Mittwoch, 30. April 2014

ABSCHIED VON LENINGRAD (Piter VIII)



Einar Schlereth
30. April 2014

Auf dem Dach steht Gorod Geroi (Heldenstadt) Leningrad , wie die Provinz im übrigen immer noch heißt.
Gestern habe ich noch einen großen Ausflug gemacht bis zur Endstation der roten Linie 1 weit im Süden, zum Veteranov Prospekt, der Veteranenboulevard. Dort standen wieder hauptsächlich die neunstöckigen Häuser und ein paar neue Hochhäuser.

Da wurde mir auch zum ersten Mal bewusst, dass es keine Villenvororte gibt, keins unserer heiß geliebten Wüstenrothäuschen. Ich war ja nun in alle Windrichtungen gefahren und habe nirgends welche gesehen. Womit ich nicht behaupten will, dass es sie nirgends gibt. Es ist allerdings auch klar, dass in diesen Wohnvierteln mit vielen tausenden oder zehntausenden Menschen leichter eine Infrastruktur entstehen kann als in Villenvororten. Sportzentren, Kinos, Parks, Krankenhäuser, Läden vom Höker bis zur Bank, Anbindung an Metro, Trolleybusse, Busse, Trambahnen – es ist alles vorhanden. Nun war dieses Viertel auch schon etwas älter und hatte Zeit, sich zu entwickeln. Aber wir sahen ja, dass auf dem 'Bauplatz' auch schon das Meiste vorhanden war.

Montag, 28. April 2014

WOHNUNGSBAU – KOMMUNIKATION – INFRASTRUKTUR (Piter VII)

Einar Schlereth

28. April 2014

Heute war ich auf dem Parnass. So heißt tatsächlich die Metroendstation der Linie 2 im Norden der Stadt. Das muss vor 2 Jahren noch die reinste Walachei gewesen sein. Inzwischen ist dort auf der grünen Wiese eine neue Stadt aus dem Boden gestampft worden mit 30-stöckigen Hochbauten – die 9-Stockregel im erweiterten Zentrum wird jetzt offenbar außer Acht gelassen. Obwohl das alles noch eine riesige Baustelle ist, scheinen sie großenteils schon bewohnt zu sein. In einigen Erdgeschoßen haben sich auch bereits Geschäfte installiert, die über Bretterwege erreichbar sind. Rund um die Metro sind eine Menge provisorischer Stände und reguläre Geschäfte in Flachbauten eingerichtet worden. Auch die Verkehrsanbingung ist hergestellt mit Metro, Schnellstraßen, Dutzenden Minibussen und regulären städtischen oder privaten Buslinien.

Ein gigantischer Bauplatz

Samstag, 26. April 2014

HEITERKEIT und FREUNDLICHKEIT (Piter VI)


Einar Schlereth
26.April 2014

Gestern waren wir bei der Heiterkeit. Das wird jedem auffallen, der aus
unseren westlichen Ländern kommt – ich denke an Deutschland, Schweden,
England, Frankreich und nicht an Spanien, Italien – wo die Menschen mit
verbisterten, verbissenen und leblosen Gesichtern aneinander vorbeipreschen
und allenfalls einen Blick für die Schaufensterauslagen haben.

Auch hier haben die Leute einen forschen Gang an sich, aber sie wirken nicht
gehetzt und erschöpft. Vielleicht hängt es mit Putins Klage zusammen, dass die
Arbeitsproduktivität in Russland erheblich niedriger sei als der europäische
Durchschnitt. Dass die Menschen es hier bei der Arbeit etwas mehr 'sutsche'
angehen lassen?

Allein daran kann es aber nicht liegen, dass die Leute hier heiterer, gelassener,
fröhlicher und zufriedener aussehen. Das kommt schon darin zum Ausdruck, dass sie gerne und viel lachen und lächeln. Kinder, Junge, Alte, Männer, Frauen. Dazu gibt es auch eine Statistik, die besagt, dass 70 % der Russen mit ihrem Leben zufrieden sind. Das wird bei uns natürlich nicht veröffentlicht. Allenfalls mit einer bissigen Bemerkung wie Putin-Propaganda abgetan.

