Freitag, 23. August 2013

SAMBIA zu Tode bluten


Ihr kennt sicher auch Leute, die sich über die Korruption in Afrika aufregen (was es tatsächlich überreichlich gibt) oder über 'unser schönes Geld', das wir 'denen da unten' hinterherwerfen. Spätestens da muss man ja fragen, wer wem Geld hinterherwirft. Für jeden Euro, den wir bezahlen, bekommen wir mindestens das Fünffache zurück. Ist das etwa kein gutes GESCHÄFT? Ganz abgesehen davon, dass die Afrikaner auch noch vorne und hinten betrogen werden. Es ist also genau umgekehrt: Afrika ernährt uns, buchstäblich.

Thomas C. Mountain


20. August 2013


Im vergangenen Jahrzehnt hat das zentralafrikanische Land Sambia für 30 Milliarden $ Kupfer exportiert, doch steckt es so tief in Schulden bei den westlichen Bankstern, dass es mehr an Zinsen zahlen muss als es für Gesundheit und Erziehung zusammen ausgeben kann.

Jeden Monat sind in den vergangenen zehn Jahen für 250 Millionen $ Kupfer verkauft worden an die … Schweiz! Und ratet mal – die Schweiz importiert überhaupt kein wirkliches, physisches Kupfer, ist aber einer der größten Aufkäufer der Welt. Es dreht sich alles um den „circle jerk“ (eine sexuelle Praxis = hirnrissige Aktivität). Eine in Afrika ansässige Firma „verkauft“ ihr Metall spottbillig an eine eigene Schwesterfirma in der Schweiz, damit sie so wenig wie möglich Steuern in Afrika zu bezahlen hat.

Von den monatlichen 250 Mill. $ (der Endpreis des sambischen Kupfers) erhält die sambische Regierung zwischen 8-10 Mill. $. Aber da ist die Story noch nicht zu Ende, denn die Regierung ist per Vertrag verpflichtet, den im westlichen Besitz befindlichen Kupfer-Unternehmen massenhaft billigen Strom liefern, während der größte Teil Sambias im Dunkeln sitzt, buchstäblich oder sie müssen horrende Preise zahlen, um das auszugleichen, was den Bergwerken geschenkt wird.

Die Infrastruktur wurde fast vollständig vom Sambia bezahlt, weshalb es sich tief beim Internationalen Misery Fund (IWF = Internationaler Elendsfond) verschuldet hat wegen „dringlichem Beistand“, um eine Glukose-Infusion in den einen Arm zu geben, während man aus dem anderen echtes Blut zapft.
Halbwüchsige schleppen in den Minen schwere Lasten.

Das Ergebnis? Jedes Jahr sterben tausende sambische Kinder an verhütbaren Ursachen wie Malaria und wasser-bedingten Krankheiten sowie Krankheiten, die auf Unterernährung beruhen. Ganz zu schweigen von den Umweltschäden und den Langzeit-Vergiftungen in den Kupfer-Bergbaugebieten.

Das sambische Volk hat dermaßen die Nase voll, dass es einen weißen sambischen Vizepräsident wählte, um zu sehen, ob es damit besser fährt und wenigstens seinen gesetzlichen Anteil bezahlt bekommt. Aber auch er hat hilflos die Hände gehoben und es geht weiter wie immer. Und Sambia wird zu Tode geblutet.

Quelle - källa - source

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