Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte Haïtis. Seit 200 Jahren versucht der Imperialismus der christlichen Weißen mit aller Gewalt - buchstäblich - diese Geschichte auszuradieren. Vergeblich. Die Haïtianer stehen immer wieder auf und kämpfen wieder und wieder und sie werden heute noch mit demselben Hass verfolgt wie vor 200 Jahren. Was sie geleistet haben, ist wahrlich unfassbar. Sie haben 100 Schlachten geschlagen und fast alle gewonnen und vor allem auch die letzte große Schlacht, die den endgültigen Sieg brachte. Sie schlugen die riesige Armee der Spanier, sie schlugen die 50 000 Mann Armee der Engländer, sie schlugen die 60 000 Mann Armee des Napoleon-Generals Leclerc - trotz aller Listen, Gemeinheiten, Betrügereien, Lügen und Hinterlist. Wo hat es je so viel Tapferkeit und Mut von Männern UND Frauen gegeben? Das hat die Weißen in den Wahnsinn getrieben. Und daher rächen sie sich noch heute. Und deswegen auch rührt kein Land einen Finger, wenn sich die Amis mitsamt der UNO und auch Ländern aus der Dritten Welt alle Schandtaten in dem armen, tapferen Land erlauben. Deshalb habe ich auch regelmäßig Artikel über dieses Land veröffentlicht und auch die NGO von Ézili Dantò bei Facebook aufgelegt, damit vielleicht der eine oder andere ihre Arbeit unterstützt. Doch bisher hat noch keiner nur einen Pfennig überwiesen.
Ézili Dantò, veröffentlicht von Marguerite Laurent.com
24. Januar 2018
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die heutigen Versuche, Haïti zu verteufeln, ist ein Glied einer langen Kette von Hegemonie und Unterdrückung dieses Insellandes in der Karibik. Am 1. Januar 1804 ist der Unabhängigkeitstag Haïtis. Die haïtianische Anwältin Ézili Dantò ehrt und erinnert an Janjak Desalin (Jean Jacques Dessalines), Haïtis Befreier und Gründungsvater. Ézili erinnert auch an die indigene Armee und die Frauen, die Jean Jacques beeinflusst haben. Jean Jacques Ideale und sein Erbe leben weiter – Nou la!
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| Jean-Jacques Dessalines, ehemaliger Sklave, General in der Haitianischen Revolution, erster Herrscher eines unabhängigen Haitis nach der Verfassung von 1805 und ein lwa im haitianischen Vodou-Pantheon. Ursprünglich als Generalgouverneur betrachtet, wurde Dessalines später von den Generälen der haitianischen Revolutionsarmee zum Kaiser Jacques I. von Haiti (1804-1806) ernannt. Er gilt als Gründungsvater von Haiti. Bild: ein postumes Wandbild von Dessalinen, in Port-au-Prince, Haiti. |
Jean Jacques Dessalines , seine Ideale und sein Erbe und die Frauen, die ihn beeinflusst haben
Der 20. September ist der Geburtstag von Haitis Gründungsvater Jean Jacques Dessalines (geboren am 20. September 1758, ermordet am 17. Oktober 1806). Geboren als Sklave unter europäischer Ideologie und in Ketten gelegt, um Frankreich und den europäischen Nationen in ihrer Weltherrschaft zu dienen. Aber er lebte, um den Kurs der Menschheit zu ändern. Er tat, was Spartacus nicht schaffte und vieles mehr.
Es gibt so viel über unsere afrikanischen und haitianischen Vorfahren, das wir nicht wissen, weil es bei der US-europäischen Vorgehensweise darum ging, die afrikanische Vergangenheit, die afrikanischen Identität und die Geschichte zu zerstören, um ihre eigenen Gesellschaften und ihre Zukunft aufzubauen und zu gestalten.
Wenn ich die Haitianer und jetzt auch einige großmäulige Ausländer höre, dass die Haitianer 1804 vergessen sollen und auch die Triumphe von Jean Jacques Dessalines, dem General der einheimischen Armee von Haiti, aufhören sollen, sich auf sie zu beziehen und lieber in die Zukunft schauen sollen; die Haitianer solleln auch nicht über die Misshandlung von Haitianern in der Dominikanischen Republik diskutieren, sollen aufhören, über die 30.000 Haitianer zu sprechen, die Trujillo 1937 abgeschlachtet hat,, werde ich daran erinnert, dass die Zerstörung unserer afrikanischen Vergangenheit, unserer haitianischen Realität, und alles, was die Haitianer jede Minute ihres Lebens erfahren, immer noch der globale US-europäische Modus operandi ist. Die haitianische Selbstbestimmung wird durch UNO-Besetzung, Bevormundung, Privatisierung, Freihandelsabkommen, Schulden, Lohnsklaverei und Zwangsassimilation unmöglich gemacht.
Haitianer werden gebeten, das zu kopieren und zu übernehmen, was Weiße und ihre Aufseher als ihre Realität, ihre Erfahrung und ihre Geschichte sehen. Aber Jean Jacques Dessalines unterbrach mit der Schaffung der Nation Haiti diesen Modus operandi. Er hat nicht kopiert und übernommen, was weiße Köpfe als Zivilisation, als Gerechtigkeit und Demokratie ansahen. Jean Jacques Dessalines blickte auf seine eigene Welt und seine alltäglichen Erfahrungen, nahm auf, was er mit seinen eigenen Augen sehen konnte, was er mit seinen eigenen Ohren hören konnte, was er sich mit seinem eigenen kostbaren Herzen, seiner eigenen unbeugsamen Seele vorstellen konnte und schuf eine Nation, ein Haiti, das diese Realität, diese Vision und diese Zukunft widerspiegelte, die seinem Volk am besten dienen würde. Sein Vermächtnis muss noch realisiert werden. Seine großen Ideale sind immer noch verborgen, seine humane Vision von der Menschheit und vom friedlichen und selbstbejahenden Zusammenleben wird immer noch missachtet.
«Haiti erklärte am 1. Januar 1804 seine Unabhängigkeit von Frankreich. Bis 1862 weigerte sich die amerikanische Regierung, das Land anzuerkennen. Thomas Jefferson bezeichnete 1799 die Führer von Haitis gewaltsamem Sturz der französischen Kolonialordnung als "Kannibalen der schrecklichen Republik". Die «haitianische Souveränität und die nationalistischen Aufstände, die sie im globalen Süden auslöste, wurden als eine Abweichung vom Rassenideal der Aufklärung angesehen, eine Vorstellung, die seit zwei Jahrhunderten andauert.»
- Doreen St. Félix im The New Yorker.
