Donnerstag, 5. März 2015

Drohnen bedrohen Kernkraftwerke in Frankreich


Rune Lanestrand
5. März 2015
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
Baustelle AKW Flamanville

Ich gebe hier wieder, was Åsa Moberg Boije heute auf ihrer Facebook-Seite schreibt:


"Schlaflos am Morgen. Französische Nachrichten bringen im Rundfunk, dass neue Drohnen in der Nacht über dem zentralen Paris gesichet wurden, sieben waren es diesmal, glaube ich, und eine konnte die Polizei sehen, wie sie landete und von vier Männern abgeholt wurde, die dann in einem Auto verschwanden.

Insgesamt wurden 60 mystische Drohnen über Frankreich in den vergangenen fünf Monaten gesichtet, davon viele über Kernkraftwerken.
Und Areva, das französische Atomkraft-Unternehmen mit 45 000 Angestellten, hat heute offiziell seinen neuesten großen Verlust bekannt gegeben: 4.9 Mrd. Euro. Bis zu 6000 Angestellte könnten eingespart werden. Ich glaube, bin aber nicht sicher, dass ich es richtig verstand, dass 4 Mrd. des Verlustes sich auf die extra Kosten der Verspätung des Reaktorbaus Olkiluoto 3 in Finnland beziehen. Das sollte 2009 schlüsselfertig sein zum Preis von 3.2 Mrd. €. Jetzt rechnet man damit, dass es frühestens 2018 fertig wird und die Kosten sind auf 8.5 Mrd. € gestiegen. Eine ähnliche Verspätung und Verteuerung hat den Schwesterreaktor Flamanville in Frankreich betroffen.

Als Atomkraft-Gegner könnte man Schadenfreude empfinden. Aber solche Neuigkeiten sind eher Angst einflößend. Was geschieht, wenn ein Unternehmen wie Areva Konkurs macht? Das kann man nicht erlauben, weil sonst die Steuerbezahler die Kosten tragen."

Es ist beinahe unfassbare, dass diese tödbringende Tätigkeit weitergehen kann. Und dass es nach Fukushima sogar in Schweden Politiker gibt, die nicht nur die alten lebensgefährlichen AKWs beibehalten wollen, sondern auch neue bauen wollen.


Quelle

Kommentare:

  1. stellt die subventionen ein und lasst sie für die entsorgung des mülls aufkommen und es wird garantiert kein privatunternehmen ein akw betreiben wollen.
    diese drohnenaktivität ist aber echt beunruhigend...

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  2. Der AKW Chef sagte es waren keine drohnen sondern ufos.

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  3. Solange die Staaten die Entsorgung und dessen Finanzierung tragen, wird es die AKW geben.

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