RT Interview (Valeriy Melnikov ) mit
Prof. Michel Chossudovsky
2. September 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
RT: Präsident Obama besuchte am Montag eine von der USA geleitete Konferenz über die Arktik in Anchorage, Alaska. Das Weiße Haus förderte die Reise als Teil von Obamas Drängen auf Handeln in der Klimawandlung. Wie wichtig ist die arktische Region und dieses Treffen besonder für die USA?
Michel Chossudovsky (MC): Erstens müssen wir verstehen dass dies eine US-Initiative ist, die auf das US-Außenministerium zurückgeht, das keine Behörde ist, die mit Umweltfragen zu tun hat – sondern mit Geopolitik.
Die angekündigte Agenda richtet das Augenmerk auf den Klimawandel und die Umwelt. Aber ich habe den Verdacht, dass die versteckte Agenda hinter dieser Konferenz sich letztlich darum dreht, die Arktik im Interesse der anglo-amerikanischen Ölgiganten zu entwickeln. Es gibt dort riesige Öl- und Gasreserven. Das ist zwar nicht die offizielle Agenda, aber das ist das eigentliche Ziel und der Beweis ist, dass sie unter der Schirmherrschaft des Außenministeriums stattfindet, was an der Natur der Konfrontation liegen mag, die zwischen dem Westen einerseits und der Russischen Föderation andererseits besteht.
