Mittwoch, 3. Februar 2016

Erster Kölner Anti-Militäratlas ist erschienen




Eine wunderbare Initiative.  Ein Atlas, auf dem alle die Banditen-Firmen reingemalt  sind, die zum Krieg hetzen und am Krieg massenhaft verdienen. Natürlich gibt es dann genug Leute, die sagen: Aber wenn die dichtmachen, verlieren wir die Arbeit. Dass es auch vernünftige Arbeit zu tun gibt (und zwar reichlich) kommt denen nicht ins Hirn. Wenn jetzt noch reihum mindestens 10 000 Leute vor den Toren dieser Verbrecher demonstrierten, wäre das ja richtig super. Und natürlich müssten solche Karten in  allen Städten erstellt werden.

Krieg beginnt, wo nur ausgewählter Opfer gedacht wird
  Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
3. Februar 2016

Krieg beginnt (auch) in Köln! Die Broschüre „Wir.Machen.Krieg. Kölner Anti-Militäratlas“ zeigt, wo Widerstand und Protest in der Domstadt auf die teils verborgenen Bundeswehr-Partner trifft: vor Standorten, bei Vereinen und gewinnorientierten Unternehmen (Banken, Industrie, Anwaltskanzleien, Gewalt-Software-Hersteller ElectronicArts EA), bei Kultur und Kirchen, innerhalb des Stadtbildes und innerhalb städtischer Einrichtungen wie in Schulen und der KölnMesse. Informativ.


Gamescom 2009 (Foto:arbeiterfotografie.com)

Krieg beginnt immer mit Lügen: Wir.Dienen.Deutschland.

In einer Fleißarbeit auf rund 80 Seiten im A4-Format dokumentiert eine umfangreiche Info-Sammlung beispielhaftes Vorgehen unterschiedlicher Proteste und Protestformen. Ein Lageplan liefert auf einen Blick Orientierung über Einrichtungen, die der Bundeswehr am Standort als drittgrößtem Arbeitgeber Kölns (in Geldwerten gemessen zweitgrößtem Arbeitgeber) nützlich sind. Bundesweit ist die Bundeswehr auf mehreren hundert Messen und öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland vertreten. Beispiel einer Aktion zur Bildungsmesse didacta von schulfrei-fuer-die-bundeswehr war es, Infotexte in Postkartenform unter das Bundeswehr-Werbematerial zu mischen. Darauf hieß es: „Krieg beginnt immer mit einer Schlacht der Lügen. Auch Jugendoffiziere lügen, wenn sie behaupten, sie hätten in Afghanistan an ‘friedenssichernden Maßnahmen und Konfliktbewältigung’ teilgenommen. In Afghanistan wird von 36 Staaten seit zwölf Jahren Krieg geführt. In Slums leben nicht mehr 2,4 Mio. sondern 4,5 Mio. Menschen. Unterernährt sind nicht mehr 30% sondern 39% der Bevölkerung“ nach einer UNO-Erhebung.


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