Montag, 9. April 2012

Das Pentagon trainierte Terroristen in der Wüste Nevada für Einsatz im Iran


Das kennt man ja von den USA: erst einmal immer alles leugnen, was an Dreck hochgespült wird. Wenn der Beweishaufen zu groß wird, dann schiebt man die Angelegenheit bad apples oder anderen - in diesem Fall der Mossad - zu. Und am Ende widersprechen sie sich selbst. Da heisst es, NEIN, da waren nie Leute von der M.E.K., aber es wurden Leute in Nevada ausgebildet. Und der Anwalt aus Washington tischt denselben Spruch auf, den der MI6 über die Al Qaida Leute in London vorbrachten: Die haben längst dem Terror entsagt. Dann setzten sie sich in das Flugzeug, um in Libyen ein Terrorregime zu entfesseln.
Das "linke" Logo der M.E.K.

von Sherwood Ross
am 8. April 2012

Das Pentagon trainierte Mitglieder der iranischen Dissidenten-Terroristen-Gruppe M.E.K. [1965 von linken iranischen Studenten gegründet zum Sturz des Khomeini-Regimes. D. Ü.] in Nevada seit 2005, wonach sie in den Iran zurückkehrten und womöglich geheime Aktivitäten durchgeführt haben, wie der investigative Reporter Seymour Hersh in der Ausgabe vom 6. April des Magazins 'The New Yorker' berichtet.
Diese Gruppe war 1997 unglaublicherweise vom US-Außenministerium auf die Liste ausländischer Terror- Organisationen gesetzt worden – wo sie immer noch steht – sagte Hersh. Sein Artikel „Unsere Männer im Iran?' sagt er, dass die Übungen vom Joint Special Operations Command (JSOC) durchgeführt wurden – was der JSOC verneint. „US Special Operations Forces sind sich nicht bewusst und waren nie involviert im Training von M.E.K. Mitgliedern," antwortete der Sprecher des JSOC.
Die Iraner wurden in Kommunikation, Kryptographie, Waffenkunde und Kampftaktiken in kleinen Einheiten 6 Monate lang ausgebildet, erzählte ein pensionierter 4-Sterne General Hersh. Der General sagte, das Training wurde von der JSOC durchgeführt.
US-Beamte haben jede Rolle bei der Tötung von fünf iranischen Atomwissenschaftlern seit 2007 geleugnet, sagten aber, dass die angeblichen M.E.K. Mörder vom Mossad, dem israelischen Geheimdienst, ausgebildet und finanziert wurden.
„Die Quellen, mit denen ich sprach, konnten nicht sagen, ob die Leute, die in Nevada ausgebildet wurden, jetzt im Iran oder sonstwo im Einsatz sind“, schrieb Hersh, aber ein hoher Pentagon Berater sagte ihm, dass das M.E.K. Training in Nevada das M.E.K. Netzwerk im Iran gestärkt habe.
Massoud Khodabandeh, Experte für Kommunikations-Technologie, ehemaliger M.E.K. Führer und jetzt in England ansässig, sagte Hersh, dass andere in Nevada ausgebildete M.E.K. Leute ihm gesagt hätten, sie seien auch im Auffangen von Kommunikationen ausgebildet worden, und dass die USA sie mit dem Know-How zum Abfangen von Telefonanrufen und Textbotschaften im Iran versehen hätten, und dass sie die gesammelten Informationen an US-Beamte weiterreichen. Und ein pensionierter CIA-Agent erzählte Hersh, dass eine private US-Gesellschaft, die offenbar für die Bush-Verwaltung arbeitete, ihn fragte, ob er mit der M.E.K. arbeiten wolle, um Informationen über Irans Atomprogramm zu sammeln.
Die Bush-Verwaltung leitete Gelder an Dissidenten-Gruppen im Iran weiter „zum Sammeln von Informationen und letztlich für Terroristen-Aktivitäten gegen das Regime“, schreibt Hersh. „Geheime von Amerika unterstützte Operationen finden im Iran auch heute noch statt, laut jetzigen und früheren Geheimdienstleuten und Militär-Beratern“, berichtete Hersh.
Das Trainingsprogramm in Nevada, an einem Ort gut 100 km nordwestlich von Las Vegas, wurde irgendwann, bevor Obama 2009 sein Amt antrat, abgeschlossen, heisst es in dem Artikel.
Allan Gerson, ein Anwalt der M.E.K. in Washington, sagt, dass die Gruppe öffentlich und wiederholt dem Terror abgeschworen hat. Er fügte hinzu, dass, falls die Geschichte über das Training von M.E.K. Leuten in Nevada wahr sei, sie „nicht schlüssig“ sei. „Wie kann die USA Leute von der staatlichen Terroristenliste ausbilden, wenn andere bestraft werden, wenn sie einen Dollar an eben diese Organisation überweisen?“ notierte Hersh.
Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Wenn man angesichts solcher Meldungen daran denkt, dass erst kürzlich ein Russe in den U.S.A. verurteilt wurde, weil er "Terroristen" mit Waffen belieferte, somit die Souveränität von Staaten unterwanderte und blablabla, dann ist die Grenze zur Geschmacklosigkeit längstens überschritten.

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  2. google: atlantik brücke gladio

    staatsterror im namen der systemhalter
    raf, nsu, breivik, toulouse, ... ,

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  3. Vermutlich nichts neues. Es wird heutzutage anders gesehen.

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