Freitag, 25. April 2014

ST. PETERSBURG: REINLICHKEIT – FREUNDLICHKEIT - HEITERKEIT (Piter V)


Einar Schlereth

25. April 2014
Die Neva in Aufruhr
Diese drei Begriffe fielen mir gerade ein, mit denen ich meine bisherigen Eindrücke zusammenfassen kann. Aber nicht nur das – sie sind so beherrschend und so tief beeindruckend, dass ich bis gestern nicht einmal bemerkte, dass der Nevsky Prospect keine Bäume aufweist. Also wie die Champs Élysée oder der Kuhdamm etwa.

Also der Reihe nach. Die Reinlichkeit kommt sowohl daher, dass die Menschen hier wirklich nicht viel Dreck verursachen. Ich sehe immer wieder, wie Leute unterschiedlichsten Alters sogar 10 oder mehr Meter bis zum nächsten Abfalleimer laufen, auch mit einer Kippe. Man muss allerdings hinzufügen, dass die Dichte der Abfalleimer unglaublich hoch ist. Auf 100 m stehen mindestens 6 Stück. Da viel geraucht wird, von Männern und Frauen, landen halt doch eine Menge Stummel auf der Straße. Das gute Vorbild der Erwachsenen hat aber auch seine Wirkung auf die Jungen.

Zum anderen liegt es an den Putzkolonnen, die Tag und – nein nicht auch nachts, aber bis spät abends unterwegs sind, und denen keine Kippe entgeht. Sie haben langstielige Schaufeln und Feger, damit sie sich nicht bücken müssen. Dann kommen entweder von Hand oder motorgetriebene Maschinen, die den feinen Staub und Dreck zusammenfegen. Und es kommen noch die Wassersprüher. Aber die meisten dieser Leute scheinen Gastarbeiter aus den ehemaligen Sovjetrepubliken zu sein oder auch Pensionäre, deren Pension nicht gerade üppig ist. Nun ja, das ist ja bei uns nicht viel anders.

Mittwoch, 23. April 2014

DIE SCHÖNSTE UND TIEFSTGELEGENSTE U-BAHN DER WELT (Piter IV)


Einar Schlereth
23. April 2014

Die Stationen liegen oft weit auseinander und haben lange Zugangswege

Wer hätte das gedacht? Dies schreibt sogar Wikipedia zu meinem Erstaunen. Als ich das erste Mal vor der Rolltreppe stand, deren Ende nicht in Sicht war, konnte ich es kaum fassen. Drei Rolltreppen voller Menschen. Alle drei sind nur zur Stosszeit in Gang, ansonsten nur zwei.

Inzwischen habe ich mich ein bisschen schlau gemacht. St. Petersburg wurde ja von Peter dem sogenannten Grossen in einem Sumpfgelände angelegt an einem Ort, wo die Schweden schon eine Stadt mit Festung gebaut hatten (zur Geschichte siehe hier). Wie in Venedig musste man einen groſſen Teil auf Pfählen bauen. Um festen Boden/ Gestein zu erreichen, wurde im Schnitt bis zu 70 m Tiefe gegraben und die neueste Linie 5 musste in 102 m Tiefe gelegt werden.

Kein Ende in Sicht ...

Dienstag, 22. April 2014

Keine ausländischen Zeitungen - auch nicht auf Englisch (Piter III)

Einar Schlereth
22. April 2014


Habe mich gestern auf die Jagd nach ausländischen Zeitungen gemacht. Vergebens, weder in Kiosken, Buchhandlungen und auch nicht in einem der grössten Kaufhäuser der Stadt.

Bleibt also nur das Internet. Habe RIA Novosti aufgerufen, eine der grössten Nachrichtenagenturen Russlands, die inzwischen auch auf deutsch zufinden ist . Dort steht im übrigen die Story, die Fefe gestern schon berichtete, von der SU 24 M - der Lacher des Tages:
"Ein russisches Frontbombenflugzeug Su-24, das mit dem neuesten Komplex zur funkelektronischen Niederhaltung ausgestattet ist, hat im Schwarzen Meer das modernste amerikanische Gefechtsführungs-system „Aegis“ auf dem Zerstörer „Donald Cook“ lahmgelegt."
Ausser RIA Novosti gibt es auch noch die Stimme Russlands und The 4th Media (die chinesische Nachrichtenagentur mit vielen Nachrichten über Russland), die ihr als Feeds auf meinem Blogg findet.

