Sonntag, 13. Dezember 2015

Zinsfreie Banken: Unorthodoxe russische Debatten


Dies ist spannend. Russland will zinsfreies Bankensystem nach islamischem Vorbild einführen. Mich würde interessieren, wie genau das funktioniert. Sobald ich einen entsprechenden Artikel finde, werde ich ihn auflegen.


F. William Engdahl
12. Dezember 2015


Orthodoxe Kirche denkt um.
Eine bedeutsame Debatte ist in Russland in Gang, seit die westlichen scharfen Finanzsanktionen russischen Banken und Unternehmen 2014 aufgezwungen wurden. Es geht um einen Vorschlag des Moskauer Patriarchats der Orthodoxen Kirche. Der Vorschlag, der dem Islamischen Zinsfreien Banken-Modell in vieler Hinsicht ähnelt, wurde zuerst im Dezember 2014 veröffentlicht auf dem Höhepunkt der Rubel-Krise und dem freien Fall der Ölpreise. In diesem August erhielt die Idee einen enormen Aufschwung durch die Billigung der Russischen Industrie-und Handelskammer. Vor 20 Jahren in der Jetsin-Ära und mitten im Chaos der russischen Hyperinflation und der „IWF-Schocktherapie“ brachte die Russische Orthodoxe Kirche einen ähnlichen Vorschlag für zinsfreie Banken als Alternative hervor. Zu jener Zeit herrschte eine Hühnerschar von liberalen Frei-Markt-Ökonomen um Jeltsin vor wie etwa Yegor Gaider. Sie öffneten stattdessen das staatliche Eigentum Russlands buchstäblich der Plünderei durch westliche Banken, Hedge-Funds und Unternehmen.

Bei meinem ersten Besuch in Russland im Mai 1994, um eine Rede vor dem Ökonomischen Institut über die IWF- Schocktherapie zu halten, sah ich mit eigenen Augen die gesetzlose Mafia, russkaya mafiya, wie sie mit fast nagelneuen modernsten Mercedes-600-Limousinen ohne Nummernschilder über die fast leere Tverskaya Straße nahe dem Roten Platz fegten. Es war eine verheerende Zeit in Russland und Washington sowie die IWF-Technokraten wussten ganz genau, was sie taten, um Chaos zu generieren.

US-Sanktionen im Zentrum der Aufmerksamkeit
Seit 2014 hat sich viel in Russland verändert. Am bedeutsamsten ist, dass die Begeisterung für alles Amerikanische vor zwei Jahrzehnten verständlicherweise verschwunden ist. Die Finanzsanktionen des US-Schatzamtes waren gegen spezielle Banken und Unternehmen gerichtet, die von ausländischem Kredit abhängig waren. Das hatte den Effekt eines kritischen Nachdenkens unter russischen Intellektuellen, Regierungsbeamten und im Kreml selbst.

Die Angriffe aus Washington, rechtlich gesehen Kriegs-Handlungen gegen ein souveränes Land, wurden von dem Amt für Terrorismus und Finanzgeheimdienst des US-Schatzamtes begonnen, die einzige staatliche Finanzbehörde mit eigenem Geheimdienst im Haus. Das Büro wurde unter dem Vorwand eingerichtet, den Besitz und die Konten von Drogen-Kartellen und Terroristen herauszufinden und einzufrieren, wozu es aber seltsamerweise nicht in der Lage zu sein scheint mit Bezug auf Gruppen wie ISIS oder Al Qaida im Irak. Es scheint besser zu funktionieren gegen „unerwünschte“ Länder wie Iran und Russland. Es hat Büros überall in der Welt, auch in Islamabad und Abu Dubai.

Diese Finanzkrieg-Sanktionen der USA und die Aussicht auf Schlimmeres hat eine große Debatte in Russland entfacht, wie man das Land vor weiteren Angriffen schützen kann. Die Anfälligkeit gegen westliche Sanktionen in ihren Banksystemen hat Russland und China veranlasst, eine interne russische Version der SWIFT Bankzahlungen zu entwickeln. Jetzt steht die eigentliche Natur des Geldes und seine Kontrolle im Zentrum der Debatte.


