Mittwoch, 17. Juni 2015

OSTEUROPA IM ÜBERBLICK 17


Russland wird einen neuen Krieg vorbereiten müssen.
Zum Plan Kiews "die Ganzheit Moldawiens wiederherzustellen" 1. Tei
Ivan Lisan 
10.06.2015 

Aus dem Russischen: Thomas
 
Also, genau das, wovor wir schon vor 10 Monaten gewarnt haben, ereignet sich jetzt: Kiew, dass seit vorigem Sommer an den Grenzen Pridnestrowjes mit den Waffen klirrt, hat mit der Vorbereitung auf die Durchführung einer Operation gegen die Transnistrische Moldauische Republik (TMR) begonnen.

Es bedeutet tatsächlich, dass man Russland wieder zum Krieg einlädt. Und wenn es auch in der Ukraine gelang, die direkte Teilnahme der Streitkräfte der Russischen Föderation an Kampfhandlungen zu vermeiden, so wird in diesem Fall der Versuch Auszuweichen mit einer automatischen Niederlage enden, deren Folgen fatal sein werden.

Saakaschwili ist zum Dienst angetreten 

Ernannt zum Gouverneur des Gebietes Odessa hat der Ex-Präsident-Verbrecher, Michail Saakaschwili, eine Reihe von Personalentscheidungen getroffen. Pjotr Poroschenko nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass Saakaschwili die fünf Leiter der Bezirke des Gebietes Odessa entlassen hat. Die Posten haben unter anderem die Chefs der Beljajewski- und Frunse-Bezirke verloren, die unmittelbar an die TMR grenzen. Der neue Gouverneur wünscht, alle Chefs der Bezirke zu ersetzen, und zwar über einen gesamtukrainischen Wettbewerb. Auf seinem Plan steht ebenfalls eine vollständige Reinigung der Polizeireihen (die Belegschaft des SBU ist bereits seit langem ersetzt) und die (seine) «entschlossenen Handlungen zur Erhaltung der Ordnung» wird nichts aufhalten können.
Natürlich werden alle Entscheidungen mit der Notwendigkeit des Kampfes gegen die Korruption begründet. In Wirklichkeit ist das Ziel dieser und ähnlicher Umstellungen die Verschärfung der Kontrolle über die Gebiete und die Zerstörung der wiedererstandenen Beziehungen zwischen den Regionen des Gebietes und den benachbarten Bezirken Moldawiens und der TMR.

Es ist bemerkenswert, dass Igor Paliza, der Vorgänger Saakaschwilis auf dem Posten des Gouverneurs und Schützling der Gruppe "Priwat" Igor Kolomojskis, im Interview bei einer der ukrainischen Zeitungen seine Meinung über den Austausch ganz offen mitgeteilt hat. Paliza meinte, dass Saakaschwili Abchasien und Ossetien zurückgeben mußte und sicher nicht wollte, dass so etwas in Odessa und in der Odessaer Region noch einmal geschieht. In seiner jetzigen Rolle als Gouverneur verschärft Saakaschwili, nach Meinung Igors Palizas, «die Situation dort stark, wo es nicht gemacht werden muss». Nebenbei richtete der Exgouverneur die Aufmerksamkeit auf die dunklen Seiten der Regierung Saakaschwili in Georgien.

Die Befürchtungen des ehemaligen Gouverneurs sind klar: den Menschen ist im Privaten eine stabile und vorhersehbare Lage auf dem Gebiet wichtig, durch dessen Häfen sich der Export der Stahlprodukte realisiert. Und das Einzige was der Gouverneur Paliza unter dem Aspekt der transnistrisch-ukrainischen Beziehungen heute sieht, ist das Ziehen von sinnlosen Gräben, das Durchgraben der Feldwege und solche Zwischenfälle wie die Schießerei auf die transnistrischen Illegalen. Jetzt ist das private Geschäft in Gefahr. Soviel von hier aus zu diesen und ähnlichen Aussprüchen des Exgouverneurs.

Der Prozess wurde gestartet: Kiew versprach Moldawien Hilfe bei der Wiederherstellung der staatlichen Geschlossenheit.

