Als ich vor Jahrzehnten zum ersten Mal davon hörte, dass wir - die sogenannten entwickelten Länder - unseren Müll in Entwicklungsländer transportieren, blieb mir schon die Spucke weg. Erst stehlen wir die Rohstoffe und Nahrungsmittel aus der '3. Welt' (wenn ihr dafür Pfennige bezahlt, werdet ihr das doch wohl nicht Handel nennen wollen!) und dann kotzen wir die unverdaulichen Reste an den Küsten der armen Länder wieder aus, damit möglichst viele Menschen, vor allem Kinder an den Giften krepieren. Das ist über alle Maßen empörend. Empörend ist auch die Gier und Rücksichtslosigkeit der Großkopfeten, die an dem Mist noch ein Geschäft machen. Ich finde es vollkommen richtig, dass Präsident Duterte den Kanadiern den Dreck vor die Küste kippen will, wenn sie ihn nicht mit Tempo sofort wieder abholen.
RT
26. Mai 2019
| 'Wir ersaufen im Müll!' (© Reuters / Toru Hanai) |
Ein anhaltender Streit zwischen Entwicklungs- und Industrieländern über Müllimporte hat die Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt, das die "fortgeschrittenen" Länder offenbar auf Eis gelegt haben - die Abfallwirtschaft.
Eine bittere Fehde zwischen den Philippinen und Kanada über eine Mülllieferung machte Schlagzeilen, als Präsident Rodrigo Duterte drohte, die Abfälle in die Hoheitsgewässer des nordamerikanischen Landes zu werfen, aber diese Situation ist in Wirklichkeit nur die Spitze des Eisbergs oder der Müllhalde.
Wichtigste Abfallerzeuger
Die entwickelten Nationen, die zu den größten Müllproduzenten gehören, haben sich als unfähig erwiesen, sie sicher zu verarbeiten. Sie produzieren auch die größte Menge an Kunststoffabfällen, die kürzlich als besonders zu behandelndes defährliches Material in die Basler Konvention aufgenommen wurde.
Vor allem die USA und Deutschland führten 2010 die Liste der fortgeschrittenen Nationen an, die die meisten Kunststoffabfälle erzeugten. Amerika erzeugte damals 38 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle, gefolgt von Deutschland mit 14,5 Millionen und Brasilien mit 12 Millionen Tonnen, so eine im September 2018 veröffentlichte Studie.