Unorthodoxer orthodoxer Vorschlag

Im Januar 2015 auf dem Höhepunkt der Rubel-Krise und dem freien Fall des Ölpreises durch das Kerry-König Abdullah-Abkommen, legte Moskaus Patriarch den Vorschlag erneut auf den Tisch.

Dmitri Lubomudrow, der Rechtsberater der Orthodoxen Kirche, sagte damals den Medien: „Wir merkten, dass wir nicht länger abhängig bleiben konnten vom westlichen Finanzsystem, sondern unser eigenes entwickeln mussten. Wie das islamische System wird das orthodoxe nicht nur auf Gesetzen beruhen sondern auch auf orthodoxer Moral. Es wird eine Einladung an Geschäftsleute sein, die Sicherheit suchen in Krisenzeiten.“ Dazu gehört, dass es zinsfreie Kredite vergeben wird und Investitionen in Spielcasinos oder Aktivitäten, die gegen die moralischen Werte der Kirche verstoßen, verbieten wird.

Anfang August d. J. wurde der Plan von Sergej Katyrin, Chef der russischen Industrie- und Handelskammer nach einem Treffen mit Vsevolod Chaplin, einem hohen Kleriker der Kirche unterstützt. „Die Kammer unerstützt die Schaffung des Orthodoxen Finanzsystems … und ist bereit, eine Plattform für eine detaillierte und profi-Diskussion dieser Fragen zu liefern zusammen mit einem entsprechenden Komitee der Kammer.“

Wie das islamische Bankensystem wird auch das orthodoxe System den Wucher verbieten und keine Zinsen auf Darlehen zulassen. Die Teilnehmer des Systems teilen Risiken, Profite und Verluste. Spekulation ist verboten sowie Investitionen in Spielhöllen, Drogen und andere Unternehmen, die nicht den orthodoxen Werten entsprechen.

Es wird eine neue niedrig-Risiko Banken- oder Kredit-Organisation geschaffen, die alle Transaktionen, Investitions-Fonds oder Unternehmen kontrolliert, die Quelle für Investoren und Medien-Projekte sind. Sie wird explizit Finanzrisiken vermeiden. Priorität soll der Finanzierung des realen Sektors der Wirtschaft gelten.

Interessanterweise hat Russlands größte islamische autonome Republik Tatarstan kürzlich das islamische Bankensystem erstmals in Russland eingeführt, was unterstützt wurde von German Gref, Chef der staatlichen Sperbank, Russlands größte Bank. Im Mai nannte Gref dies ein bedeutendes Instrument bei den gegenwärtigen Problemen, Gelder auf dem internationalen Markt zu bekommen. Im Juli unterzeichneten Sperbank und die Republik Tatarstan ein Kooperationsabkommen auf dem Gebiet islamischer Finanzierung.

Unter Zar Alexander III und seinem Finanzminister Nikolai Bunge, gründete man die Bauern Land-Bank Anfang 1880, um zinslose Darlehen an befreite Bauern zu geben, die unter seinem Vater 1861 aus der Knechtschaft entlassen wurden und Land erhielten. Die Landbank investierte in die Modernisierung der russischen Landwirtschaft. Die Bauern mussten nur eine kleine Gebühr für Darlehen bezahlen. Das Ergebnis war ein spektakulärer Aufschwung für Weizen und anderes Getreide, sodass Russland der „Brotkorb“ der Welt wurde bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Die Ernte war 25% höher als die von Argentinien, Kanada und den USA insgesamt.

Die Vorschläge von Glazyew

Neue Prominenz erhielt das orthodoxe Geldmodell durch einen von Putins Wirtschafts-Beratern, Sergej Glazyew, der Putin in Fragen der Ukraine und der Beziehungen mit Mitgliedern der Eurasischen Ökonomischen Union berät. Er legte einen Plan zur Förderung von Russlands nationaler und finanzieller Sicherheit vor, wegen der Annahme, dass die finanziellen Sanktionen und der jetzige militärische Druck von Washington und der NATO kein launischer Zufall sind, sondern eine ernste Strategie zur Schwächung und ökonomischen Zerstörung von einem der zwei Länder, die der globalen US-Neuen Weltordnung im Wege stehen.