Nebenbei noch über Pjotr Poroschenkos Vision des zukünftigen Pridnestrowjes: «Die Ukraine wird an allen Verpflichtungen strikt festhalten, die wir übernommen haben. Aber wir haben keine Verpflichtungen, in Pridnestrowje die russischen Militärs hinzunehmen und wir werden das auch nie machen. Wir haben keine Verpflichtungen auf diese oder andere Weise, die russische Anwesenheit in Pridnestrowje zu unterstützen. Und wir werden das auch nicht machen. Im Format
"5+2 "oder einem anderen wird die Ukraine, auf meinen Auftrag oder bei meiner Teilnahme, alles Mögliche unternehmen, um die territoriale Integrität der Republik Moldau wieder herzustellen und den normalen Lebensstandard denen zu gewährleisten, die dort wohnen. Wenn man das Ganze im Rahmen des internationalen Rechtes betrachtet, dann wissen Sie auch, worin der entscheidende Unterschied zwischen Pridnestrowje und Donezk besteht. Es hat keine gemeinsame Grenze mit der Russischen Föderation. Es wird dort viel leichter sein, die Ordnung wieder herzustellen», hat der Präsident der Ukraine gesagt.

Also, die Absichten sind klar und deutlich ausgesprochen. Den Angriff auf Pridnestrowje wird Washington zulassen, um die Unlust Russlands zu überwinden, zu kämpfen und wird damit die Russische Förderation mindestens dazu zwingen, eine Luftbrücke für die Versorgung der Republik einzurichten, die ohne Verstoß gegen die Lufthoheit der Ukraine unmöglich ist, die dann Kiew und die internationale Gemeinschaft, geführt von den USA, nicht anders als einen Akt der Aggression deuten werden. Die Friedensstifter nicht zu versorgen, dass kann Russland nicht und damit wird letztendlich der Prozess des Einbeziehens Russlands in den großen Krieg beschleunigt und die oben aufgeführte Vorbereitung auf die Aggression gerechtfertigt. Washington verkürzt damit die Zeit, die Russland für die Erhöhung der Kampffähigkeit seiner Streitkräfte braucht.

Für die USA ist die Hauptsache, Russland in den Krieg hineinzuziehen. Was weiter aus der Ukraine, Moldawien oder Pridnestrowje wird, interessiert Washington nicht im Mindesten. Gegenreaktion wird die weitere Eskalation der Wechselbeziehungen zwischen der EU, Russland und den USA sein und die beschleunigte Militarisierung Europas sowie neue Schritte zur Durchsetzung des TTIP-Abkommens.

Die gestellten Ziele will man allem Anschein nach mit Hilfe einer Provokation erreichen, die man dann bei der Realisierung mit Hilfe von irgendwelchen anderen neuen Gemeinheiten überdecken will.

Aber um den vollen Erfolg der Maßnahmen zu erreichen, wird noch die Teilnahme von Bukarest erforderlich, selbst wenn es nur planerisch-technisch ist. Jedoch gibt es in dieser Sache ein Problem. Der Präsident Rumäniens Klaus Johannis ist ein ethnischer Deutscher und der Schützling Berlins und er, so scheint es, wünscht keinen neuen heißen Punkt an seinen Grenzen. Johannis hat ab dem Datum seiner Wahl keine verbindenden Erklärungen abgegeben. Im Unterschied zum Ministerpräsidenten der Republik, Victor Ponta, dem der Präsident den Rücktritt wegen seiner Verwicklung in Strafsachen empfohlen hat. Es ist durchaus möglich, dass die Schlacht zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Präsidenten durch die unterschiedliche Herangehensweise in der moldauisch - transnistrischen Frage entstanden ist.

Die russisch-transnistrischen Gegenmaßnahmen 

Es ist offensichtlich, dass man in Tiraspol und Moskau die Vorhaben Kiews, Chisinaus und Washingtons verstehen kann.
Am 5. Juni fanden in den Streitkräften der TMR unter Teilnahme des Verteidigungsministers, der Vorgesetzten der Verwaltungen, der Abteilungen der Truppengattungen und der Dienste des Verteidigungsministeriums, der Kommandeure der Truppenteile, ihrer Stellvertreter, sowie der Offiziere der Kriegskommissariate Offiziersversammlungen statt. Das Komitee für Staatssicherheit der Republik prüfte den Stand der pioniermäßigen Vorbereitung. Die operative Einsatzgruppe der russischen Truppen in Pridnestrowje begann mit Übungen, deren Verlauf in nicht weniger als 50 % der Fälle zur nächtlichen Zeit stattfindet.

