Freitag, 5. Juni 2015

OSTEUROPA IM ÜBERBLICK

Rostislaw Ischtschenko

4. Juni 2015
Aus dem Russischen: Drug

Wenn man dort schießt, bedeutet das … dort ist Krieg!
Heute hat der Kampf in der Ukraine noch einen schleichenden Verlauf. Aber immerhin, wenn man dort schießt, bedeutet das es herrscht Krieg... Die andere Seite war, meiner Meinung nach, schon seit zwei oder drei Monaten nicht mehr willens, die Minsker Abkommen zu erfüllen.
Dazu passend hat jetzt Kiew auf die Verpflichtungen zur Einhaltung der Menschenrechte im Donbass verzichtet. Im Prinzip ist das der weitere Kurs auf die Verschärfung des Konfliktes, weil sie damit über den Donbass hinaus die juristische Basis mit der Realität einfach in Übereinstimmung bringen.
«Das Projekt „Parlament von Noworossija“ braucht zur  Zeit niemand».
Ich kann davon berichten, dass das Einfrieren des Projektes "Noworossija", worüber vor einem Monat Oleg Zarjow schrieb, eigentlich das Einfrieren des Projektes
"Parlament von Noworossija" war. Warum wurde gerade dieses Projekt eingefroren?
Welchen Grund gibt es dafür? Das Projekt des Parlaments von Noworossija ist zur Zeit einfach überflüssig. Wenn es irgendeine Struktur gibt, die nicht besonders effektiv ist oder überhaupt keine Arbeit hat (und sie war offenbar völlig ohne Arbeit), wofür braucht man die dann?
«So wird ein beliebiger Krieg geführt».
Bezüglich der Mitteilungen davon, dass Kiew im Begriff ist, in den Donbass bis zu 85 Diversions-Aufklärungsgruppen zu schicken, stellt sich die Frage, wer berechnet sie  eigentlich dort in Wirklichkeit?
Meiner Meinung nach wird vom ersten Tag des Konfliktes an über die Arbeit der Diversions-Aufklärungsgruppen im Donbass berichtet. Wurden sie grösser oder weniger, wurden sie oder wurden sie nicht professioneller, das ist schwer zu sagen, aber im Prinzip gibt es dabei nichts Neues. Doch genauso wird jeder beliebige Krieg geführt: irgendwo schießen die Kanonen, irgendwo arbeiten die Diversanten

.....
«Entweder Putin oder Kerry oder Lawrow».
Jetzt existieren viele verschiedene Interpretationen, die das Treffen Putins mit Kerry betreffen. Aber darüber, was auf dem Treffen Putins mit Kerry wirklich geschah, könnten nur entweder Putin oder Kerry oder Lawrow berichten.
Niemand von ihnen hat in diesem Zusammenhang auch nur ein Sterbenswörtchen erzählt. Alle übrigen «Zeugen Jehovas» können Ihnen alles Mögliche erzählen, letzten Endes waren sie nicht dabei.
«Wenn man Nuland zu den Verhandlungen schickt...»
Кеrry ist abgefahren, Nuland ist auch wieder abgefahren und die Positionen der USA haben sich seit dieser Zeit nicht im geringsten geändert. Außerdem, wenn man zu Ihnen Frau Nuland zu Verhandlungen schickt, dann heißt das für die Menschen, wenn sie einen schicken, der ein Brandstifter des Konfliktes war, ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass sich die Positionen wirklich nicht ändern.
Denn wenn jemand gewollt hätte, die Position zu verändern, dann wäre FrauNuland in den Ruhestand geschickt worden, und anstelle ihrer Person wäre jemand anderer gekommen. Auch die Persönlichkeit des Diplomaten zeugt von der Position des Staates.
«Wenn Sie kein Geld haben, dann werden Sie niemanden bezahlen».
In Wirklichkeit hat die Ukraine bis jetzt noch nicht darauf verzichtet, ihre Schulden zurückzuzahlen, aber Fakt ist, wenn sie kein Geld mehr haben werden sie es tun und keiner kann etwas gegen den Default tun.
Danach versammeln sich die Geldgeber und beginnen, sich zu entscheiden was weiter passiert, was sie wirklich wollen und beginnen dann, einen Ausweg zu finden.
Der Staat verliert die Kreditratings kann keine neuen Strukturen für sich gewinnen und es beginnt  die Massenverarmung der Bevölkerung... Die Kreditoren verlieren das Geld. Es ist also natürlich, dass dabei überhaupt keiner große Freude hat.
Aber die Tatsache bleibt eine Tatsache: wenn Sie kein Geld haben, dann können Sie niemandem etwas bezahlen.
«Die objektiven Umstände drücken auf die europäischen Regierungen».
Bezüglich des Gedankens, ob Russland Europa in Bezug auf die Ukraine auf seine Seite "zieht", denke ich, dass die Positionen der Europäischen Union sich bezüglich dieser Sache  immerhin allmählich korrigieren werden.
Aber sie werden sich  nicht korrigieren weil Russland jemanden «zieht», sondern einfach deshalb, weil die objektiven Umstände auf die europäischen Regierungen drücken.
«Ich hoffe, dass die Europäer Glück haben werden».
Im großen Maßstab verursacht das Geschehen in der Ukraine in Europa kein großes Vergnügen und man muß dieses Problem irgendwie lösen. Dem entsprechend versuchen sie, irgendwelche Kompromissvarianten zu finden.
Jedenfalls bedeutet die heutige Position der Europäischen Union, dass sie versucht, auf zwei Stühlen – von Russland und von den USA - sitzen zu bleiben. Das erinnert  mich an die Position der Ukraine des Jahres 2013,  als die auch versuchte, es so zu machen.
Ich hoffe, dass die Europäer Glück haben und die Folgen nicht allzu katastrophal werden...
Invictus maneo!

Keine Kommentare:

Kommentar posten