Stefan Lindgren
Aus dem
Schwedischen: Einar Schlereth
Russland erhöht
den Zinsfuß
Russlands Zentralbank erhöht den Zinsfuß mir 025 % auf 7,5 %. Das
beruht vor allem darauf, dass ein Ansteigen der Inflation auf 5 –
5,5 % für 2019erwartet wird, die 2020 wieder auf 4 % sinken wird.
Damit versucht Russland auch das Interesse der globalen Investoren
wach zu halten, in einer Zeit, wo «der Markt» die Aussichten für
Wachstums-Ökonomien unter dem Wildwuchs amerikanischer
Sanktions-Drohungen und Zoll-Erhöhungen in Frage stellt.
Russland erhöhte den Zins einen Tag nachdem die Türkei ebenfalls eine kräftige Erhöhung des Zinsfußes ankündigte und ähnliche Maßnahmen folgen in Argentinien, Indonesien und anderen Entwicklungs-Ökonomien.
Der Zins in allen BRICS-Ländern ist höher als in der westlichen Welt. Brasilien hat 6,5 %, China 4,35 %, Südafrika 6,5 % und Indien wird am Ende des Quartals auch auf 6,5 % erhöhen.
Der russische Zinsfuß lag Ende 2014 bei 17 % und auch damals war die Ursache vor allem in Störungen, die von der westlichen Sanktionspolitik ausgingn. Der Wert des Rubels iat um 14 % gegenüber dem Dollar bisher im Jahr gesunken, aber stieg um 9,7 % am Freitag.
Russland erhöhte den Zins einen Tag nachdem die Türkei ebenfalls eine kräftige Erhöhung des Zinsfußes ankündigte und ähnliche Maßnahmen folgen in Argentinien, Indonesien und anderen Entwicklungs-Ökonomien.
Der Zins in allen BRICS-Ländern ist höher als in der westlichen Welt. Brasilien hat 6,5 %, China 4,35 %, Südafrika 6,5 % und Indien wird am Ende des Quartals auch auf 6,5 % erhöhen.
Der russische Zinsfuß lag Ende 2014 bei 17 % und auch damals war die Ursache vor allem in Störungen, die von der westlichen Sanktionspolitik ausgingn. Der Wert des Rubels iat um 14 % gegenüber dem Dollar bisher im Jahr gesunken, aber stieg um 9,7 % am Freitag.
https://www.cbr.ru/eng/press/keypr/, wsj 14/9
London sucht noch
mehr Verdächtige
Die Verdächtigung zweier Russen, Alexander Petrow und Ruslan
Bsjirow des Mordversuchs am Doppelagenten Sergej Skripal und dessen
Tochter führte in dieser Woche dazu, dass die beiden Russen
vorzogen, im russischen Fernsehen aufzutreten für ein 20 Minuten
Interview.
Sie versicherten, dass sie gewöhnliche Touristen seien, die Salisbury wegen u. a. der berühmten Kathedrale besuchen wollten. Ihr Zeugnis wurde in den Westmedien wegewischt als schlechter Versuch «um zu retten, was zu retten ist» (Anna-Lena Laurén in DN). Im übrigen waren die Männer sehr verschwiegen darüber, wer sie sind. Gewöhnliche Touristen? [Wieso, sie sagten, dass sie Sportler coachen würden. Das reicht doch. Und Putin sagte, sie sind keine Geheimdienstler. D. Û.]
Großbritannien wird monatlich von ca. 22 000 russischen Touristen besucht und viele machen, laut britischen Medien, Ausflüge außerhalb Londons, wobei Salisbury mit seiner Kathedrale und dem Original der «Magna Charta» übliche Ziele sind.
Der frühere Diplomat Craig Murray, der genauestens das Alibi der beiden Russen untersuchte, sagte, dass das wasserdicht sei (https://t.co/EyLjQv0WOh).