Im Mai 2014, wenige Wochen, nachdem Obama die Sanktionen erlassen hatte, gab Glazyew ein Interview der russischen Finanzzeitung Vedomosti, worin er eine Anzahl von klugen defensiven Maßnahmen vorschlug. Darunter solche, die jetzt die neue Politik sind. Dazu gehörte auch der Kredit- und Währungs-Swap mit China, um die kritischen Importe zu finanzieren und einen Wechsel zur Regelung in nationalen Währungen Rubel und RMB; die Schaffung eines Russischen Interbank Informations Wechsel-Systems, analog mit dem SWIFT-Szstem für Zahlungen in der Eurasischen Ökonomischen Union und anderen Partnern.

Ein strategischer Vorschlag von Glazyew, dass der Staat allen Export von Gold, wertvollen Metallen und den seltenen Erde-Elementen stoppt, und dass die Zentralbank Gold aufkauft, das von ausländischem Unternehmen gefördert wird, wurde von Gouverneurin Elvira Nabiullina der Zentralbank abgelehnt. Sie sagte der Duma: „Wir glauben nicht, dass ein Moratorium für Goldexporte nötig ist. Wir sind in der Lage, genug Gold zu kaufen, um unsere Gold- und Devisen-Reserven zu diversitizieren.“

Nabiullina erhielt Kritik von Duma-Mitgliedern, dass sie zu langsam sei, Goldreserven des Rubels aufzubauen. Russland ist heute nach China der größte Goldproduzent, und China hat die Goldreserven der Peoples Bank von China in jüngster Zeit fieberhaft aufgebaut. Die westlichen Zentralbanken, geführt von der FED, haben, seit die Stützung des Dollars im August 1971 beendet wurde, alles getan, einschließlich frecher Marktmanipulation, um Gold-Währungsreserven in der Welt zu verhindern.

Am 15. September legte Glazyew eine neue Serie von ökonomischen Vorschlägen dem russischen Sicherheitsrat des Präsidenten vor, um, wie er sagte, die Anfälligkeit für westliche Sanktionen in den kommenden 5 Jahren zu mindern und die Grundlagen für langfristiges Wachstum und Wirtschafts-Souveränität zu legen. Zu den Vorschlägen gehörte die Schaffung eines Staatlichen Komitees für Strategische Planung unter dem Präsidenten zusammen mit einem staatlichen Komitee für Wissenschaftliche und Technologische Entwicklung, nach dem Modell, das im Iran in den 1990er Jahren nach den westlichen Sanktionen geschaffen wurde.

Die erste Maßnahme ist ein Echo des sehr erfolgreichen französischen nationalen Planungs-Modells, das unter Präsident Charles de Gaulle eingeführt wurde, dem die Umbildung Frankreichs aus einer stagnierenden bäurischen Ökonomie in ein fortschrittliches, innovatives modernes Industrieland Anfang der 1970er Jahr zu danken ist.

In den 1960er Jahren gab es in Frankreich eine General-Kommission, die die gesamte Wirtschaft durchleuchtete, um kritische Schwächen auszumachen, die für eine nationale Gesamt-Entwicklung beachtet werden müssten. Sie sollte Ziele für die kommenden 5 Jahre aufstellen. Die Mitglieder der General-Kommission waren hohe Beamte, die sich mit Unternehmungsführern, Gewerkschaften und anderen repräsentativen Gruppen berieten. Jeder vorgeschlagene Plan wurde dann dem Parlament zur Abstimmung oder Änderung vorgelegt.

Der entscheidende Unterschied zwischen Frankreichs 5-Jahresplan und dem sowjetischen zentralen 5-Jahresplan war, dass der französische hinweisend und nicht imperativ wie der sowjetische war. Private oder staatliche Unternehmen konnten frei entscheiden, sich auf einen Sektor wie Eisenbahnen zu konzentrieren im Bewusstsein, dass der Staat die Investition mit Steuererleichterungen oder Subsidien ermutigen würde, um das Risiko zu mindern und sie attraktiv zu machen. Es war sehr erfolgreich bis Mitte der 1970-er Jahre, als der massive Ölschock und die zunehmenden Brüsseler supra-nationalen Regelungen die Umsetzung immer schwerer machten.

