Sonntag, 14. September 2014

Die US-gestützten Rebellen und der Islamische Staat unterzeichnen Waffenstillstand und "Nicht-Angriffspakt"

Einar Schlereth

14. September 2014

Dieser Titel von Rebecca Shabad  ist ja leicht irreführend. Naja, sie stützt sich ja auch auf die Angaben der Würstchenbude in London oder wo die nun steht, was im übrigen auch die "renommierte" Agence France Press (AFP) tut. Und im Artikel selbst wird es noch bunter. Da wird von der FSA, der sogenannten Freien Syrischen Armee, den "moderaten Islamisten", der al-Nusrah Front und der ISIS gesprochen. Die moderaten Islamisten hat bisher niemand gefunden, auch wenn er mit der Lupe suchte. Diese FSA war von Anfang an mit mindestens 95 % Hardlinern durchsetzt. Die al-Nusrah Front, die doch von den USA auf die Liste der Terroristen gesetzt wurde, taucht hier als moderat auf, die mit der ISIS ein Waffenstillstands-Abkommen und einen "Nicht-Angriffspakt" geschlossen hat, die doch aber auch von den USA nicht nur unterstützt, sondern sogar gegründet wurde. Sie sind zur Auffassung gelangt, dass ihr gemeinsamer großer Feind Bashar al-Assad, der syrische Präsident ist.

Also ist für die ISIS nicht mehr die USA der größte Feind. Na, dann ist ja alles in Butter. Dann brauchen die USA sich  nicht länger den Kopf zerbrechen, ob sie die ISIS in Syrien bombardieren können (natürlich auch völkerrechtswidrig).  Die al-Nusrah-Front hat am Donnerstag moderaterweise sogar 42 Angehörige der Friedenstruppen freigelassen, die sie auf den Golanhöhen vor einiger Zeit gefangen nahmen. Aber Israel zeigt sich besorgt, dass die jetzt an ihrer Grenze stehen. Hat es vergessen, dass es sie selbst mit ausgebildet hat?  Ist alles nicht so einfach in diesem Schlamassel.
Global Research  fragt sich:  "Was macht Obama nun?" Auch der US-Kongress kommt ins Schleudern. Nach dem FSA-ISIS-Abkommen weiß er nicht, ob er Obamas Forderung nach neuer Ausbildung und Ausrüstung für die Rebellen billigen soll oder nicht. Am Ende von Rebeccas Artikel taucht noch eine Syrische Revolutionäre Front auf (SRF), die doch gegen die ISIS weiterkämpfen will und die bereits den Waffenstillstand gebrochen hat.

Global Research kommt auch zu dem Schluss, dass dieses Abkommen den USA nur Recht sein kann. Sie können weiter die ISIS im Irak bombardieren, dami sie dort vielleicht verschwindet und nach Syrien abhaut. Und dann können sie alle Rebellen in Syrien in 'moderate Front' umtaufen und weiterhin mit jeder Art Waffen beliefern.

Die ständig neuen Namen, dieser Wechsel von Pakten, Verbündeten und Abkommen sind alles nur Nebelschwaden, mit denen die Öffenlichkeit in Unwissenheit gehalten wird darüber, dass hier ein ungeheures Verbrechen geschieht. Vor allem, dass niemand auf die Idee kommt, alle die Invasoren Syriens einzusammeln, vor Gericht zu stellen und an den Galgen zu bringen.

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