Hier will ich nochmals auf englische Druck-Medien zurückkommen. Eine Zeitung lag hier im Hotel, als ich ankam - The St. Petersburg Times vom 16. April 2014. Diese alte Ausgabe lag auch massenweise in einem Tourismusbüro herum, aber eine neuere war wie gesagt nicht zu finden.

Montag, 21. April 2014

Mein erster Eindruck in St. Petersburg (Piter II)

Brücke über den Fontankakanal mit den 4 wilden Pferden, die während der deutschen Belagerung eingegraben wurden.
Einar Schlereth

Dienstag, 22. April 2014

Ostern in Russland. Das Wetter vorgestern war phantastisch mit Sonnenschein und 18° C. Ich komme mit dem Taxi vom Finnischen Bahnhof zum Nevsky Prospekt 82, wo mein Hotel liegen soll. Aber da gab es keins und niemand hatte jemals davon gehört. Am Ende ging ich in ein anderes Hotel und der junge Mann an der Reception war sehr nett und hilfsbereit und suchte es im Internet und fand es auch. Aber es liegt im Nevsky Prospect 88.

Donnerstag, 17. April 2014

Reise nach St. Petersburg (Piter I)


Teilansicht von einem der größten Kunstmuseen der Welt, der Eremitage.


Liebe Leser/innen,
morgen in aller Frühe begebe ich mich auf eine 15-Tage-Reise nach St. Petersburg. Das ist ein alter Traum, der mit meinen Jahren zwar mit gealtert, aber doch frisch geblieben ist. Im Gepäck habe ich das wunderbare 'LENINGRAD'-Buch* meines Freundes Stefan Lindgren, den ihr von meinem Blogg her kennt. Und mein altes Russisch-Lehrbuch ist auch dabei, mit dessen Hilfe ich wenigstens ein paar hundert russische Wörter aufgefrischt habe. Wie jeder von euch sicher weiß, erfreut nichts das Herz der Gastgeber mehr als wenn man wenigstens ein paar Worte in der Landessprache kann.
Die Kamera habe ich auch dabei und habe mir fest vorgenommen, eine Menge Fotos zu machen. Mein Problem ist nur, dass ich sie immer vergesse. Werde sie mir wohl um den Bauch binden müssen.
Ich habe ein kleines, hübsches Hotel mitten in der Stadt auf dem Nesky Prospekt direkt neben dem Puschkin Museum gefunden, von dem ich nach 55 Jahren immer noch ein paar Zeilen aus einem seiner Gedichte auf russisch kann (weil wir einen ausgezeichneten Lehrer hatten). 
Das Laptop ist natürlich auch mit dabei, aber ich werde es in der Hauptsache nur benutzen, um den Postkasten zu säubern, damit es keine Verstopfung gibt. Und wenn besonders wichtige Ereignisse eintreten, werde ich sie nicht übergehen.
Ich wünsche euch allen schöne Frühlingstage. Und lasst euch, eure Kinder und Kindeskinder nicht von der Merkel an die Ukrainefront schicken.

Mit besten Grüßen
Einar


* Das Buch heißt 'LENINGRAD', da der Namenswechsel erst ein Jahr nach Erscheinen eintrat.

ODESSA ERKLÄRT UNABHÄNGIGKEIT - UKRAINE-ARMEE-EINHEITEN WECHSELN DIE SEITE



countercurrents
16. April 2014


Das Volk in Odessa hat seine Unabhängigkeit erklärt, während Kiew Armee-Einheiten in den Osten schickte um Stellungen von Kiew-Gegnern einzunehmen.

Das Volk in den östlichen Teilen hat gepanzerte Mannschaftstransportfahrzeuge (MTW) erobert und ein Teil von Kiew-Armee-Einheiten haben die Seiten gewechselt und ihre Fahrzeuge mit russischen Fahnen geschmückt.

Kiews Militäroperation gegen die protestierenden Menschen ist nicht so friedlich. Laut Aktivisten sind vier Menschen getötet und zwei verwundet worden, als Kiew-Truppen den Flughafen in Kramatorsk von den Protestlern zurückeroberten.