Es gibt noch andere Teile von Glazyews Vorschlag, von denen der interessanteste der Vorschlag ist, die Resourcen der Zentralbank zu nutzen, um bestimmten Unternehmen und Industrien Darlehen zu niedrigen Zinsen von 1-4 % zu geben, möglich gemacht durch quantitative Erleichterung in Höhe von 20 Billionen Rubel in einer 5-Jahres-Periode. [Fragt mich nicht, was das zu bedeuten hat. Kapier ich nicht.] Das Programm empfiehlt auch, dass der Staat Privatgeschäfte unterstützt durch die Schaffung von „gegenseitiger Verpflichtung“ zum Ankauf von Produkten und Dienstleistungen zu verabredeten Preisen.

Russland befindet sich in einem faszinierenden Prozess des Überdenkens von jedem Aspekt seines nationalen wirtschaftlichen Überlebens wegen der Realität der westlichen Angriffe. Daraus könnte eine sehr gesunde Umwandlung entstehen, weg von den tödlichen Defekten des anglo-amerikanischen Freimarkt-Banken-Modells.



Quelle - källa - source



Kommentare:

  1. Das ist eine hervorragende Idee. Damit kann sich die Menschheit von der Knechtschaft des Zinses befreien. Diese Idee ist aber nicht ausschließlich islamisch. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen vorschläge zu zinsfreien Banken auch vom Schweizer Silvio Gesell und auch vom Österreicher Rudolf Steiner. Beide haben überaus freiheitliche Gesellschaftssysteme entworfen, durch welche die Würde der Menschen gewahrt wird und der Wirtschaft die Rolle im Sozialsystem zuweist, welche ihr naturgemäß auch zukommt. Aber letztlich ist es egal, woher die Idee stammt, wichtig ist, dass sie konsequent durchgeführt wird. Damit ist auch der Anfang gemacht mit der Erlösung vom sekundären Finanzkreislauf, welcher durch Spekulation die Menschheit ausblutet.

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    1. Seit über 1437 Jahren ist das Verbot des Zinsengeben und -nehmen fest im Islam verankert. Ausdrücklich wird es als große Sünde im heiligen Buch, dem Quran, mehrmals an verschiedenen Stellen erwähnt. Der letzte Prophet Muhammad, Friede und Ehre seien auf ihm, sagte sinngemäß, dass Zinsen nehmen schlimmer sei als in der Öffentlichkeit, am helligen Tage, vor der heiligen Moschee in Mekka, Unzucht mit der eigenen Mutter zu begehen! (Heuer habe ich dieses Bild verstanden: denn Zinsen kommen aus dem Nichts, wohingegen aus der Unzucht ein Baby hervorgebracht würde).

      Wenn man sich die Bibel anschaut, findet man ähnliche Aussagen zum Verbot des Zinses. Leider nimmt die Kirche ihr heiliges Buch nicht Ernst genug.

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  2. ...die Resourcen der Zentralbank zu nutzen, um bestimmten Unternehmen und Industrien Darlehen zu niedrigen Zinsen von 1-4 % zu geben, möglich gemacht durch quantitative Erleichterung in Höhe von 20 Billionen Rubel in einer 5-Jahres-Periode.
    M. E. bedeutet das, dass die Zentralbank Geld aus dem Nichts drucken darf in Höhe von 20Billionen Rubel innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens von 5 Jahren. Mehr ist nicht erlaubt.
    Dieses Kapital geht an die Unternehmer für 1% - 4% Zinsen.
    Bis wann die Darlehen zurückgezahlt sein müssen, ist von Dir nicht gesagt worden.
    Herzliche Grüße

