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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Taiye SELASI - ein großer literarischer Wurf

Taiye SELASI

Einar Schlereth
14. Dezember 2013


Ihren ersten Roman, der im Original 'Ghana must go' heißt, fand ich zufällig in unserer kleinen Bibliothek unter dem schwedischen Titel 'Komma och Gå' (Kommen und Gehen). Welch ein Fund! Ihr magischer Stil hat mich unmittelbar gefesselt. Und dann sah ich hinten auf der Innenseite des Covers ihr Foto und das hat mich völlig umgeworfen. Eine solch klassische Schönheit, die Nofretete in nichts nachsteht, von magischem Aussehen. Ja, ihr Aussehen, ihr Schreiben hat mit Magie zu tun. Eine Magie, auf die ich erstmals bei meiner Reportage über die Samen hoch oben im Norden Schwedens stieß.

Ich meine magisch im doppelten Sinne. Zum einen bringt sie es fertig, Wortgewebe zu Gemälden zu flechten, farbig und kontrastreich von betörender Schönheit. Dazu gehört auch eine sehr scharfe Beobachtungsgabe, die sich auch in ihren Fotografien zeigt. Obwohl sie sich ja des Englischen bedient, vermeint man den Wohlklang des Yoruba zu hören, der Sprache ihrer Mutter. Mit ihrer Empathie gelingt es ihr, tief in die Menschen des Buches einzudringen, nicht nur die der großen afrikanischen Familie, sondern auch der Weißen oder Asiaten, die zur Familie hinzustoßen, um ein vollständiges Bild zu zeichnen, das äußere und innere, was schlichtweg magisch ist.