Montag, 22. Juni 2015

Ukraine: Gefährlichstes Land der Welt für Journalisten


Stefan Lindgren
20. Juni 2015


Aus dem Schwedischen : Einar Schlereth

Die russische Kommunistische Partei hat an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra'ad Al-Hussein die Aufforderung gerichtet, entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die oppositionellen ukrainischen Journalisten Artjom Buzila und Elena Glisjinskaja-Romanowa frei zu bekommen. Sie wurden von dem ukrainischen Sicherheitsdienst verhaftet und wegen „Separatismus“ angeklagt.

Die russischen Kommunisten fordern, dass die UNO versucht, Kiew zu veranlassen, die grundlegenden internationalen und nationalen Normen für Redefreiheit zu respektieren.

„Es muss festgehalten werden, dass das gefährlichste Land der Welt für Journalisten laut dem internationalen Institut für die Sicherheit der Journalisten zum ersten Mal in der Geschiche die Ukraine ist. Laut Internationaler Journalisten Föderation hat sich die Zahl getöteter Journalisten vervierfacht.

Oft werden Journalisten  von der Regierungsgewalt bewusst aufs Korn genommen in Zusammenhang mit dem einheimischen Konflikt im Donbass, trotz der unaufhörlichen Beteuerungen des Regimes, sich nach „europäischen Werten zu richten“.
Artjom Buzila wurde in Odessa am 29. April ergriffen bei den Vorbereitungen für die Trauerfeier zum Jahrestag der Tragödie im Gewerkschaftshaus am 2. Mai 2014, bei der mindestens 48 Menschen verbrannten.

Buzila drohen 5 – 15 Jahre Gefängnis, weil er passiver Zuhörer auf einem Treffen zum Jahrestag war.

Im Brief an die UNO werden 131 Fälle von Verletzungen der Rechte der Journalisten aufgeführt, die in der Ukraine zwischen dem 19. Februar und dem 16. April 2015 passierten. Es dreht sich vor allem um den Mord an dem Vesti-Journalisten Vjatscheslaw Veremej, die Entführung des Korrespondenten der „Segodnja.ru“ Aleksej Tschudjakow, die Gewalt gegen RTRuptlys Kameramann Fjodor Zawalejkow, die Gefangennahme und Folterung der Lifenews Journalisten Marat Sajtjenko und Oleg Sidjakin, den Mord an dem italienischen Journalisten (Cesura.it) Andrea Roccelli und seinem Dolmetscher Andrej Mironow, den VGTRK-Journalisten Igor Korneljuk und Anton Voloschin, der Kameramann des „Ersten Kanals“ Anatolij Kljan, RIAs Fotograf Andrej Stenin, der Journalist und Schriftsteller Oles Buzina und viele andere.

Die Korrespondenten vom RTR, Ren-TV, Forbes, Russland Heute, „Zvezda“, RIA-Novosti, „Kanal fünf“, der Zeitungen „Kommersant“, AIF, „Komsomolskaja Pravda“ und des Radiosenders „Echo Moskau“ wurden ihrer Freiheit beraubt oder ausgewiesen.

Amnesty International hat erklärt, dass der gefangene pazifistische Journalist Ruslan Kotsaba ein politischer Häftling ist. Aber ansonsten hat der Westen – OSZE, EU-Parlament etc. - bisher es vorgezogen, das Kiew-Regime nicht zu kritisieren, das nach herrschendem Dogma für die „europäischen Werte“ einsteht..


Izvestija v. 9. Juni


Quelle - källa - source



Kommentare:

  1. Es hat sich ja auch bisher nicht im selbstgerechten Westen, der die Menschenrechte immer als Standarte vor sich her trägt, herumgesprochen, dass die Ukraine es tatsächlich fertiggebracht hat, Artikel der Menschenrechtskonvention und anderer internationaler Vereinbarungen zu den Menschenrechten und ihrer Einhaltung außer Kraft zu setzen. Hat das in den Leit(d)medien eine Rolle gespielt? Nein.

    Da passen die Journalistengeschichten ganz hervorragend dazu. Wo sind eigentlich die Freunde von "Reporter ohne Grenzen", die doch sonst so gern ganz laut husten, wenn in China oder Russland ein Journalist inhaftiert oder auch nur polizeilich vernommen wird? Dürfen die nicht, weil der Papa Georg sonst das Portemonnaie wegsteckt?

    Gleiche Brüder - gleiche Kappen.

    Mir fällt wieder nur der alte Liebermann ein: "„Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte."

    Severa Snape

    AntwortenLöschen
  2. Bin sehr traurig darüber was sich in der Ukraine abspielt. Die arme Zivilbevölkerung. Warum müssen die Menschen immer gegen ihre Regierungen kämpfen anstatt miteinander zu kämpfen? Wir werden bald in einen Krieg reingezogen den niemand haben will. Müssen wir unbedingt für unsere Rechte kämpfen, geht es nicht einmal friedlich? Die Welt könnte so schön sein, vor allem ohne die USA, die aktuell schweres Kriegsgerät nach Europa transportieren.

    AntwortenLöschen