
Brutalität.
Spannungen zwischen Sisi und Geschäftswelt steigen
Ahmed Fouad
20. August 2014
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| Straßenverkäufer in Kairo vor einem Geldwechselladen
(photo by REUTERS/Amr
Abdallah Dalsh) |
Die Spannungen könnten steigen, nachdem al-Sisi die Geschäftswelt aufgefordert hat, dem Staat Gelder zu spenden, um die Wirtschaft des Lands zu unterstützen.
