Gestern abend sah ich mit 50 Jahren Verspätung meinen ersten Hitchcock-Film: PSYCHO (1960). Nicht schlecht gemacht und keine Orgie in Gewalt. Er wird als sein bester Film angesehen. Gut und schön. Aber was für ein verlogener Film über die USA. Wie anständig und gut doch die Menschen alle sind. Das Mädchen, das sich 40 000 $ unter den Nagel reisst und abhaut, wird schon am Abend von Reue gepackt und will am nächsten Tag zurück und das Geld abliefern. Nur gibt es keinen nächsten Tag für sie. Dem vielfachen Mörder wird von den Bullen nicht die Schnauze poliert, ja, er bekommt sogar eine warme Decke in seine Zelle gebracht. Und die Bullen sind voller Verständnis für seinen Psycho-Defekt. Der Geschädigte wollte auch keine Anzeige machen, wenn er nur seine Knete wieder zurückbekommt.
Ein solches Land namens USA hat es nur leider niemals gegeben. Erinnern wir uns. Die USA intervenierten bis 1960 in:
China, 1945-49
Italien, 1947-49
Griechenland, 1947-49
Philippinen, 1945-53
Südkorea, 1945-53
Albanien, 1949-53
Deutschland, 1950
Iran, 1953
Guatemala, 1953-1990
Naher Osten, 1956-58
Indonesien, 1957-58
Britisch-Guyana, 1953-64
Vietnam, 1950-73
Kambodscha, 1953-73
Kongo/Zaire, 1960-65
(Siehe 'A Brief History of US-Interventions since 1945' by William Blum http://www.thirdworldtraveler.com/Blum/US_Interventions_WBlumZ.html )
Das sind also 15 mal seit Ende des 2. Weltkrieges und dutzende weitere "chirurgische Eingriffe" sollten bis heute folgen. Die Folge waren Millionen und aber Millionen Tote, noch viel mehr Millionen Verwundete, noch viel mehr Millionen mit Langzeitschäden bis heute, Zerstörung, Elend und - nicht zu vergessen - in Verbindung mit scheußlichsten Gräueltaten des US-Militärs, wo immer es seine Stiefel hinsetzte.
Außerdem war das die Zeit der "Kommunisten"-Verfolgungen unter Hoover, obwohl man echte Kommunisten mit der Lupe suchen musste. Aber für Hoover waren alle, die das Maul aufmachten oder vielleicht vor hatten, es auf zu machen, Kommunisten. Und auch die Schwulen (typisch - er war selbst schwul!) und die Lesben und die Unzucht Treibenden usw. usf.
Aber im Film wird von Hitchcock eine heile Welt gemalt. Und man schaue sich bitte die Schnitte an. Nicht wie heute haarscharf an den Brustwarzen und der Muschi vorbei, nein, sicherheitshalber mindestens 10 cm vom Brustansatz entfernt und einen halben Meter unter dem Arsch. Trotzdem - so erzählte mir gestern der sehr gut informierte Filmverleiher - wurde der Film von der Zensur zurück an den Verleiher geschickt mit der Begründung, man würde die Brustwarzen sehen. Aber es gab weit und breit keine Brustwarzen. Also zurück zur Zensur und dann ging er durch. Da hat also irgendein Idiot die im Film nur halbnackte Person in der Vorstellung wohl ganz nackt gesehen!
Und natürlich waren die Frauen schon damals an und unter den Armen rasiert (ob an anderen Stellen auch, war ja leider nicht festzustellen). Diese Unsitte, um nicht zu sagen das Verbrechen, hat also damals schon begonnen und breitete sich natürlich nach und nach auch bei uns aus. Was zeigt uns das? Dass die Ami-Gesellschaft aus Pädophilen besteht, wo die Frauen wie Barby-Puppen aussehen sollen mit einer Haut, so glatt wie ein Babyarsch. Weil sie vor richtigen Frauen aus Angst in die Hose scheissen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Unsitte schädlich ist in vielfacher Hinsicht.
Das muss man sich vorstellen: die katholische Kirche verbot über Jahrtausende hinweg, dass das Kopfhaar der Frauen (wie bei den Moslem-Extremisten), das Haardreieck unter den Armen (von wegen der Ähnlichkeit) und überhaupt die nackte Haut unsichtbar zu sein hatten. Und heute beugen sich die Frauen aus freiem Willen diesem uralten Diktat der Kirche und der Männer. Und meinen, es sei ihr eigener Geschmack, ihr eigener Widerwille gegen Behaarung. Und sie halten sich womöglich noch für emanzipiert. FY FAN, wie die Schweden sagen. Hört sich besser an als: DEN TEUFEL AUCH!
Das ist die USA, wie sie leibt und lebt.
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Montag, 7. November 2011
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