Eine sehr interessante Geschicht über Varoufakis, die uns bisher niemand erzählt hat. Daher bin ich geneigt, dem Urteil von William Engdahl zuzustimmen. Dasselbe haben wir ja auch schon in der Ukraine erlebte, wo dem Land eine US-Staatsbürgerin als Finanzministerin aufs Auge gedrückt wurde und hier ist es ein australischer Staatsbürger. Und schaut euch seine Kumpane in den USA und in der EU an. Wer von uns hat sich nicht gewundert, dass Griechenland das großzügige Angebot Putins nicht angenommen hat? Das war weder im Interesse des Landes noch seiner Bürger, sondern allein im Interesse der griechischen Oligarchen-Mafia und der Europäischen Zentralbank. Mal sehen, wie er sich verhalten wird, wenn die Griechen morgen gegen den Verbleib in der EU stimmen. Hoffentlich stimmen sie damit auch gegen seinen Verbleib in der Regierung. Und diese Nachricht kam gestern abend noch:
Na, Prost: US-Firma (Goldman Sachs) führt die Auszählung des Griechenland-Referendums aus
Da fragt man sich: Sind die wirklich von allen guten Geistern verlassen? Aber es sind ja die Freunde von Varoufakis und auf die kann man sich verlassen. Hahaha.
F. William Engdahl
2. Juli 2015
Irgendetwas stinkt am griechischen Finanzminister und dem ganzen Griechenland-Schlamassel, der sich seit der Wahl der nominell pro-griechischen Syriza-Partei im Januar entwickelt hat. Ich komme zögerlich zu dem Schluss, dass Varoufakis keinesfalls der Champion der unglücklichen Griechen, sondern vielmehr Teil eines viel größeren und sehr schmutzigen Spiels ist.
Der brillante Psychologe Eric Berne, Autor des einflussreichen Buchs Games People Play[deutscher Titel: »Spiele der Erwachsenen«], würde das Spiel, das Varoufakis und die Troika treiben, vermutlich als »Rapo« bezeichnen, wie bei der Vergewaltigung der Griechen und letztendlich der gesamten EU, Deutschland eingeschlossen. Wie komme ich zu diesem überraschenden Schluss?
Als die Links-rechts-Koalition von griechischen Bürgern gewählt wurde, die genug hatten von jahrelanger drastischer Sparpolitik, den Rentenkürzungen sowie Kürzungen im Gesundheits- und Bildungssektor, die vom IWF verlangt werden, damit die Gläubiger Griechenlands ihr Pfund Fleisch zurückbekommen, hegte auch ich die Hoffnung, in Athen sei nun endlich eine Regierung im Amt, die sich für die Interessen ihres Volkes einsetzte.