Samstag, 30. August 2014

Die Zahl der syrischen Flüchtlinge erreicht 3 Millionen


Es sieht ganz so aus, als würden die US-Imperialisten in Syrien im Windschatten der Ukraine-Krise Übles zusammenbrauen. Washington droht, Drohnen über dem syrischen Hoheitsgebiet einzusetzen, ohne die Regierung zu fragen und ohne die Einsätze mit Syrien zu koordinieren. Da ist dann die Chance groß, einen richtigen Krieg mit Syrien vom Zaun zu brechen, was mit 'boots on the ground' enden kann. Obamas Traum von Anfang an. Das fake-Video von Foleys Köpfung war ein Versuch in diese Richtung. Deswegen gilt es, genau im Auge zu behalten, was dort passiert, zumal es Teil des großen USRAEL-Planes ist, die Länder Syrien, Iran, die Kaukasus-Länder und die Ukraine gründlich zu destabilisieren, um danach den Stiefel draufzusetzen.
Flüchtlingslager für Syrier

Die Zahl der syrischen Flüchtlinge erreicht 3 Millionen
S. Baldwin
UNHCR
29. August 2014
Die UN-Flüchtlingsorgan berichtet, dass sich die Krise mit Syriens Flüchtlingen intensiviert und heute schon die Rekordzahl von 3 Millionen überschritten hat und dass die Bedingungen im Land erschreckend sind. Das betrifft auch Städte, die eingeschlossen sind, wo die Leute hungern und Zivilisten wahllos getötet werden.

"Beinahe die Hälfte aller Syrier sind jetzt gezwungen worden, ihr Heim aufzugeben und um ihr Leben zu fliehen. Einer von acht Flüchtlingen ist über die Grenze geflohen, eine Million mehr als im vorigen Jahr. Weitere 6.5 Millione sind im Land vertrieben. Mehr als die Hälfte dieser entwurzelten Menschen sind Kinder," sagte die UNHCR in einer Erklärung am Freitag in Genf.

Die UNHCR und andere Hilfsagenturen sagen, dass immer mehr Familien in einem schockierenden Zustand ankommen - erschöpft, verängstigt und mit geringer Habe. Die meisten sind schon ein Jahr unterwegs, von einem Dorf zum nächsten geflohen, bevor sie sich entschieden, das Land zu verlassen.

"Es gibt auch beunruhigende Zeichen, dass die Reise ins Ausland schwieriger wird, dass viele Leute gezwungen werden, Bestechungsgelder zu zahlen an der Grenze, wo es reichlich Checkpoints mit Bewaffneten gibt. Flüchtlinge, die die Wüste nach dem östlichen Jordanien durchqueren, müssen Schmugglern deftige Summen (100 US $ pro Kopf oder mehr) bezahlen, um in Sicherheit zu kommen," hieß es in der Erklärung.

Die UNHCR sagt, dass die meisten Flüchtlinge in Syriens Nachbar-Ländern bleiben, mit der höchsten Konzentration im Libanon (1.14 Mill.), Jordanien (608 000) und Türkei (815 000). Das hat zu einer enormen Belastung für ihre Wirtschaft, ihre Infrastruktur und Ressourcen geführt. Mehr als vier von fünf Flüchtlingen kämpfen um das Überleben in Städten, wo 38 % in erbärmlichen Lagern hausen.
"Syrien hat jetzt die größte Flüchtlingszahl der Welt in der Obhut der UNHCR, gleich nach der jahrzehntealten Krise in Palästina. Die Syrien-Operation ist jetzt die größte in der 64-jährigen Geschichte der UNHCR," sagt der Report.

António Guterres, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, sagt, dass die Syrien-Krise "die größte humanitäre Katastrophe unseres Jahrhunderts ist, doch die Welt versagt, die Bedürfnisse der Flüchtlinge und der Gastländer zu decken." Er fügte hinzu, dass die Reaktion auf die Syrien-Krise generös war, "aber die bittere Wahrheit ist, dass sie nicht für die Bedürfnisse ausreicht."

Die kürzliche Zunahme der Kämpfe hat die bereits desperate Situation noch verschlimmert. Wenn sich die Fronten verändern, leeren sich neue Gebiete. Kürzlich in Jordanien eingetroffene Flüchtlingen sind vor den Angriffen in Raqaa und Aleppo geflohen.

Die UNHCR ist auch stark besorgt um das Schicksal von einigen hundert Syriern, die im Lager Al Obaidy, Irak eingeschlossen sind, als die UN-Behörde gezwungen war, ihre Büros und Warenhäuser im Stich zu lassen. Die UNHCR sagt, dass weiterhin von den Partnern Nachschub und Unterhalt geliefert wird, aber die Situation sei ungewiss.

Viele Neuankömmlinge sagen, dass Syrien zu verlassen, ihr letzter Ausweg gewesen sei. Mehr als die Hälfte, die im Libanon eintreffen, sagen, dass sie zumindest einmal vor der Flucht schon umgezogen sind, und einer von zehn Leuten ist mehr als dreimal umgezogen.

Außer von der steigenden Unsicherheit berichten die neuen Flüchtlinge von der Schwierigkeit, Arbeit zu finden, von in die Höhe schießenden Preisen für Nahrung und sonstige Güter und zerstörten Dienstleistungen. Ein Brotpaket kostet in einem Dorf nahe Idlib zehn Mal mehr als im vorigen Jahr.

Im Report heißt es weiterhin, dass bis zu 15 % der Neu-Ankömmlinge in Jordanien z. B. an langfristigen Krankheiten leiden, wie Diabetes, Herz und Krebs. Sie flohen, weil sie keine Versorgung mehr zuhause erhalten.

Die UNHCR arbeitet mit 150 anderen Agenturen und Hilfs-Gruppen zusammen, mit den Regierungen der Nachbar-Länder, um den Füchtlingen zu helfen, ihre Miete zu bezahlen, Nahrung, Erziehung und medizinische Versorgung zu erhalten und wichtige Dinge wie Zelte, Matratzen und Plastik-Tücher.

Allein im vergangenen Jahr erhielten 1.7 Mill. Flüchtlinge Nahrungshilfe, 350 000 Kinder wurden in Schulen aufgenommen und für 400000 Flüchtlinge wurden in Lagern Unterkunft geboten. Seit Beginn der Krise 2011 hat die UNHCR mehr Flüchtlinge registriert als jemals in ihrer Geschichte.

Spender haben 4.1 Mrd. US $ gegeben bei verschiedenen Aufrufen seit 2012. Doch mehr als 2 Mrd. $ werden gebraucht bis zum Ende des Jahres, um die dringendsten Bedürfnisse zu stillen. Am allerdringendsten ist es, für mehr als 2.4 Mill. Leute Hilfe in den kommenden Wochen zu beschaffen, um sie auf den Winter vorzubereiten.

Quelle - källa - source

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