Medienberichte, einschließlich von AP und BBC, berichten aus der Ukraine:

"Die anti-Maidan-Bewegung gegen die von Kiew eingesetzte Regierung hat zu Protestaktionen in der südlichen Stadt Odessa aufgerufen. Die Webseite der Odessa Anti-Maidan Bewegung rief die Bürger der Stadt auf:

Mittwoch, 16. April 2014

Michael Ruppert - ein ehrenwerter und mutiger Mann tötet sich selbst

NACHTRÄGLICH HIER NOCH DIE DRINGENDE EMPFEHLUNG, DAS VIDEO  AM ENDE ANZUSEHEN. ICH SAH ES JETZT VOLLSTÄNDIG UND MUSS SAGEN, DASS MICHAEL RUPPERT BRILLIANT ARGUMENTIERT UND DASS EBENFALLS DIE INTERVIEWERIN ALLISON HOPE WEINER VON MEDIA MAYHEM WEIß WOVON SIE SPRICHT. EIN MUSS.

 NACHRUF
Obwohl Informationclearinghouse eine alternative Webseite ist, haben die immer noch Schiss, die Wahrheit zu sagen und plappern lieber Mainstreamlügen nach. Denn sie alle haben wohl gesehen, was 2006 geschah und warum Michael Ruppert mit seiner Webseite 'From the Wilderness' aufhörte. Sie haben die Fotos von seinem riesigen Office gesehen, das wie nach einem Bombeneinschlag aussah. Über Nacht war die CIA zu Besuch gewesen  und hatte alles kurz und klein geschlagen, natürlich in erster Linie alle Computer, aus denen sie sicherheitshalber auch noch die harddisks rausgerissen hatten. Michael wusste, was die Uhr geschlagen hatte und rannte um sein Leben. Sein Freund Stan Goff gab ihm 1000 Dollar und Michael bestieg das nächste Flugzeug nach Venezuela.
Dies ist wohl der erste Beweis dafür, dass Michael nicht über 'lächerliche Konspirationstheorien' schrieb. Und der zweite ist, dass er mit Stan Goff befreundet war, der in der US-Armee diente und zuletzt an Westpoint (die Spitzen-Militärakademie der USA) 'Strategie und Taktik' unterrichtete, bevor er die Brocken hinschmiss, als er sich zu einem glänzenden Marxisten entwickelt hatte. Stan Goff hat schon wenige Wochen nach 9/11 die offizielle Story von Washington als kompletten Unsinn entlarvt. Eine Auffassung, der sich inzwischen tausende und aber tausende von Experten, Wissenschaftlern jeder Art bis hin zu den Spitzenkräften für Demolierung von Hochhäusern angeschlossen haben. Von wegen Konspiration! 
Die einzigen, die ständig und immer Konspirationen gegen das Volk ausbrüten sind die Regierungen. Und die einfach in ihre Trickkiste greifen, um gegen jene, von denen die Wahrheit enthüllt wird, den Bann 'Konspirationstheoretiker' schleudern.
In Venezuela fand sich Ruppert nicht zurecht, zumal er die Sprache nicht konnte, fiel in eine tiefe Depression und wurde krank. Zog dann nach Kanada, wo er nach Jahren endlich genas. Obwohl er 2006 gesagt hatte, er werde sich nie mehr mit Politik beschäftigen, konnte er es halt doch nicht lassen. Aber was er um sich herum sah und hörte, trug nicht gerade dazu bei, Lebensfreude zu wecken. Das wissen wir alle, die wir uns mit dem gegenwärtigen Zustand der Dinge beschäftigen.
Lest, was Michael Ruppert gesagt und geschrieben hat und urteilt selbst. Es hat sich doch alles als wahr herausgestellt.

