Sonntag, 26. Januar 2014

Massenhaft Gelder zur Förderung nicht nachhaltiger Energie

Hier noch ein kleiner update: Jede Person auf der Welt bezahlt 800 $ für Investitionen in fossile Brennstoff-Unternehmen! Trotzdem müssen die "Ärmsten" dauernd die Preise erhöhen, weil ihnen ihre Gewinne nicht ausreichen.
Es gibt ja eine Menge Leute, die glauben, uns würde für den 'Witz vom Klimawechsel' das Geld aus der Tasche gezogen. Nun, das genaue Gegenteil ist der Fall. Wir müssen immer mehr für die ständig wahnsinnigere Ausbeutung von fossilen Brennstoffen bezahlen – von der Ölförderung, Teersand, Fracking bis hin zum Uranabbau und den AKWs. Und imme weniger wird für alternative, nachhaltige Energiegewinnung ausgegeben, wie diese neuen Zahlen beweisen. Schlimmer noch - überzeugende Alternativen werden ignoriert, lächerlich gemacht, unter den Tisch gewischt. Und all das, was den Menschen, ihrer Gesundheit und der Umwelt schadet, wird mit allen Mitteln als der einzig gangbare Weg zum Glück gepriesen. Dafür habe ich auf diesem Blog schon genug Beispiele geliefert.

Massenhaft Gelder zur Förderung nicht nachhaltiger Energie

Worldwatch Institute

23. Januar 2014
Förderung der fossilen Brennstoffenergie am Beispiel der energiefressenden Landwirtschaftssubventionen

Die Bemühungen einer Vielzahl von Organisationen, die globale Unterstützung für fossile Brennstoffe zu ermitteln, hat Schätzungen ergeben, die zwischen 523 Mrd. $ bis über 1.9 Billionen $ reichen, je nach Berechnung und den Maßstäben. Klar ist, dass der Level der Unterstützung nach dem Tief von 2009-10 während der Finanzkrise neuen Auftrieb erhielt auf das Niveau von 2008, schreibt Worldwatch Forschungsmitarbeiter Philipp Tagwerker im neuesten 'Vital Signs Online Trend'.

Traditionelle Berechnungen unterscheiden zwei Arten von Energie-Subventionen. Produktions-Subsidien senken die Kosten der Energieherstellung durch bevorzugte Besteuerung und direkte Geldüberweisungen (Zuschüsse für die Produzenten und Vorzugsdarlehen). Konsumsubsidien senken den Preis für die Energieverbraucher, gewöhnlich durch Steuer-Minderung oder unterbezahlte Energiedienstleistungen der Regierung.
Während Produktions-Subsidien in den Ländern der OECD (Länder für Ökonomische Kooperation und Entwicklung) vorherrschen, werden Konsum-Subsidien in den Entwicklungsländern bevorzugt, um die Last der armen Haushalte zu erleichtern, da arme Menschen einen größeren Teil ihres Einkommens für Brennstoffe ausgeben müssen.

Die Internationale Energiebehörde (IEA) schätzt, dass Kohle Strom, Öl und Naturgas Verbrauchersubsidien in 38 Entwicklungsländern 2011 sich auf 523 Mrd. $ beliefen. Unter Berücksichtigung des Preisunterschieds umfasst die Zahl der IEA Subsidien, die den Preis des fossilen Brennstoffs unter den internationalen Richtwert bringen. Subsidien, die den Preis nur gerade auf diesen Richtwert oder leicht darüber bringen, werden nicht berücksichtigt.

In einer parallellen Studie der OECD werden Stützmaßnahm für die Produktion und den Verbrauch fossiler Brennstoffe in ihren 24 Mitgliedsländern erfasst. Es wurde eine weiter gefasste Definition der Preis-Unterschieds-Methode benutzt (einschließlich direkter Überweisungen und Steuerausgaben). Allein in den Jahren zwischen 2005 – 2011 wurden in den OECD-Ländern im Schnitt 72 Milliarden  Dollar als Unterstützung für fossile Brennstoffe bezahlt.

Das Fehlen einer klaren Definition von „Subsidien“ macht es schwer, verschiedene Methoden zu vergleichen, um die Unterstützung für fossile Brennstoffe zu ermitteln, aber die verschiedenen Herangehensweisen schildern dennoch die globalen Trends. Fossile Brennstoffsubsidien sanken 2009, stiegen 2010 an und erreichten 2011 fast dasselbe Niveau wie 2008. Das Sinken der Subsidien war fast vollständig das Ergebnis von Fluktuationen bei den Erdölpreisen statt von Veränderungen der Politik.

