Freitag, 27. April 2012

SCHRIFTSTELLER PROFILIEREN SICH MIT KRIEGSHETZE



Montag, den 23. April 2012
Einar Schlereth
Die Ankündigung einer Lesung für Freiheit und Demokratie vor der Botschaft Syriens lautete im Aufruf des Internationalen Literaturfestivals in Zusammenarbeit mit PEN: „Gerade jetzt, nach dem Erreichen eines brüchigen Waffenstillstands, ist ein wahrnehmbares Zeichen von Künstlern, Kulturschaffenden und Intellektuellen dringender denn je!“ Das hörte sich ja ganz gut an.


Aber was kam dann? Da wurde also aus dem Buch einer syrischen Autorin namens Samar Yazbek gelesen, eine wütende Gegnerin von Basher al-Assad, wozu sich sage und schreibe 40 Schriftsteller eingefunden hatten. Und der Grundtenor der ganzen Veranstaltung war: ASSAD MUSS WEG! Dass sich dafür u. a. Figuren wie Mario Vargas Llosa – ein ultrarechter Verteidiger der Globalisierung und des US-Imperiums – und Lars Gustafsson, der zum Zionismus konvertierte, hergaben, ist klar. Bei anderen ist es weniger klar – wahrscheinlich ist deren Motiv blanker Opportunismus.

Und was bedeutet es, wenn man 'Assad muss weg!' fordert? Die Agenda von FUKUSRAEL (Frankreich, Vereinigtes Königreich, USA und ISRAEL) gemeinsam mit den sogenannten Freunden Syriens – die Mörderbanden und Söldner anheuern – zu verwirklichen. Das heisst, nicht für Frieden und Verständigung zu arbeiten, sondern für eine Intervention à la Libyen, auf gut Deutsch: KRIEG! Und noch deutlicher: das ist KRIEGSHETZE! Was ja eigentlich laut dem Grundgesetz verboten ist, aber darauf hat schon Adenauer regelmäßig gepfiffen, warum soll es die Tante aus der DDR anders machen.

So sehen unsere heutigen Intellektuellen aus. Ein prinzipienloses Gesindel, das an den Fleischtöpfen der Mainstreammedien mitfressen will.

Und dann kann man noch lesen, dass es „eine ähnliche Initiative kürzlich für den chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo“ gab. Na wunderbar – ein Kumpel vom Obama. Dann ist ja alles klar.

Kommentare:

  1. "SCHRIFTSTELLER PROFILIEREN SICH MIT KRIEGSHETZE"
    Ja.
    Und(!) sie 'profilieren' sich zusätzlich auch noch mit gezieltem VERSCHWEIGEN bzw. mit Informationsunterschlagung. Die Unruhen in Libyen und in Ägypten gibt's irgendwie gar nicht.

    Auch abseits von den Kriegen wird verwiegen. Dies z. B.: http://www.thestar.com/news/crime/article/1169039--toronto-woman-accused-in-60m-fraud-against-holocaust-survivor-fund?bn=1

    (= maschinenübersetzt: http://translate.google.com/translate?sl=en&tl=de&js=n&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&layout=2&eotf=1&u=http%3A%2F%2Fwww.thestar.com%2Fnews%2Fcrime%2Farticle%2F1169039--toronto-woman-accused-in-60m-fraud-against-holocaust-survivor-fund%3Fbn%3D1 )

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  2. "...Bei anderen ist es weniger klar – wahrscheinlich ist deren Motiv blanker Opportunismus..."

    Nicht undedingt. Leider sind viele "Künstler" nicht nur äußerst opportun und die besten Verkäufer ihrer selbst, sondern vielfach schlicht ungebildet, vernagelt, dumm, naiv, ahnungslos, gutgläubig und "wichtig".

    D. h. sie lassen sich gerne einwickeln und Honig ums Maul schmieren, wie man den Exemplaren erkennen kann, die mit dem Brustton der Überzeugung auch und gerade im öfffentlich-rechtlichen Idioten-TV den Klimaapostel geben, dass man kotzen möchte.

    Die ganze Welt scheint käuflich zu sein. Deshalb bin ich immer wieder froh, dass es noch Seiten wie diese gibt.

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  3. ich würde diese schreiberlinge nicht als schriftsteller bezeichnen. und kunst, die sich zur prostituierten der herrschenden macht, ist propaganda.

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