Michael Ruppert - ein ehrenwerter und mutiger Mann tötet sich selbst
Travis Gettys
15. April 2014

Dienstag, 15. April 2014

Russland will Frieden - USA hetzt zum Krieg


Es ist völlig unglaublich. Russland überschlägt sich regelrecht, um Verhandlungen herbeizuführen. Aber der Westen lehnt ab, obwohl es inzwischen in Europa mehrere Leute gibt, denen die ganze Sache ungemütlich wird. Vielleicht ist deswegen die oberste CIA-Kanaille so schnell nach Kiew gereist, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Und Minuten später hat es gerumst. Hoffentlich dringt es nun in die Köpfe, wer hier die Kriegstreiber sind. Hier ist noch ein guter Artikel, wie Putin dringend rät, der Ukraine insgsamt zu helfen, wobei er betont, dass Russland das nicht alleine tun kann.

Stefan Lindgren
14. April 2014
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Am Montag 10.00 lief das Ultimatum der ukrainischen [Pseudo-] Regierung an die Aufrührer in der Ost-Ukraine aus, ohne dass die Selbstverteidigungskräfte in Slavjansk die Waffen streckten und die eingenommene Polizeistation verließen. Alles spricht dafür, dass der Konflikt lange und tief werden wird. Ein Treffen des UN-Sicherheitsrates heute Nacht, das von Russland einberufen wurde, verlief ohne Ergebnis. Russland schlug eine Resolution vor, die Kiews Beschluss verurteilt, die Armee gegen die Demonstranten im Osten einzusetzen. "Liebe Frau Powers", appellierte Russlands Botschafter Vitralij Tjurkin an USA Samantha Powers, "bitten Sie jetzt Vizepräsident Biden, Herrn Turtjnow anzurufen. In einigen Stunden können die Ereignisse eine unumkehrbare Wendung nehmen." Aber die USA und eine Reihe Westländer weigerten sich, dieselbe Stellung zu beziehen, die sie zur Verteidigung der Maidan-Proteste eingenommen haben.

Montag, 14. April 2014

Chile feiert den Doppel-Sieg über MONSANTO



Ich will keine GMOs in Chile
Servindi.org
20. März 2014

Aus dem Spanischen: Einar Schlereth
Die Rücknahme des Gesetzes Monsanto zur Privatisierung des Saatguts und des Beitritts zum Übereinkommen UPOV 91 zum Schutz von Pflanzenzüchtungen wird von den chilenischen Bürgern gefeiert, die sich sehr aktiv mobilisierte zur Verteidigun der agro-ökologishcen Produktion und der der bäuerlichen Familienproduktion.

Der Druck wurde durch eine breite Bewegung auf dem Land und in der Stadt geschaffen zur Verteidigung des Saatguts, frei von Patenten, GMO und Pestiziden, was in der Kampagne "Ich will nicht GMOs in Chile, RAP-Chile" niederschlug.

Die Präsidentin Bachelet und ihre Regierungs-Koalition kündigte am 17. März die Rücknahme des Projektes an, das bekannt ist unter dem Namen Monsanto-Gesetz und das von ihr selbst in ihrer vorigen Präsidentschaft 2009 dem Parlament vorgelegt wurde.

Sonntag, 13. April 2014

Auf einmal - Kiew macht Rückzieher

Ausgerechnet ein Mann, von dem man es am wenigsten erwartet hätte, ist zur Besinnung gekommen - der 'Coup-Premier' Arsenij Jazenjuk. Wenn er das neue Gesetz für die Föderalisierung, das Putin seit einem Monat vorgeschlagen hat, tatsächlich durchzieht, können die US-Schoßhündchen in Europa ihre Gekläffe zur Krim zu den Akten legen. Dass er auch die Ernennung der Gouverneure durch die Zentrale abschaffen will, kann auch bedeuten, dass ihm der Machtzuwachs seiner Kumpane in der Milliardärsbranche zu viel geworden ist. Unterdessen faseln die USA davon, dass ihre Russland-Sankionen "beißen" würden. Fragt sich, wer wen beißt.


RIA Novosti
11. April 2014

Ukraine federalization supporters carrying sand sacks for building barricades around the building of the regional administration in Donetsk on April 10, 2014. (RIA Novosti)
Ukraine Anhänger der Föderalisierung tragen Sandsäcke zum Barrikadenbau um das regionale Verwaltungsgebäude herbei. (RIA Novosti)


Kurz nach Ablauf des Ultimatums von Kiew an die Demonstranten im Osten der Ukraine, die besetzten Gebäud zu räumen, hat der ernannte Premier Arsenij Jazenjuk dafür plädiert, ein Gesetz zu erlassen, um regionale Referenden zuzulassen.