Es ist klar, dass Pridnestrowje einem Angriff aus mehreren Richtungen nicht widerstehen kann, es wird also sofort Hilfe aus Russland anfordern.
Die Reaktion Moskaus auf eine mögliche Aggression hat der Vizevorsitzende der Staatsduma der Russischen Föderation, Sergej Schelesnjak, beschrieben: «der Militärkonflikt in Pridnestrowje wurde schon seit langem geplant und wird jetzt wohl wirklich umgesetzt werden. Dort sind mehr als 160000 unserer Bürger, dort sind unsere Friedensstifter, dort haben wir internationale Verpflichtungen. In genau so einer Situation hat sich Saakaschwili im Jahr 2008 für den Mord an den Menschen entschieden. Er hat nichts mehr zu verlieren. Das Kiewer Regime wird so oder so fallen und alle Folgen der Postmajdanpolitik Kiews, werden wir auf unseren Schultern wiederfinden. Wenn wir in den Krieg eintreten, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass die siegende Seite für alle Folgen verantwortlich sein wird». Eigentlich ist das genau die Variante, die mehr als alle anderen Washington erfreuen wird, für die die Ukraine zum Joker im geopolitischen Spiel wurde.
Im Endeffekt ist das der kontinentale Krieg, über den der Chef des Rates der Nationalen Sicherheit der Ukraine, der Initiator der ATO, Walentin Turtschinow, nicht müde wird zu reden.

Die einzige dauerhafte Möglichkeit Pridnestrowje umfassend und endgültig zu schützen, ist, dass Problem mit der ukrainischen Macht zu entscheiden. Nur wird in diesem Fall, obwohl der Republik nichts droht, was die Realisierung des beschriebenen höheren Drehbuches verzögern könnte, die Aktivierung des Kampfes im Donbass notwendig werden.

Die Minsker Vereinbarungen krachen in allen Nähten und fließen auseinander und den Sondervertreter der OSZE in der Ukraine, Heidi Tagliavini, kann man gewiß mit jemand Anderem ersetzen, das ist sicher möglich. Aber auch das wird die grundlegenden Widersprüche -- zwischen Kiew und den USA einerseits und den Volksrepubliken und Russland andererseits -- nicht auflösen.

Bei der Entwicklung zu einem totalen Krieg, dessen Verlauf äußerst kompliziert vorherzusagen ist, wird es auch praktisch unmöglich sein zu prognostizieren, mit welchen Reaktionen Moskau auf die neuen Windungen der Eskalation des Konfliktes und die neuen heißen Punkte antworten wird.

***

Inzwischen war in Tadschikistan, wo die russische 201. Basis einquartiert ist, deren Personalbestand planmäßig um das Anderhalbfache vergrößert werden soll (auf zu
9000 Mann) der Verteidigungsminister Sergej Schojgu zu Besuch, um eine Inspektion durchzuführen. In deren Verlauf wurde festgelegt, den Bau des Militärspitals drei Monate vorfristig bis zum 1. September zu beenden. Es wurde auch über die Pläne der Russischen Föderation und Tadschikistans berichtet, die Zusammenarbeit in der militärischen Sphäre auf der Basis der Ergebnisse von Übungen und ständigen Überprüfungen durchzuführen und die Übungen im Rahmen der OVKS (Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit) dahingehend zu korrigieren, dass in diesem Format regelmäßige, aber Überraschungs-Überprüfungen der Gefechtsbereitschaft durchgeführt werden.
Es scheint, als müßte Russland an drei Fronten kämpfen, so lange wie es das eben schafft. Wir folgen den Ereignissen.
Invictus maneo!

Quelle

Drei Fronten für Russland: wie Washington die Flamme des Chaos in Mittelasien anblasen will - 2.Teil
Ivan Lisan 
13.06.2015 

Aus dem Russischen: Thomas
 
Die Erklärung des amerikanischen Generals Ben Hodges zu den potentiellen Möglichkeiten Russlands ist nicht nur die Feststellung des wachsenden militärischen Potentials der Russischen Föderation, Militäroperationen an drei Fronten zu führen, sondern auch das Versprechen, diese drei Fronten Washingtons gerade an den Grenzen der Russischen Föderation liebenswürdigerweise zu organisieren.