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  3. Entsetzlich. Die Pfuscherei in der Geldpolitik ist auch schon im Westen die Ursache für die großen Finanzkrisen. Die künstliche Senkung des Zinssatzes motiviert die Menschen dazu sich mehr zu verschulden und schafft eine Produktionsstruktur, die nicht auf die Bedürfnisse der Produzenten und Verbraucher, die auch ein zeitliches Element enthalten, aus dem der richtige Zinssatz üblicherweise hervorgeht, zugeschnitten ist. Wenn man die monetäre Belohnung vom Dienst an den Verbrauchern abkoppelt, sollte man sich hinterher auch nicht beschweren, dass es in der Wirtschaft nur noch um Geldverdienen geht und die Erfüllung der Bedürfnisse zur Nebensache degradiert wurde.
    Auf mittelalterliche Institutionen, Glaubensführer und Ideologen zu hören, die ihre "Erkenntnisse" nur aus ihren alten Schriften anstatt aus wissenschaftlichen Abhandlungen haben, bedeutet die Ablehnung jeder Vernunft und die Hingabe zum Mystischen. Die Ergebnisse sind stets Rückständigkeit und Verarmung. Die Trennung von Politik und Glauben ist auch von linken Denkern nicht umsonst immer gefordert worden.
    Wo die französische Ökonomie heute steht im Vergleich zu der (den Amis sei Dank) liberaleren deutschen ist hinreichend bekannt. Die islamischen Wirtschaften sind auch nicht gerade ein Musterbeispiel. Dass man mit zinslosen Krediten, also faktisch Geldgeschenken in Höhe der Differenz zum Marktzins, einen Sektor ausbauen kann, ist eine Binsenweisheit, jedoch kann das nur auf Kosten von anderen Sektoren gemacht werden, die die Privilegien der Subventionierten bezahlen müssen. Das Wort "Ausbeutung" wäre hier angebracht. Russland hätte vor dem 1. WK statt seiner Landwirtschaft auch seine Industrie fördern können, wer kann nachweisen, dass die Mittel dort keine bessere Verwendung gefunden hätten? Oder sie hätten die Menschen einfach in Ruhe lassen können, und es hätte sich eine Verteilung ergeben, die die rechtmäßigen Eigentümer des für die Subventionen gestohlenen Geldes für vorteilhaft halten - ein Qualitätsmerkmal, wenn man bedenkt, dass diese Menschen in der Lage waren das Geld auf dem Markt zu verdienen und somit den anderen Dienste und Waren angeboten haben mussten, nach denen es tatsächlich eine Nachfrage gab.

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  4. Das System der Zinsfreien Bank ist nicht neu. In Schweden gibt es so eine Bank schon seit langem
    https://de.wikipedia.org/wiki/JAK_Mitgliedsbank
    Und man höre und staune... die Bank ist erfolgreich. Es geht also durchaus, wenn man es richtig anpackt.

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    1. Es funktioniert solange die Menschen dort freiwillig ihr Geld hinbringen und anderen die Zinsen quasi erlassen. In dem Fall ist der entgangene Zinssatz nur eine Art zusätzliche Konsumausgabe für die Sparer, die wegen dem Nutzen, den sie in ihr sehen, keine Aktionen in Bewegung setzen werden, um ihr zu entgehen. Doch wenn ein Staat ein System einführt, wird es unter Androhung von Gewalt durchgesetzt. Der Zwang sich der Gewalt zu beugen zieht Ausweichaktionen nach sich und führt bspw. dazu, dass das Kapital in andere Länder umgeleitet wird.

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    2. Das Kapital in andere Länder umleiten ist nur dann gefährlich, wenn es eine global nutzbare Währung, wie der Dollar oder (leider auch) der Euro ist. Im Falle von Russland und seinem Rubel wäre dieses Szenario rein virtuell, denn es nützt nichts, Rubel irgendwohin zu verschieben, weil man damit dort nichts machen kann, außer es unnütz herumliegen zu lassen.

      Man müßte also die Rubel in eine andere Währung konvertieren, die man dann anderswo einsetzen kann. Dazu aber müsste jemand diese Rubel kaufen. Und dieser jemand hat dann genau das gleiche "Problem", dass seine Rubel unverzinst sind. Es wird also keiner Rubel kaufen, abgesehen von der Menge die nötig ist, um in Russland z.B. Energieträger oder Rohstoffe zu kaufen.

      So oder so... das Kapital bleibt im Land.

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  5. Ohne Zins und Zinseszins kostet jedes Produkt weniger als
    die Hälfte ! Wer nimmt diesen Anteil ?

