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Donnerstag, 2. Februar 2017

Was in aller Welt macht Russland eigentlich in Astana?



Einar Schlereth
2. Februar 2017


Ich habe vor 8 Tagen den Artikel „Russland und USA schreiben gemeinsam neue Verfassung für Syrien“ aufgelegt und habe im Vorwort dies „als Zumutung für Syrien und einen Riesenskandal“ bezeichnet. Weil es erstens ohne die Mitwirkung Syriens geschah; zweitens der Entwurf zuallererst der „Opposition“ unterbreitet wurde; drittens die Mitwirkung der USA eine Ungeheuerlichkeit ist, die das Land mit Krieg und Massenbombardements und weit über 100000 Toten überzogen hat; viertens die Syrer selbst schon 2012 eine neue Verfassung geschrieben hatten unter Mitwirkung der Opposition, die NICHT zu den Waffen gegriffen hatte, und die in einem Referendum eine äußerst große Zustimmung gefunden hatte. Und fünftens haben die Syrer selbst immer Leute mit Waffen in der Hand nicht als echte Oppositionelle, sondern als Staatsfeinde angesehen.

Die sogenannte Opposition
Nun schreibt auch Pål Steigan am 30. Januar 2017 auf seinem Blog in Norwegen „Hva i all verden driver Russland med i Astana?“ (Was in aller Welt haben die Russen in Astana vor?), der mit ähnlicher kritischer Stellungnahme auch vom schwedischen Jinge Blog veröffentlicht wurde. Er führt aus (aus dem Norwegischen):

„Es gibt allen Grund, sich die Frage zu stellen, wieso Russland eine Verfassung für Syrien vorschlagen soll. Ist Syrien nicht ein selbständiges Land und ist es nicht Mitglied in der UNO? Wieso muss eine Großmacht ein Grundgesetz für das Land vorschlagen? Sollte das nicht die eigene Sache des Landes sein?