Dienstag, 16. Februar 2016

Immer weniger Morde und Selbstmorde in Russland


Nun soll mir doch mal jemand das Rätsel lösen: In dem bösen, aggressiven Russland, das kurz vor dem Zusammenbruch steht sinken die Mordrate und in der tollen westlichen Demokratie USA steigt sie. In Russland können Frauen mitten in der Nacht alleine nachhause gehen, wie ich in St. Petersburg sah, während sie sich bei uns – wenn man den Westmedien trauen soll - eine Leibgarde zulegen müssen. Wie kommt das nur?


Immer weniger Morde und Selbstmorde in Russland
Stefan Lindgren
15. Februar 2016


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

2002, zu Beginn der Putin-Präsidentschaft wurden in Russland 44252 Morde begangen, was eine Mordfrequenz von 30.2 Morde auf 100000 Einwohner bedeutet.
2015 ist die Zahl der Morde dramatisch auf 8 Morde pro 100000 Einwohner gesunken, ein Zehntel weniger als im voraufgegangenen Jahr und nur ein Viertel der Frequenz im liberalen Chaos.

In der Hauptstadt Moskau ist die Situation noch besser; dort ist die Mordfrequenz auf 3.2 gefallen. Gleichzeitig liegt die Frequenz in Washington bei 18.3. Das bedeutet, dass die Chance, in Washington beim Weißen Haus ermordet zu werden 6 Mal höher als beim Kreml. Außerdem nehmen die Morde in Moskau ab, während der Trend in Washington am steigen ist.

Das bedeutet nicht, dass alles Frieden und Freude in Russland ist. Nach einem lange fallenden Trend nahm die Kriminalität mit 6.7 Prozent vom Januar bis zum August im Vorjahr zu, laut der russischen Anwaltschaft.

Aber, wie der finnische Advokat Jon Hellevig auf seinem Blog schreibt, sind die Westmedien schnell dabei, die geringste Steigerung zu melden, während alle sinkenden Trends unter Putin im Westen spurlos vorübergehen.

Quelle

Auch die Selbstmorde werden weniger

Die russische Selbstmord-Frequenz ist auf den niedrigsten Stand seit 50 Jahren gesunken. Die Anzahl Selbstmorde betrug im vorigen Jahr 24 982, was 17.1 Fälle auf 100000 Einwohner bedeutet.

Die Selbstmorde sind in den vergangenen 14 Jahren kontinuierlich gesunken. 2015 fiel die Zahl um 6.2 Prozent, laut dem staatlichen Statistikbüro Rosstat.

Ein hohe Selbstmord-Rate – mehr als 20 Fälle auf 100000 Einwohner – wurde in 37 der 85 Regionen im vorigen Jahr registriert, berichtete RBC. Dazu gehören die Regionen im Norden, Ural, Sibirien und der Ferne Osten laut Rosstat.

18 russische Regionen, einschließlich Moskau, St. Petersburg und die Republiken im Nordkaukasus wiesen niedrige Selbstmord-Frequenzen auf – weniger als 10 Fälle auf 100000 Personen.

Moscow times vom 10. 2. 16


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