    Wir wissen jetzt, was auf dem Spiele steht: nicht das deutsche
    Schicksal allein, sondern das Schicksal dar gesamten Zivilisation.
    Es ist die entscheidende Frage nicht nur für Deutschland, sondern
    für die Welt, und sie muß in Deutschland für die Welt gelöst werden:
    Soll in Zukunft der Handel den Staat oder der Staat den Handel regieren ?
    Quelle: Oswald Spengler:

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  6. Die wenigsten von uns haben in der schulischen (Aus)bildung in der Tiefe den Zinseszins rechnerisch nachvollzogen.
    Heute ist mit der Excel Tabellen Kalkulation in wenigen Minuten fuer jeden nachvollziehbar, wie im Laufe der Zeit, bei verschiedenen Zinsannahmen, die "Zinskurven" sich entwickeln.
    Wir wissen, ohne grossen technischen und zeitlichen Aufwand, dass bei 100 % Zins / Jahr sich der Wert verdoppelt.
    Aus 1 wird 2,4,8,16,32,64 u.s.w.
    Liegt der Zins bei 1 % pro Jahr, so ist jeweils nach 70 Jahren eine Verdoppelung zu verzeichnen,
    bei 5% Zins nach ca. 14 Jahre, eine Verdoppelung.
    Mit der Excell Tabelle auf der "X" Achse die Zeitschiene, und auf der "Y" Achse die % te.
    Die Formel im Zinseszins lautet:
    KEnd = K Anf x q^n

    KEnd = Endkapital
    KAnf = Anfangskapital
    n = Perioden, hier= Jahre
    q = Zinseszinsfaktor

    q = 1 + Zins/100

    Mit ein wenig Geduld koennt Ihr die Ergebnisse mit 2 Stellen hinter dem Komma auf mehrere Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte euch sichtbar machen. Meine Empfehlung ist, die Werte der Verdoppelung farblich zu markieren, denn damit wird leicht sichtbar, dass unabhaengig der Zeitschiene, die Exponentialfunktion in den "Himmel" schiesst, in der Realitaet des "Geldlebens" ein Zusammenbruch erfolgen muss, denn mathematische Gesetze lassen sich nicht durch menschliche "Triebe" aushebeln. Auch wird nunmehr deutlich, dass bei niedrigen Zinsen nach vielen Jahrzehnten die Exponentialfunktion ueber das Wirtschaftswachtum einer Volkwirtschaft hinausgeht, und auch die Lebensdauer der meisten Menschen ueberschreitet, und erst die "Enkelgeneration" die negativen Wirkungen erleben muss.

    Legen wir auf diese Arbeit ein proportinales Wirtschaftswachstum von z.B. 3 % so zeigt uns der Schnittpunkt der Graphen, ab wann eine Volkswirtschaft die Zinsforderungen nicht mehr bedienen kann. Die Folge in der Realitaet, Verelendung der Menschen bis hin zum Krieg.

    Aus diesem mathematischen Ableitungen wird nunmehr absolut klar, dass unser Denkansatz mit Zinsen leistungsloses Einkommen zu erzielen, grundsaetzlich den Straftatbestand des Raubes erfuellt. Auch wird glasklar, dass mit Modifikationen in der Zinseszinsformel nur der Zeitpunkt des Zusammenbruches verschoben wird, jedoch kein Entrinnen aus diesem System geben kann.

    Haben wir diesen Sachverhalt auch geistig verinnerlicht, so wird absolut eine Abkehr von dem Zinseszins System notwendig sein.

    Aus dem vorgenannten ist zu erkennen, dass jedes Zinseszins Schuldgeld System ein genereller Systemfehler ist. Jede Volkswirtschaft, egal welche politischen Systeme die jeweiligen Voelker sich zugewendet haben, deren Staatsfuehrungen diese Kredite von dritten kaufen muessen, koennen nicht Souveraen sein.

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  7. Meine ganze Sympathie dem gilt President Putin persönlich und der bruderlicher sussischer Seele, die ich, irgendwann in den friedlicheren Zeiten, weiter geniessen möchte!
    Ich beete, dass sich die russische Wirtschaft tatsächlich entwickeln wird und somit wird als ein Argument für die welstliche Welt, wer das Recht hatte und hat!
    Ich beete auch, dass hochpredistinierte Herr Putin auch uns, somit, nicht erlaubt, hier zu verrecken!
    Wir haben Keinen mehr, der die hofnungslose Situation ändern kann, außer HERR GOTT selbst!
    Trotzdem Fröhliche Weihnachten allen Menschen des guten Willen!