Referenden zum Status ihrer respektiven Regionen war eine Hauptforderung der anti-Maidan-Aktivisten, die eine Anzahl von Regierungsgebäuden im Osten übernommen haben.

Samstag, 12. April 2014

Was Putin wirklich zur EU sagte - verhandelt oder ...

The Saker

Donnerstag, den 4. April 2014
Der russische Bär in der Ecke?
Ich habe heute früh schon den Brief aufgelegt, den Putin an die Staatschefs der 18 Länder schickte, die Gas von Russland kaufen, aber ich hatte nicht die Zeit, einen Kommentar dazu zu schreiben; ich tue es jetzt.

Meiner Meinung nach antwortet Russland auf den bevorstehenden Angriff der neo-Nazis auf die östliche Ukraine und auf die PACE-Entscheidung, die im Grunde ein Schlag ins Gesicht Russlands ist. Putin hat lediglich die erste von mehreren Waffen vorgestellt, die Russland in Reserve hat: Energie und Geld. Im Grunde sagt er dem Westen, "entweder setzt ihr ruhig hin, schluckt eure dumme PACE-Entscheidung und kommt, um mit uns zu verhandeln oder ihr werdet sehr bald eine Menge Kummer haben". Mit dem Vorwand, über Gas zu verhandeln, zwingt er Europa über die Zukunft der ukrainischen Ökonomie zu verhandeln und das wiederum heißt, über die politische Zukunft Europas zu verhandeln. Im Kern sagt Putin mit seiner Botschaft der EU: stimmt der Föderalisierung der Ukraine zu oder verliert 30 % eurer Energie-Lieferungen. Verknüpft damit ist: man muß einen Preis bezahlen, um die Hure der USA zu sein.

Venezuela: Faschisten legen Feuer an Kindertagesstätte

Diese Verbrecher greifen wirklich zu jedem Mittel. Kinder zu ermorden ist ja auch in Syrien ihre Spezialität. Und da sind wohlgemerkt Studenten, die Abkömmlinge der Elite beteiligt. Na mal sehen, ob unser Verteidiger der rechten Opposition in Venezuela dies auch gut findet.

Regierung Venezuelas verteidigt die Bevölkerung und löst faschistische Hochburgen auf
ANSWER Newsletter

4. April 2014

Ein Kind wird aus einem Kinderhort gerettet, der von rechten Terroristen am 1. April angezündet wurde.


Während die US-Regierung und die Medien die Opposition  von Venezuelas bolivarianischer Revolution unterstützen und sie als friedliche Bewegung darstellen, entlarvt die Gewalt dieser Bewegung die wahre Natur dieser rechten Bewegung.
Es hat dutzende gewalttätige Aktionen durch faschistische Organisationen gegeben und Versuche, terroristische Akte in verschiedenen Städten Venezuelas durchzuführen. Diese  Angriffe sind nicht weit verbreitet im Land, verursachen aber nichtsdestoweniger ernste Zerstörungen.

Beinahe 40 Menschen sind gestorben, wovon mindestens die Hälfte durch direkten Mord von Faschisten-Gangs. Diese Gangs haben pro-Regierungsanhänger und Mitglieder der Nationalgarde in Hinterhalte gelockt und kaltblütig ermordet.

Freitag, 11. April 2014

Washingtons und NATOs neue surreale Politik

Ergänzend muss ich hier noch Fefes schönen Kommentar zu den Satellitenbildern der NATO zitieren: " Habt ihr das auch gehört? Russland hat russische Soldaten! Auf russischem Boden! In russischen Kasernen! In der Nähe ihrer Landesgrenzen!! Also sowas gab es doch früher nicht?"  Diese "Beweise für russische Truppenkonzentrationen" an den Grenzen der Ukraine wurden inzwischen als Fotos von 2013 entlarvt. Aber warum werden eigentlich nicht aktuelle Fotos von US/NATO Truppenkonzentrationen an den russischen Grenzen gezeigt? Weil die auf fremdem Territoirum sein dürfen, aber die russischen nicht auf russischem. Das ist die surreale Politik, von der Cunningham redet.


