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Dienstag, 29. Mai 2018

Eine andere Sicht auf das 'China von heute'


Zu den in der Roten Fahne, dem kommunistischen Organ der KPD,
erschienenen Beiträgen über China
Brigitte Queck 
10.5.2018
Notwendig finde ich, dass Die Rote Fahne, das Organ der Kommunistischen Partei Deutschlands, diese, bei Linken und auch teilweise auch Kommunisten, schon seit langem diskutierte Frage: „Geht China wirklich auf dem Weg des Sozialismus voran?“ in den Mittelpunkt der Diskussion stellt.
Befremdet hat mich allerdings die Form dieser notwendigen Diskussion, bei der sofort und ohne gegenteilige Einschätzung eines anderen Genossen der KPD, der Beitrag der DKP-Zeitung „Theorie und Praxis“ abgedruckt wurde, in dem kategorisch in Frage gestellt wird, dass China den sozialistischen Entwicklungsweg eingeschlagen hat. Stattdessen wurde parallel dazu der Beitrag des Gen. Blessing veröffentlicht, der das ebenso verneint!!
Der Autor von Theorie und Praxis stammt aus einem Teil Deutschlands, in dem noch nie Sozialismus herrschte und Gen. Blessing hatte, nebenbei gesagt, eine nicht unwichtige Position in der sogen. Nachwendezeit inne, in der er den Sozialismus der DDR damals nicht verteidigt hatte, als diese von der Konterrevolution beseitigt wurde.
Zu den beiden Beiträgen ist folgendes zu sagen:
1. China ist mit derzeit 1,4 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt.
Nach der sogenannten Geheimrede des damaligen Generalsekretärs der KPdSU, Nikita Chrustschow auf dem XX. Parteitag in der Sowjetunion und der daraufhin einsetzenden Verunglimpfung, bzw. dem Verschweigen der Verdienste des KPdSU Vorsitzenden Josif W.. Stalin, der an der Spitze des größten sozialistischen Staates der Welt den Faschismus in Europa siegreich geschlagen hat, erwies China diesem großen Arbeiterführer auch weiterhin seine Ehre!
2. China ist nach dem selbst verschuldeten Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems auf dem antikapitalistischem Weg weiter vorangeschritten!
Und nun zu den gegenüber China angeführten Vorwürfen:
Es wird dort gesagt, dass China ein angeblich kapitalistischer, bzw. sogar imperialistischer Staat sei. Das ist falsch.
Das nenne ich echte Modernisierung - 50:50 Frauen und Männer, mit Namensschild auf der Brust, nicht bis an die Zähne bewaffnet, schnell präsent und als Menschen ansprechbar.
Wer bei Zitaten unserer kommunistischen Vordenker Karl Marx, Friedrich Engels, Wladimir Lenin, Klara Zetkin, Rosa Luxemburg, Karl Liebnecht, Georgi Dimitroff u.a. nachschaut, der findet bei der Beschreibung des Imperialismus oft Folgendes: ‚Der Imperialismus ist „die letzte Etappe des Kapitalismus“, er trägt “absterbenden“ , „faulenden Charakter“ und verhält sich gegenüber anderen Staaten, vor allem den Entwicklungsländern gegenüber, als „aggressiv und neokolonialistisch“. Wo bitte schön ist China ein „faulender“, „absterbender“, bzw. aggressiver Staat, der, wie die USA/NATO, andere schwächere Staaten, die einen anderen Entwicklungsweg, als den kapitalistischen, eingeschlagen haben, militärisch angreift, Millionen Menschen tötet, oder sie ihrer Existenz beraubt?
Ganz im Gegenteil. China ist ein blühendes und ökonomisch hoch entwickeltes Land, das anderen, wenig entwickelten Staaten, beim Aufbau ihrer Länder und der Entwicklung einer eigenen Infrastruktur hilft, ohne an diese, wie es die imperialen Zusammenschlüsse von IWF und Weltbank in Ruanda, in Jugoslawien u.a. getan haben und tun, Kredite an politische und wirtschaftliche Forderungen zu knüpfen! Wer dies nicht sieht, ist entweder blind, oder böswillig!