    Ich

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  8. Das Geld ist keine Ware! Daher soll auch mit dem Geld nicht spekuliert werden. Das Geld muss im Umlauf sein, so wie das Blut im menschlichen Körper. Durch die Spekulation wird der Geld- Ware-Kreislauf unterbrochen. Es kommt zu den Finanzblasen und zwingend zu Wirtschaftskrisen. Das ist eine Gesetzmäßigkeit und hat nichts mit mittelalterlichem Glauben zu tun. Dass mit der Aufhebung des Zinses, dieser Kreislauf erst ermöglicht wird, ist eine Grundbedingung dafür, dass das Geld ungehindert zirkulieren kann, da sich Spekulation nicht mehr lohnt.
    Natürlich muss diese Funktion zuerst erkannt werden, nebst anderen wichtigen Funktionen der Ökonomie. Da sind aber unsere Standardökonomen noch weit entfernt davon, das geht nicht mit normierten Lehren - da muss das Denken beweglich werden ... etwas, was heute nach Möglichkeit von allen Interessenseiten der Eliten bekämpft wird. Schrecklich, wenn man sich nicht mehr nach den seit Jahrhunderten vorgeschriebenen Normen richten würde ... Wann wurde das Zinsverbot aufgehoben - eben?

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  9. Die echten Russen (NICHT die asiatischen, und NICHT die verheimlicht jüdischen) sind germanischblütig und unser Brudervolk. Denn Slaven SIND Germanen. Das war 800 Jahre lang in der Geschichtsschreibung wohlbekannt. Germanien reichte im Osten bis zum Don, im Süden bis einschließlich Lombardei, im Westen bis senkrechte Linie Reims, im Norden bis einschließlich ganz Skandinavien. "Slaven" und die kyrillische Sprache sind eine Erfindung der verheimlicht jüdischen Kirchen- und Klösterbrüder und -schwestern (Mönch Kyrill), um die Germanen zu entzweien und zu spalten, also Feindbilder aufzubauen, Germanenstämme gegen Germanenstämme in Kriege zu hetzen, damit sich Kirchen- und Klösterbrüder (verheimlichte Juden) das Eigentum der abgeschlachteten selbst aneignen können, als lachende Dritte. Das ist wissenschaftlich hieb- und stichfest längst bewiesen.

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    1. Diese Art zu denken, ist jetzt aber wirklich antiquiert. Ebenso antiquiert, wie alles Blut und Vererbungsbezogene Denken. Heute geht es einzig und allein darum, das Individuum anzuschauen, egal aus welchem Rassen- oder Vererbungszusammenhang es kommt. Kann das Individuum im andern Menschen ebenfalls das Individuelle und nicht das Rassenmäßige erkennen, dann ist das zeitgemäß und gelingt dies, dann kann - um auf das Thema Zins- und Zinseszins zurückzukommen - auch erkannt werden, was es braucht, dass das Individuelle in der Gemeinschaft zum Tragen kommt. Und die Zinslosigkeit der Bankeinlagen ist ein Faktor dieser modernen Bestrebung. Die Politik hat die Aufgabe, das Individuelle unabhängig vom Blutsstrom zu beschützen (Gesetzgebung), dem Individuum die Freiheit im kulturellen Schaffen zu garantieren und ihm ein würdiges Leben im wirtschaftlichen Bereich zu ermöglichen. Alles andere ist überholtes und unfreies Denken. Vor dem freien Gedanken, haben die Eliten des westlichen Imperiums eine Heidenangst. Es ist das freie Denken, das die Wahrheit erkennt und Lügen entlarvt. Wenn es Russland schafft, hier Fortschritte in die Welt zu setzen, dann ist das der Zeit angepasst und dann wird Russland seine Rolle in der Evolution erfüllen - da können die Eliten des westlichen Imperiums dann nicht mehr mithalten - weil deren Lügen nicht mehr rezipiert werden.

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