In Entwicklungsländern gingen 2011 etwa 285 Mrd. $ - mehr als 50 Prozent aller Subsidien für den fossilen Brennstoff-Konsum – an Erdöl. Der Verbrauch von Naturgas erhielt 104 Mrd. $ Subsidien. Kohle erhielt nur 3 Mrd. $ direkter Konsumsubsidien, aber weitere 3 Mrd. $ gingen für öffentliche Herabsetzung der Elektrizität drauf, die vor allem durch Verbrennung von Kohle erzeugt wird. In Industrieländern, wo die breitere Definition von Konsum-Subsidien benutzt wird, wurde 2011 die Unterstützung von Öl auf etwa 38 Milliarden $ errechnet. Hier betrug die Hilfe für Naturgas etwa 10 Mrd. $. Kohle erhielt die geringsten Subventionen mit 7 Mrd. $.

Die Unterstützung von erneuerbaren Energien ist immer noch gering – 2011 nur 88 Mrd. $ - verglichen mit den Summen für die fossilen Brennstoffe. Aber sie erhöhte sich 2011 um 33 Prozent, mehr als die 28 % für fossile Brennstoffe. Von den 88 Mrd. $ für erneuerbare Energie gingen zwei Drittel an die Elektrizität und der Rest an Biobrennstoffe.

Externe Effekte wurden bei den Kalkulationen nicht berücksichtigt, obwohl die zusätzlichen Kosten in Verbindung mit dem zunehmenden Ressourcenmangel, der Umwelt und der Gesundheit enorm sind. Ohne diese Erwägungen sind die Kosten erneuerbarer Energie mit zwischen 1.7 und 15 Cent pro Kilowatt/Stunde (kWh) höher als die geschätzten 0.1 – 0.7 Cent pro kWh für fossile Brennstoffe. Werden jedoch die externen Effekte mit gerechnet, lägen die Kosten für fossile Brennstoffe um 23.8 Cent höher pro kWh und bei den erneuerbaren Brennstoffen nur um 0.5 Cent pro kWh.

Aus der Perspektive der Emissionen erhalten 15 Prozent der globalen Kohlendioxyd-Emissionen 110 $ pro Tonne an Subsidien, während nur 8 Prozent von einem Kohlenpreis abhängig sind, wodurch effektiv die Subsidien für die Kohle als Maßnahme zur Reduzierung der Emissionen aufgehoben wird. [Verstehe ich nicht, aber so steht es da. Vielleicht kann das jemand erklären. D. Ü.] Die beschleunigte Beendigung der Subsidien für fossilen Brennstoff würde bis 2020 die Kohlendioxyd-Emissionen um 360 Mill. Tonnen reduzieren, was 12 Prozent der Emissionen macht, was gebraucht wird, um die Erhöhung der globalen Temperatur bei 2 ° C zu halten.

Die Subsidien-Schätzung und Transparenz-Initiativen müssen heraufgesetzt und konsolidiert werden. Eine gemeinsame Methodologie und Definition kann helfen, die Verzerrungen zu analysieren, die Subsidien in der Ökonomie bewirken und einen informierteren Dialog zu erlauben, um ihre Beendigung auszuhandeln. Eine einheitliche Analyse könnte helfen, den politischen Widerstand gegen Erhöhung der Brennstoffpreise zu mildern, da die Länder einen Leitfaden erhalten bei der Ausarbeitung ihrer Entscheidungen und bei der Umverteilung der Gelder unterstützt werden können.

Weitere wichtige Punkte aus dem Report:
Produktionssubsidien außer den Unterstützungsmaßnahmen, die im OECD-Inventar erfasst wurden, wurden im Report vom Juni 2010 für die G-20 Führer der OECD, die IEA, die Weltbank und die Organisation erdölproduzierender Länder mit 100 Mrd. $ angegeben.

Nach Beseitigung der Steuererleichterungen für Energie-Produkte wie geringere Mehrwertsteuer schätzte ein neuer Report des IWF, dass die Gesamtmenge der Subsidien für fossile Brennstoffe auf wenigstens 1.9 Billionen oder 2.5 Prozent des globalen BNP anwuchs.