Die verkehrte Welt gibt es schon lange.


Finian Cunningham
10. April 2014

Während die nicht gewählte Kiew-Junta bewaffnete mit Balaclavas vermummte Para-Militärs losschickt, um die Proteste in Ukraines östlichen Städten zu unterdrücken, erklärt sie das zu einer "anti-Terrorismus"-Operation. Der amtierende (sic!) Präsident in Kiew Olexander Turchynow hat alle, die politische Autonomie in Charkow, Donezk, Lugansk und anderen pro-russischen Städten wünschen, als "Terroristen und Kriminelle" bezeichnet; eine neue Reihe von Gesetzen ist von der Junta zusammengeflickt worden - zwei Monate vor den offiziellen Wahlen und daher von zweifelhafter Legalität [was ist daran zweifelhaft? Wenn die Regierung illegal ist, kann ein von ihr geschaffenes Gesetz nicht legal sein. D. Ü.] - gibt den selbst-ernannten Politikern in Kiew das Recht, jeden zu verfolgen, der nicht ihre selbst auferlegte Autorität anerkennt ...

Donnerstag, 10. April 2014

Der Golem ist katholisch!

Rudi Barnet

7. April 2014

Aus dem Französischen: Einar Schlereth

Herr Evans ist ein Schlaumeier! Moderator vom "Kanal 4" in einer Sendung mit dem Titel "The Dead Famous DNA", ist diesem ehemaligen Veterinär ein wahrer medialer Meisterstreich gelungen! Wie? Indem er eine sensationnelle Information ausstrahlte: Eva Braun, Hitlers Gefährtin, war eine Jüdin'!

"Die ADN-Analysen von Haaren, die auf einer Bürste gefunden wurden, scheinen anzuzeigen, dass das ADN eine Sequenz enthält, die spezifisch für jüdische Ashkenasim ist, die ungefähr  80 % der jüdischen Bevölkerung ausmachen."

Das ist ausreichend vage und ungenau - man ist nicht einmal sicher, dass die Haar Eva Braun gehörten - damit die naiven Geister darauf hereinfallen und sich auf den Fernseher stürzen.

Aber die Sendung von Herrn Evans hat ein anderes Resultat gehabt.
Die gesamte "große" westliche Presse (von RTBF bis Figaro, vom Daily Mail bis RTL, Bild, le Vif oder Repubblica) beeilte sich, diese "Information" weiterzugeben, ohne die kleinste Überprüfung oder Fragen zur Seriösität dieses "Reklame-Coups" des englischen Moderators anzustellen ... Die traurige, immer wiederkehrende Praxis eines allzu großen Teils der Journalisten.

Wer Rettet Wen?


Diesen Aufruf unterstütze ich gerne, da ich den Eindruck habe, dass diese Filmleute ihre Aufgabe sehr ernst nehmen. Außerdem haben sie schon durch ihre Filme 'Water makes Money' und 'Bahn unterm Hammer' gezeigt, was sie können. Und da, wie ich meine, für die meisten von uns diese obskuren Bankmanöver und Transaktionen ein Buch mit sieben Siegeln sind, denke ich, dass ein aufklärender Film vonnöten ist.

Internationaler Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts

Wer Rettet Wen?

Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten der Demokratie und sozialen Sicherheit

Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 90 Min.
Helfen Sie mit, dass ein Film entsteht, der zeigt, wie Banken auf unsere Kosten gerettet werden, die Reichen immer reicher und die Mehrheit der Bevölkerung immer ärmer wird.

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.

Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken. Uns Steuerzahlern und sozial Benachteiligten
werden alle milliardenschweren Risiken zugemutet! Für die großen Banken ist Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell!

Steuerzahler finanzieren private Vermögen

Mittwoch, 9. April 2014

Agrarkolonialismus in Afrika


Agrarkolonialismus
 
Von Heidi Chow / WDM Action Magazine Winter 2014
Übersetzung von Susanne Schuster


Die neue G8-Allianz für Ernährungssicherheit ermutigt multinationale Konzerne, in die afrikanische Landwirtschaft zu „investieren“. Heidi Chow erklärt, warum WDM dagegen kämpfen wird.

