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| Putin warnt EU |
Die Nato ist hypernervös, weil sie merkt: Im Falle eines russischen
Sieges in Syrien kommt die Wahrheit über das Verhältnis des
Nato-Mitglieds Türkei zum Islamistischen Terror (IS) ans Licht. Wenn die
Flüchtlinge zurückkehren können, fehlt Erdogan plötzlich das Faustpfand
für seine Erpressung. Es ist eindeutig, wer in diesem Konflikt ein
Interesse an einer Eskalation hat.
Die Reaktionen des westlichen Bündnisses auf den Abschuss eines russischen Kampfbombers zeigen, dass die Nato sehr nervös ist. Sie ist drauf und dran, die Kontrolle über Russland in Syrien zu verlieren. Der türkische Ausritt, der mit großer Wahrscheinlichkeit von den Geheimdiensten geplant worden ist,
trägt mehr den Charakter einer ratlosen Symbolhandlung als einer
durchdachten Kommando-Operation. Der russische Botschafter bei der Nato,
Alexander Gruschko, nannte das Statement ein Schattenspiel.Der Grund für die Suche der Nato nach einem schattigen Versteck liegt in Putins Feststellung, dass jene, die das russische Flugzeug abgeschossen haben, Komplizen der Terroristen seien. Die Türkei ist ein Nato-Staat: Erstmals sieht sich das Bündnis dem offiziellen Vorwurf des Terrorismus ausgesetzt. Bis jetzt hat die Nato immer nur andere mit dem Etikett versehen. Doch die Nervosität hat handfeste militärische Gründe.
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