Sie versicherten, dass sie gewöhnliche Touristen seien, die Salisbury wegen u. a. der berühmten Kathedrale besuchen wollten. Ihr Zeugnis wurde in den Westmedien wegewischt als schlechter Versuch «um zu retten, was zu retten ist» (Anna-Lena Laurén in DN). Im übrigen waren die Männer sehr verschwiegen darüber, wer sie sind. Gewöhnliche Touristen? [Wieso, sie sagten, dass sie Sportler coachen würden. Das reicht doch. Und Putin sagte, sie sind keine Geheimdienstler. D. Û.]
Großbritannien wird monatlich von ca. 22 000 russischen Touristen besucht und viele machen, laut britischen Medien, Ausflüge außerhalb Londons, wobei Salisbury mit seiner Kathedrale und dem Original der «Magna Charta» übliche Ziele sind.
Der frühere Diplomat Craig Murray, der genauestens das Alibi der beiden Russen untersuchte, sagte, dass das wasserdicht sei (https://t.co/EyLjQv0WOh).
Interfaks 13/9, tass 14/9
Pensionsprotest
in Novosibirsk
Laut Arrangeuren nahmen am Donnerstag 3000 Personen an einer
zugelassenen Demonstration gegen das erhöhte Pensionsalter teil.
Laut Behörden nur 600.
Laut dem Vorsitzenden der Gewerkschaftsorganisation in Novosibirsk, Alexander Kozlow, waren es mindestens 2000 Teilnehmer und viele öffentlich Angestellte wurden gedrängt, nicht hinzugehen.
Vielleicht können die Verluste von «Vereintes Russland» zum Teil auch auf dem Widerstand gegen die Pensionsreform beruhen.
Das «Vereinte Russland» konnte nicht 50 % der Stimme im ersten Wahldurchgang gewinnen. Es verlor nur in drei Regionen – Irkutsk, Uljanovsk und Chakasien – in allen Fällen gegen die Kommunisten.
In Primorsky Krai, Russlands östlichster Region, sah es lange so aus, als ob ein Kommunist den Gouvereusposten gewinnen würde. Als 97,87 % der Stimmen ausgezählt waren im zweiten Wahldurchgang am gestrigen Sonntag, den 16. September, führte der Kommunist Andrej Istschenkow, aber als 99,03 % ausgezählt waren, hatte der aktuelle Gouverneur Andrej Tarasenko (Vereintes Russland) mit 49,02 % gewonnen. Istschenko ist in den Hungerstreik getreten, aber die zentrale Wahlkommission verspricht, alle Klagen zu untersuchen.
Laut dem Vorsitzenden der Gewerkschaftsorganisation in Novosibirsk, Alexander Kozlow, waren es mindestens 2000 Teilnehmer und viele öffentlich Angestellte wurden gedrängt, nicht hinzugehen.
Vielleicht können die Verluste von «Vereintes Russland» zum Teil auch auf dem Widerstand gegen die Pensionsreform beruhen.
Das «Vereinte Russland» konnte nicht 50 % der Stimme im ersten Wahldurchgang gewinnen. Es verlor nur in drei Regionen – Irkutsk, Uljanovsk und Chakasien – in allen Fällen gegen die Kommunisten.
In Primorsky Krai, Russlands östlichster Region, sah es lange so aus, als ob ein Kommunist den Gouvereusposten gewinnen würde. Als 97,87 % der Stimmen ausgezählt waren im zweiten Wahldurchgang am gestrigen Sonntag, den 16. September, führte der Kommunist Andrej Istschenkow, aber als 99,03 % ausgezählt waren, hatte der aktuelle Gouverneur Andrej Tarasenko (Vereintes Russland) mit 49,02 % gewonnen. Istschenko ist in den Hungerstreik getreten, aber die zentrale Wahlkommission verspricht, alle Klagen zu untersuchen.
Interfaks 13/9, tass 17/9