Montag, 22. Februar 2021

China vs. Amerika

China vs. Amerika

David Anderson
21. Februar 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Das menschliche Überleben auf diesem Planeten ist jetzt zu einer Schlacht  zwischen zwei Gedanken- und Herrschafts-Systemen geworden; das eine, die amerikanische, basiert auf den Überresten des westlichen Neoliberalismus und das andere der Chinesen unter Präsident Xi Jinping basiert auf einer Neuformulierung des marxistischen Sozialismus. Die Implikationen für die Zukunft der menschlichen Zivilisation sind tiefgreifend. In Konkurrenz zu den Amerikanern stehen 1,388 Milliarden chinesische Bürger sowie die Bürger in den Seidenstraßen-Nationen außerhalb Chinas. Während dies geschieht, schwindet global gesehen die amerikanische Macht und damit auch das "westliche" Wertesystem. Intern jedoch bleibt der ureigene amerikanische Glaube an sein Wertesystem - innerhalb der Nation als "Freiheit" definiert - stark.
Das sieht nicht nur China, sondern auch die meisten anderen Nationen der Welt. Wir alle sehen Amerika in einem Zustand politischer und gesellschaftlicher Verwirrung, eine Nation, die in einem Eintopf aus Lügen und Täuschung versinkt, angetrieben von einem unablässigen Strom falscher Informationen, die von den Medien und dem Internet ungehemmt verbreitet werden.
Eine Nation mit klaffender Ungleichheit, eine Nation, die politisch gefährlich gespalten ist, eine Nation, die zu einem großen Teil von einer säkularen Theologie überwältigt wird, wobei diese Säkularität innerhalb des evangelikalen Christentums, ihrer mächtigsten religiösen Ordnung, verankert ist.

Und eine Nation, die kürzlich unter der Kontrolle eines Psychopathen stand, der einen Mob losschickte, um das Kapitol zu plündern, in der Hoffnung, seinen Verlust bei einer Wahl zurückzugewinnen.

Was sagt dies alles den anderen Ländern in der Welt?

Und was sagt es China?

Es besagt, dass große Teile der Bevölkerung ohne sozialen Zusammenhalt sind. Rechtsextreme, antidemokratische Extremisten gewannen die Kontrolle über Teile der amerikanischen Gesellschaft. Es heißt, dass die Zukunft Amerikas ungewiss ist. Amerika hat die Richtung verloren.

Es gibt einen starken Kontrast zwischen der amerikanischen Version der Gesellschaft, wie sie bei der Gründung festgelegt wurde, und der Version in der jüngeren Geschichte. Etwas hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg und dann in der Zeit nach dem Kalten Krieg, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, verändert.

All dies wirft die Fragen auf: Warum ist Amerika nicht in der Lage, sich auf diesen Wandel einzustellen? Warum ist rationales Denken überflüssig geworden? Warum ist Amerika nicht in der Lage, unter seinen Bürgern die Grenze zwischen konstruktiver freier Meinungsäußerung und extremen Meinungen zu ziehen, die gewalttätige Aktionen fördern?

Die Antworten werden durch Erneuerung des marxistischen Sozialismus unter dem chinesischen Premier Xi Jinping aufgedeckt. Das ist die Botschaft dieses Aufsatzes.

Die Implikationen für die Zukunft Amerikas sind tiefgreifend. Im ideologischen Wettbewerb stehen 1,388 Milliarden chinesische Bürger sowie die der sogenannten "Belt and Road Initiative"-Nationen.

Während sich dieser Kampf der Ideen entfaltet, wird Amerika und damit auch sein unerbittlicher Fluss des Liberalismus und das resultierende neoliberale Wertesystem in der ganzen Welt - sowohl im Osten als auch im Westen - als ein Zustand abnehmender Relevanz angesehen.

Ein Grund dafür ist, dass der Amerikaner der dunklen, neurotischen, psychotischen Ich/Mir/Mein-Seite des menschlichen Impulses freien Lauf lässt. Diejenigen, die sich daran halten, werden blind für das Leiden der Unterdrückten. Ein Nebeneffekt ist, dass persönlicher Einfluss durch Reichtum höchste Priorität erhält. Autokratische Macht wird die Regel.

China scheint sich in einer direkten Gegenbewegung zu dieser amerikanischen/westlichen gesellschaftlichen Dysfunktion zu bewegen. Zum Beispiel war es in der Lage, die Coronavirus-Krise unter Kontrolle zu bringen und die notwendigen Initiativen für den Klimanotstand zu ergreifen; auch war es in der Lage, die Bedrohung durch internen Terrorismus einzudämmen; religiöser, psychotischer und anderer Art. Die Liste geht weiter.

Die folgenden Essays von Countercurrents versuchen zu erklären, warum China, wenn es mit seinem Experiment Erfolg hat, eine größere Chance haben könnte, die Vorlage für eine neue und kreativ zusammenhängende globale menschliche Zivilisation zu werden - eine Neuordnung der Welt. Sein Erfolg bleibt jedoch bedingt - nur wenn es ihm gelingt, die "dunkle Seite" der menschlichen Natur zu kontrollieren, die im Westen so weit verbreitet ist und in seiner eigenen Geschichte schon lange zu beobachten ist.

Es sollte hier angemerkt werden, dass China einige Erfolge hat; nicht so einfach mit über 1,3 Milliarden Menschen!

Der Aufsatz von Irwin Jerome über den Zustand der Verwirrung, der in Texas herrscht, und die Unfähigkeit einer solchen amerikanischen "demokratischen" Gesellschaft, die Probleme zu korrigieren, die ihre Freiheiten im Laufe der Jahre hervorgebracht haben, bezieht sich nicht nur auf Texas. Es ist eine Illustration der amerikanischen Dysfunktion. (Ich habe in Texas als leitender Angestellter in der größten Bank gelebt. Ich bin ausgiebig durch das Land gereist. Ich weiß)

https://countercurrents.org/2017/12/07/the-end-of-american-exceptionalism/

https://countercurrents.org/2021/02/climate-catastrophe-in-texas-and-the-texans-are-freezing-to-death/   


David Anderson vereint in seinen Schriften ein breites Spektrum von Interessen, nämlich: Theologie, Geschichte, evolutionäre Anthropologie, Philosophie, Geopolitik und Wirtschaft. Er hat vier Bücher geschrieben. Das vierte (unten) handelt von einem notwendigen geopolitischen, sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Paradigmenwechsel für das Überleben der Menschheit:
OVERCOMING the THREAT to Our FUTURE (http://inquiryabraham.com/new-book.html )

Quelle - källa - source

Keine Kommentare:

Kommentar posten