Unter den Bedingungen der weiter wachsenden Stärke Chinas und der künftigen Auswirkungen der Vertiefung der Finanzkrise und des begleitenden Platzens der Finanzblasen, ist die einzige Möglichkeit die weltweite Hegemonie der USA zu verlängern, die Schwächung der Gegner. Die Umsetzung dieses Ziels ist nur möglich über die Chaotisierung der an Russland grenzenden Republiken und immer neue Starts von Krisenprozessen in ihrem Inneren.

Der Eintritt Russlands in den Verlauf der Konflikte und Krisen an seinen Grenzen ist unumgänglich.
Also, die erste Front ist die tatsächlich bereits existierende ukrainische. Die zweite wird aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen Armenien und Aserbaidschan wegen Nagorny Karabach entstehen. Und die dritte wird ganz gewiß in Mittelasien eröffnet werden.

Wenn der Krieg in der Ukraine schon Millionen Flüchtlinge, Zehntausende Ermordete und zerstörte Städte mit sich brachte, so wird das Auftauen Karabachs zum Einsturz der kompletten russischen Außenpolitik im Kaukasus führen.
Mittelasien wird dann im Folgenden zur Bedrohung einer jeden Stadt mit Terrorakten und Explosionen. Diese «perspektivische Front» zieht die detaillierte Aufmerksamkeit der Massenmedien auf sich - Noworossija hat alles aus dem Äther der föderalen Fernsehsender verdrängt und hat alle Seiten der Zeitungen und auch die Bildschirme des Internets eingenommen, obwohl dieser zukünftige Kriegsschauplatz droht, noch viel komplizierter als der ukrainische zu werden.

Die Filiale des Kalifats neben Russland


Der unaufhaltsame Trend der weiteren Umgestaltungen in Afghanistan - dem Schlüsselspender der Instabilität in der Region -  ist der Bogen von den Taliban zum Islamischen Staat. Noch befindet sich der Prozess ihrer Vereinigung im Anfangsstadium und es sind die Hinweise darauf sehr dürftig und fragmentarisch;  idr Tätigkeit der Emissäre des IS ist einem Eisberg sehr ähnlich, bei dem nur die Spitze über der Oberfläche des Wassers zu erkennen ist.

Jedoch ist die Tätigkeit der Agitatoren des IS, wie auch in Pakistan, auf die südlichen Provinzen Afghanistans fixiert, die von den Taliban kontrolliert werden. Dabei wird eines der ersten Opfer des Chaos in Afghanistan Pakistan werden, dass auftragsgemäß und mit der Unterstützung der USA die Taliban in den 80iger Jahren aufgezogen hat. Jetzt lebt das Projekt und ist zum Albtraum Islamabads geworden, dass sich entscheiden muß, ob es sich mit Peking und/oder Russland anfreunden soll. Die vorliegende Tendenz wird von den Angriffen der Taliban auf die pakistanischen Schulen illustriert, in denen die Lehrer jetzt berechtigt sind, automatische Waffen zu tragen, sowie auch von regelmäßigen Festnahmen von Terroristen in den großen Städten zu Beginn von Veranstaltungen zur Unterstützung der mit den Taliban befeindenden Stämme im Norden des Landes.

Das Neueste in Pakistan ist die Einrichtung von Feldgerichten auf Verfassungsebene. Auf dem ganzen Staatsgebiet werden damit Terroristen, Islamisten und deren Sympathisanten festgenommen. Allein im Nordwesten wurden über 8000 Menschen, einschließlich der Vertreter der Geistlichkeit, verhaftet. Unter das Verbot geraten auch die religiösen Organisationen und dabei werden auch die Emissäre des IS gefangen.

Da es die Amerikaner nicht gern haben, alle Eier in einen Korb zu legen, so werden sie das offizielle Kabul unterstützen, was ihnen zugleich die Rechtmäßigkeit ihres Aufenthaltes im Land gewährleistet, und auch parallel dazu die Verwandlung der Taliban in den IS zu unterstützen. Weiter wird das Chaos folgen, in dem die Amerikaner formell nicht aktiv teilnehmen müssen, sondern einfach nur abwarten können. Und sie werden tatsächlich einfach abwarten, wer siegen wird, um dann dem Sieger Hilfe seitens Washingtons zu leisten. Dabei führten die Sonderdienste die Arbeit nach der Verstärkung der Taliban schon seit langem und sehr wirkungsvoll durch: der Teil der vorhandenen offiziellen Kräfte der Rechtsordnung und der Miliz in Afghanistan - sind ehemalige Taliban und Mudschaheddin.