Russland kündigte Pläne an, die Tarife für Naturgas auf dem heimischen Mark um 15 % für alle Verbraucher ab Juli 2013 angehoben würden, und China kündigte an, dass ab März 2013 die Preise für Ölpridukte alle zehn Arbeitstage korrigiert würden, um besser die internationalen Preise zu reflketieren.

Fußnoten:
Für weitere Informationen und zum Erhalt einer vollständigen Kopie von „Beendigung der Subsidien für fossile Brennstoffe“ kann man Supriya Kumar erreichen unter skumar@worldwatch.org.

*  *  *

Im Anschluss hieran könnt ihr in den Artikel 'How to Talk to a Climate Change Denier' (Wie spricht man mit einem Klimawechsel-Leugner') von Ernest Partridge vertiefen. Im  ersten Absatz heißt es:

„Der Disput ist eröffnet. Auf der einen Seite steht die beinah einstimmige Schlussfolgerung von tausenden aktiven Klima -Wissenschaftlern in der ganzen Welt: das globale Klima verändert sich und die menschliche Technologie ist die primäre Ursache. Von der anderen Seite wird uns gesagt, dass der „Klimawechsel“ im schlimmsten Fall ein „Witz“ oder zumindest ein normales und natürliches Phänomen ist und nicht besonders beeinflusst wird durch menschliche Aktivität. Diese Position wird von den rechten Medien, von fast allen Republikanern im Kongress und ein paar gekauften „Wissenschaftlern“ befürwortet, die üppig von der Brennstoff-Industrie finanziert werden.
Wie also geht man mit einem „Leugner“ um, der bereit ist, in eine Debatte einzutreten?“

Und sodann geht er humorvoll Punkt für Punkt durch.

Quelle – källa – source

Kommentare:

  1. Die größte Bedrohung für die Artenvielfalt und damit auch der Menschheit ist die Vernichtung des natürlichen Lebensraumes (Abholzung der Wälder, Übernutzung trockener Regionen, Vergiftung von Boden und Gewässern). Die Erzeugung von "Biotreibstoff" leistet einen nicht unerheblichen Beitrag dazu.
    Vor einiger Zeit sah ich zufällig eine Fernsehsendung, in denen "ungewöhnliche Berufe" vorgestellt wurden, in dieser Sendung wurde ein "Deichgraf" in Norddeutschland vorgestellt, der stolz erzählte, dass er sich seit über 30 Jahren um den Deich kümmert. Nebenbei fragte der Reporter, wie stark der Meeresspiegel in dieser Zeit gestiegen sei und er antwortete: Garnicht. Falls du mal an die schwedische oder dänische Küste kommst, Einar, frag doch mal ein paar alte Leute, welche Beobachtungen sie in dieser Hinsicht gemacht haben, würde mich wirklich interessieren.
    Die Probleme auf einigen Pazifikinseln beruhen meiner Meinung darauf, dass diese Inseln auf ehemaligen Vulkanen seit ihrer Entstehung langsam wieder versinken, oder der Meeresboden durch die Kontintelverschiebungen sinkt. Verstärkt wird das Problem noch durch die Vernichtung der Mangrovenwälder (Shrimps-Zuchtanlagen etc) und die Zerstörung der Korallenbänke (durch Umweltvergiftung oder Nutzung als Baumaterial auf den Malediven):

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  2. Nein, mein Lieber, das sind nicht ein paar Atolle im Pazifik auf Vulkanen. Es handelt sich z. B. um große Inseln vor dem Ganges-Delta mit tausenden von Einwohnern, die ihre Heimat im Meer versinken sahen.

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  3. ANMERKUNG AUSSER DER REIHE..ES HEISST AUCH IMMER WIEDER ES WAERE ZU WENIG STROM DA. FAKT IST DAS DIESE HAARP ANLAGEN AM TAG SO VIEL STROM VERBRAUCHEN, WIE EINE GROSSSTADT. AUCH DAS ZAHLEN WIR DAS IST SICHER SO. AUCH DIESE PROPAGANDA MIT DEM KLIMAWANDEL DEN ES NICHT GIBT. ICH DENKE DAS GANZE HAARP UND CHEMTRAILS SOLLEN SO FINANZIERT WERDEN AUF DAUER. WIR BUERGER SOLLEN BEZAHLEN DAS DIE MISCHPOKE MIT HAARP UND CHEMTRAILS BIS IN ALLE EWIGKEIT WEITERMACHEN KOENNEN. USRAEL UND ROTSCHIL. LAESST GRUESSEN

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