Der Artikel liegt schon lange auf dem Desktop, aber er ist so
wichtig, dass ich ihn jetzt trotzdem noch übersetze, weil es
reichlich Spinner – besonders in der ‘Linken’ - gibt, die von
dem neo-kolonialen China quatschen. Die sollten lieber mal darüber
nachdenken, was der christliche Westen diesem großen Kulturland
angetan hat. Aber wahrscheinlich haben sie davon nie etwas gehört.
Der Mythos vom neo-imperialen China
Die neue Seidenstraßen-Infrastruktur-Projekte können zu einem friedlichen und wohlhabenden Eurasien führen.
Pepe Escobar
19. März 2018
Übersetzt von Einar Schlereth
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Ihr könnt ruhig den EU-Rattenschwanz weglassen - auch gegen den Rest kann die USA nicht anstinken. |
Das Epizentrum der globalen Machtverschiebung im Osten bringt das US Think Tankland bis ins Mark zur Erschütterung - mit einer Vielzahl beschränkter Analysen, die von chinesischer "imperialer Überdehnung" bis hin zu Xi Jinpings chinesischem Traum, der "Alpträume" provoziert, reichen.
Das Grundargument ist, dass Kaiser Xi durch die Mythologisierung der Neuen Seidenstraße eine globale Machtergreifung anstrebt.
Was tatsächlich geschieht, ist, dass BRI dem Diktum von Mackinders eine neue Bedeutung verleiht, dass die Kontrolle der Weltinsel die Kontrolle über Eurasien bedeutet - der Antrieb hinter der ganzen Karriere des verstorbenen Zbigniew "Grand Chessboard" Brzezinski war.
Gewiss geht es bei BRI um die massiven Devisenreserven Chinas; das Bau-Know-how, die Überkapazitäten in der Stahl-, Aluminium- und Betonproduktion, öffentliche und private Finanzierungspartnerschaften, die Internationalisierung des Yuan und die vollständige Vernetzung von Infrastruktur und Informationsflüssen.
Dennoch ist BRI keine Frage der geopolitischen Kontrolle, die durch militärische Macht unterstützt wird; es geht um eine zusätzliche geopolitische Projektion, die auf Handels- und Investitionsverknüpfung basiert.