Die Methodik der Vernichtung 

Die erste Richtung zur Destabilisierung Mittelasiens, ist die Schaffung von Problemen an den Grenzen und die Drohung der Durchdringung dieser Länder der Region mit Mudschaheddin. Das Sondieren der Nachbarn hat schon angefangen - die ersten Probleme sind in Turkmenistan entstanden, es musste Kabul sogar um die Durchführung einer groß angelegten Militäroperation in den Grenzprovinzen bitten. Die Taliban haben Tadschikistan gezwungen, über die Befreiung der entführten Grenzsoldaten (am 22.12.2014 wurden 4 Grenzsoldaten beim Holzholen von Taliban überwältigt) zu verhandeln, und der Grenzdienst der Republik meldet große Abteilungen der Mudschaheddin an den Grenzen.

Insgesamt haben alle an der Grenze zu Afghanistan liegenden Staaten ihren Grenzschutz verstärkt. 

Die zweite Taktik ist das Einschleusen von Islamisten ins Hinterland. Der Prozess hat schon begonnen: die Zahl der Extremisten allein in Tadschikistan hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht (nur im vorigen Jahr); man versucht zwar, sie zu stellen, aber alle fangen können sie offenbar nicht. Zusätzlich wird die Situation mit der Rückkehr der Gastarbeiter aus Russland verschlimmert werden, was die Anwerbebasis weiter ausdehnen wird. Das Austrocknen des Bächleins der Geldanweisungen aus Russland kann die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung wachsen lassen und in gesteuerten Aufruhren enden.

Der kirgisische Experte Kadyr Malikow informierte über die Bildung der Kampfgruppe des IS "Samarkand (Mawerannachr)", in die die Vertreter aller mittelasiatischen Republiken und 70 Mio. $ für die Durchführung von terroristischen Akten in der Region eingehen. Dieser besondere Aufwand soll aus dem Fergana Tal (300x170 km mitten in Kirgistan) das Herz Mittelasiens machen.

Noch ein Schmerzpunkt sind die Parlamentswahlen in Kirgisien, eingeplant für den Herbst dieses Jahres. Der Start des Drehbuches der farbigen Revolution wird zum Chaos und der Desintegration der Republik führen.

Die selbstfinanzierten Kriege


Und da der Krieg an sich aufwendig ist, soll der Prozess der Destabilisierung der Region selbstfinanziert oder wenigstens so sein, dass der Gewinn dem amerikanischen Militärisch-Industriellen Komplex zu Gute kommt.

Und auch hier hat Washington Erfolge: Usbekistan sind 328 Panzerspähwagen umsonst zugefallen, die eigentlich Kiew bat, für den Krieg gegen Noworossija verwenden zu dürfen. Anscheinend ist das Geschäft verlustbringend, denn die Wagen sind geschenkt, jedoch wird tatsächlich Usbekistan über amerikanische Ersatzteile und Munition gebunden bleiben. Über die Vergabe der Technik und Ausrüstung hat Washington eine ähnliche Lösung wie in Bezug auf Islamabad getroffen.

Die Versuche der USA, Indien die Ausrüstungssysteme aufzudrängen, waren nicht von Erfolg gekrönt: die Hindus haben keinen Vertrag unterschrieben. Und bei der Parade wurden Obama die russischen technischen Kampfmittel vorgeführt.
So ziehen die USA die Länder der Region in einen Krieg mit ihren Projekten, den Taliban und dem Islamischen Staat und dann hilft man ihren Feinden.

***

Also, 2015 wird unter dem Banner der Vorbereitung der komplexen Destabilisierung der mittelasiatischen Region und der Umwandlung AfPaks ( bezeichnet das gemeinsame Krisengebiet Afghanistan und Pakistan) in eine Filiale des Islamischen Staates an den Grenzen Russlands, Indiens, Chinas und Irans zu Ende gehen. Der Anfang des totalen Krieges, der nach der Chaotisierung der Region unvermeidlich folgen wird, wird zum Start des blutigen Dramas im «euroasiatischen Balkan» und das bei einer automatischen Einbeziehung von einem Drittel der Weltbevölkerung werden, was für den geopolitischen Gegner USA sehr praktisch ist. So eine Chance kann Washington nicht verpassen.

