Zu dem Text: Ich habe verschiedentlich gelesen, dass Snowden jetzt erst die Dokumente prüft, nicht dass er sie auf der Arbeit prüfte. Dort hat er sie m. M. n. einfach summa summarum runtergeladen.
Aber eine andere Frage ist, die hier nicht gestellt wurde, inwieweit Snowden in Greenwalds Projekt der Zusammenarbeit mit Omidyar eingeweiht wurde und wann. Greenwald und Omidyar erwecken den Anschein, als habe sich das erst jetzt vor ein paar Monaten rein zufällig ergeben. Wirklich? Vielleicht, aber vielleicht hatten Snowden und Greenwald schon früher eine solche Möglichkeit ins Auge gefasst!?
Im übrigen möchte ich wieder einmal auf Artur Silber verweisen, der schon im Oktober seine Zweifel an der Greenwald-Omidyar-Story angemeldet hat, in einer wunderbaren und prägnanten Sprache (siehe hier). Vor allem hat Silber auch interessante Betrachtungen zu Assange und Snowden angestellt – der eine ist der Rebell, der andere
kritisiert nur vorsichtig die Abarten des Systems, nicht das System selbst.
Ungereimtheiten und unbeantwortete Fragen: Die Risiken des Vertrauens in die Snowden-Story
Kevin Ryan
1. Januar 2014
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| Greenwald und Snowden |
Im vergangenen Juni enthüllte Glenn Greenwald in The Guardian, dass Edward Snowden der NSA-Insider hinter „einer der bedeutendsten Ethüllungen in der US-politischen Geschichte“ sei. Snowden erklärte seine Motive durch Greenwald mit den Worten: „Es gibt wichtigere Dinge als Geld … Menschen zu schaden, ist nicht mein Ziel. Transparenz ja.“
Solch altruistische Motive waren willkommene Nachrichten zu der Zeit, wurden aber jüngst hinterfragt angesichts der Tatsache, dass nur ein winziger Teil der Dokumente beinahe ein Jahr nachdem Snowden mit Greenwald zu arbeiten begann enthüllt wurde. Noch bedeutender ist vielleicht, dass Pierre Omidyar die langsame Freigabe jener Dokumente finanziert. Es ist wert anzumerken, dass Omidyars Paypal-Unternehmen Verbindungen mit der NSA hat.