Der koloniale „Wettlauf um Afrika“ fand Ende des 19. Jahrhunderts statt, als auf dem Kontinent die letzten Schlachten um „nicht beanspruchte“ Territorien ausgetragen wurden. Die europäischen Mächte teilten den Kontinent untereinander auf und stellten sicher, dass sie Zugang zu Rohstoffen und billiger Arbeit hatten, um die industrielle Revolution in der Heimat anzutreiben. Die Kolonialisten rechtfertigten ihre Handlungen damit, dass sie karitativ seien, sie behaupteten, die Afrikaner müssten „zivilisiert“ werden und dass das von ihnen in Besitz genommene Land ungenutzt gewesen sei. Die Wirklichkeit sah anders aus: Den Afrikanern wurde das Land gestohlen, sie verloren die Kontrolle über ihre Ressourcen und Millionen von ihnen starben an Zwangsarbeit.

Kolonialismus in neuem Gewand

Koloniale Interessen und Taktiken sind leider noch sehr gegenwärtig. Die Gier des Großkapitals nach Profitwachstum ist ungebrochen, auf der verzweifelten Suche nach neuen, unerschlossenen Märkten richtet sich sein Blick erneut gen Afrika – der große Preis. Auf dem G8-Gipfel in Camp David 2012 wurde die „Neue Allianz für Ernährungssicherheit“ vorgestellt. Die Initiative ist ein neues privatwirtschaftliches Investitionsprogramm für multinationale Konzerne, deren Expansionsbestrebungen auf die Agrarmärkte Afrikas ausgerichtet sind. Die Führer der G8-Länder verkündeten dieses scheinbar wohltätige Programm mit dem erklärten Ziel, 50 Millionen Menschen in zehn Jahren aus der Armut zu befreien. Doch man muss nur an der Oberfläche kratzen, um festzustellen, dass der Kampf gegen den Hunger schlicht als Vorwand dient für eine Inbesitznahme der afrikanischen Landwirtschaft durch Großkonzerne, vermittelt von den Regierungen der reichen Länder.

Jean-Marc Dupuis: Also jetzt gerate ich in Panik

Ich folge hier nur dem Rat von Doktor Jean-Marc Dupuis, der in diesem Brief uns allen empfiehlt, nicht nur selbst vernünftig zu leben, sondern unsere Kenntnisse unserer Umwelt mitzuteilen, insbesondere um der Kinder willen.

Jean-Marc Dupuis
April 2014

Aus dem Französischen: Einar Schlereth


Enormer Anstieg von Krebs: das Internationale Krebs- Forschungszentrum (CIRC) sieht eine Steigerung von 75 % von jetzt bis zum Jahr 2030 voraus.

Die Alzheimer-Krankheit macht irrsinnige Fortschritte und wird 2040 ca. 250 000 000 Personen ergriffen haben laut Welt Alzheimer Report von 2013.

Die Ausbreitung von Diabetes wird weltweit bis 2025 etwa 300 000 000 erreichen, laut Weltgesundheitsorganisation (OMS).

Die Fruchtbarkeit der Männer ist in den vergangenen 50 Jahren um die Hälfte gesunken.

Und es gibt die Epidemie der Fettleibigkeit: 66 % der Amerikaner sind übergewichtig oder fett, und die europäischen Länder, Indien, China, die arabischen und afrikanischen Länder sind auf demselben Wege. Etc. etc.

Diese Zahlen sind beunruhigend. Sie bezeugen, dass die Menschheit sich auf eine Gesundheitskatastrophe zubewegt.

Jeder von uns muss auf seinem Niveau handeln: indem er sich informiert, seine Lebensweise überwacht, besser isst, unnützliche Medikamente einschränkt und versucht, seine Umgebung zu informieren und ihr zu helfen. Unsere Dossiers über 'Santé & Nutrition' (Gesundheit & Ernährung = hier gehören die deutschen oder anderssprachigen Entsprechungen hin, was die Leser bitte anregen können), 'La Lettre du Dr. Hertoghe' und unser Magazin 'Alternatif Bien-Être' liefern dafür eine unschätzbare Hilfe.