Die Antwort Russlands auf den vorliegenden Angriff kann nur komplexer Natur sein - die Einbeziehung der Region in den Prozess der euroasiatischen Integration, die Erweisung von militärischer-, Wirtschafts- und politischer Hilfe, die engste Kooperation mit den Verbündeten in der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit und mit den BRICS - Staaten, die Stärkung der pakistanischen Armee und natürlich, die Mithilfe beim Wegschließen der bärtigen Diener des Kalifats.

Die wichtigste Richtung ist allerdings die beschleunigte Modernisierung der eigenen Streitkräfte wie auch der der Verbündeten, sowie die Festigung der OVKS
(Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit) und die Überlassung der Organisation des Rechts der ineffektiven UNO.

Die Region ist außerordentlich wichtig: wenn die Ukraine die Zündschnur des Krieges ist, so ist Mittelasien das Lagerhaus mit Munition, das wenn es erstmal aufflammt, mit seinen Bruchstücken die Hälfte des Festlandes bedecken wird.
Invictus maneo!


Kommentare:

  1. Sehr gute Analyse, aber sie lässt einen mächtigen Spieler aussen vor: Die Volksrepublik China und die immer offensichtlichere Annäherung zwischen China und Russland.
    Zentralasien / Afghanistan: China hat absolut kein Interesse an einem IS kontrollierten Afghanistan an seiner Grenze. Da geht es um die Stabilität im eigenen Land. Zur Zeit baut China die Handelsbeziehungen zu Afghanistan aus, und finanziert Infrastrukturprogramme. Eine Politik welche durchaus stabilisierend auf Afghanistan wirkt. Aber sollte Afghanistan wirklich der IS zufallen, würde ich eine Militäreinsatz Chinas durchaus für möglich halten.
    Iran: Iran unterstützt nun Assad offen mit Militär und Material, ein offener Krieg gegen den IS ist nur eine Frage der Zeit. Und der Iran unterhält sehr gute Beziehungen mit Peking. Afghanistan und Pakistan sind die Länder welche den Iran und China direkt Verbinden. Man stelle sich mal eine Pipeline vom Iran nach China vor...
    Pakistan: Trotz seiner Zusammenarbeit mit den USA unterhält Pakistan traditionell gute Beziehungen mit China. Auch dort, vor allem im Norden wo Pakistan an China grenzt, baut China die Infrastruktur aus.

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    1. Der Ex-Präsident Afghanistans, Karsei, hat sich mit Putin und Lawrow getroffen bzgl. russ. Unterstützung im Anti-Terror-Kampf
      http://de.sputniknews.com/politik/20150625/302934051.html

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  2. Alles ist möglich . Das die Kommunisten uns schon seit hundert Jahren täuschen ist auch klar . Nur, wie wollen wir uns die Tatsache erklären , das beide Seiten unter einer OBERLEITUNG stehen . Amerika , der sog Westen und auch der Osten , Russland , werden immer noch aus der LONDONER CITY organisiert , kontrolliert und getrieben .Die Völker werden verheizt . Fast ist es SCHEIßEGAL . Welcher Unterschied soll sich ergeben .Die Frage ist nur noch : Wer verheizt die Völker effektiver.. Wann werden wir uns fragen , wer diese OBERLEITUNG im VÖLKERSCHLACHTEN ist ? Wir blicken immer nur auf die Marionetten .Die Welt ist ein blutiges PUPPENTHEATER . OBAMA OBONGO wirkt wie eine Schießbudenfigur , Putin wie eine SPHINX .

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  3. So langsam geht mir mancher Dreck wirklich auf den Sack. Ein Blog ohne Kommentarfunktion hat auch positive Seiten
    Dref

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    1. Also ich kam bisher noch nie auf die Idee in anderen Blogs zu grassieren, um meine Propaganda-Schriften palettenweise reinzukopieren. Sagt mir mal wo Leo sonst steckt. Ich kann ihm ja einfach in jedem Artikel die Bibel reinkopieren, mal sehen ob er das lustig findet.

      Dieser Leo hat wohl nix besseres zu tun und spielt Beschützer und Missonar. Springt überall rum und postet los, sein Zuhause ist wohl am Arsch ...
      Dref

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    2. Der Leo war wirklich unerträglich. Nun habe ich den Mist rausgeworfen.

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